Team Sonic Racing – Review
Michael Weingärtner Michael schreibt seit 2017 leidenschaftlich über Games, Filme und Serien. Als Level-40-Konsolero bringt er nicht nur jahrelange Spielerfahrung mit, sondern auch ein geschultes Auge für Storytelling und Charakterentwicklung. Seine Spezialisierung liegt in der Analyse von Blockbustern, Streaming-Highlights und Gaming-Franchises, wobei er tief in die Lore von Star Wars und Dungeons & Dragons eintaucht. Mit Humor, Fachwissen und einem klaren Blick für Details liefert Michael spannende Einblicke für alle, die Unterhaltung lieben.
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Seit dem Release von Super Mario Kart auf dem SNES sind bereits 27 Jahre vergangen. Trotz Nintendos Geschichte der vielen „Auf und Abs“ im Konsolenkrieg der vergangenen Jahrzehnte, hat der japanische Konzern immer noch ein Monopol im Genre der Fun-Racer. Viele haben es versucht aber keiner hat es bis heute geschafft der Urmutter gefährlich zu werden. Mario Kart war in den letzten Jahren ganz eindeutig die dominierende Kraft im Kart Rennsport auf Konsolen.
Pilze wurden zum Synonym für Turbo-Boosts und Schildkrötenpanzer wurden Zerstörer von Freundschaften
Ausgerechnet Marios größter Konkurrent der 90iger Jahre kehrt nun auf die heimischen Konsolen zurück und versucht an den Erfolg des Fun Racers anzuschließen. Die Rede ist natürlich von niemand geringeren als Sonic.
Team Sonic Racing ist allerdings nicht der erste Ausflug für den blauen Igel in den Rennsport.
2010 erschien mit Sonic All Stars Racing der erste Fun Racer mit dem blauen Igel. Der bereits zwei Jahre später mit einer upgedateten Version Sonic All Stars Racing Transformed auf der PS3 für Geschwindigkeitsräusche sorgte.
Wie sich Sonic und sein Team im neuesten Kart Teil schlagen, könnt ihr im folgenden Test herausfinden
Team Sonic Racing ist ein Fun-Racer wie er im Buche steht. Allerdings einer der den immer größer werdenden Koop-Trend verfolgt und den TEAM Gedanken in den Vordergrund bringen möchte.
Die Hauptaufgabe ist selbstverständlich unterschiedliche Rennstrecken zu meistern. Es warten, Solo und Team-Rennen auf uns. Diese es in klassischen Modi wie dem Grand Prix, Schau oder Zeitrennen und dem Story Modus, zu bewältigen gilt.
Letzterer hinkt jedoch ein wenig nach. Denn bloß auf einer Map von Strecke zu Strecke zu springen und TextBoxen, die zwar mit Sprachausgabe, versehen sind und die Story voran treiben ist etwas zu wenig für meinen persönlichen Geschmack. Ähnlich störende und relativ groß ausgefallene Pop-Up Mitteilungen, unterbrechen hin und wieder auch den sonst raschen Fluss des Spiels.
Denn ebenso vertonte Kommentare unserer Team Kollegen fallen besonders in der deutschen Sprachausgabe negativ und nervig auf. Umso erfreulicher also, dass sich dieses „Gimmick“ in den Optionen gänzlich zu vermeiden weiß.
Glücklicherweise macht Team Sonic Racing mit kreativen und abwechslungsreichen Strecken den enttäuschenden Story Modus und die störende deutsche Tonspur wieder weg .
Und für eine gewisse Zeit weiß die Optik der Fahrbahnen sogar zu begeistern
Aber anders als bei Nintendos Vorbild stellt sich nach einiger Zeit, ein gewisser „Wiederholungsfaktor“ ein. Zwar finden sich auch in Team Sonic Racing, Gravitation verändernde Zustände und Sprungschanzen doch wirklich in Erinnerung bleibt letzten Endes keine der insgesamt 21 Rennstrecken.
Das Fahrgefühl ist leider etwas auf der Strecke geblieben
Leider fiel gleich zu Beginn, die nicht wirklich intuitive Steuerung des Titels ins Auge. Besonders das Driften der Karts wirkt schwammig und fast schon ein wenig unrund. Nach längerer Spielzeit gewöhnt man sich zwar an den Effekt und auch das Driften gelingt immer besser.
Aber es hinterließ einen faden Beigeschmack beim Testen des Titels. Denn Entwickler Sumo Digital, lieferte mit den PS3 Vorgängern Titel ab bei der die Steuerung überzeugen konnte.
Es gilt Klasse zu beweisen
Insgesamt gibt es 15 spielbare Charaktere in Team Sonic Racing. Begonnen, natürlich bei Sonic und Tails über Knuckles bis hin zum irren Dr. Eggman. Diese lassen sich wiederum in drei verschiedene Klassen einteilen: Tempo, Technik und Stärke.
Natürlich bringt jede dieser Einteilungen wieder eigene Vorteile mit sich. Während wir mit Tails in der Techniker Klasse, auf Oberflächen wie Schleim nichts von unserer Geschwindigkeit einbüßen sind wir mit Knuckles in der Stärke Klasse, unaufhaltsam wenn wir durch Hindernisse brettern.
Last but not least bleibt die Tempo Klasse durch den blauen Igel repräsentiert wird und es uns ermöglicht, mit einer Druckwelle die wir während unserer Fahrt aufladen, herannahende Geschosse los zu werden.

Second Place is just the first Place …?!
Team Sonic Racing legt, sowie es der Name schon vermuten lässt, das Augenmerk allerdings auf eine Neuerung, die es in dieser Form auch Mario Kart noch nicht probiert hat. Die Rede ist von der Team – Mechanik. Denn in Team Sonic Racing wählt ihr immer ein dreiköpfiges Team, anstelle eines einzelnen Fahrers aus. Solltet ihr also ständig auf Platz eins landen, aber Eure Teamkollegen weit hinten im Fahrerfeld verloren gegangen sein, könnt ihr der Gold Trophäe schon mal zum Abschied winken.
Jedes Team ist nur so stark wie sein schwächstes Glied
Wirkt die neu errungene Team-Mechanik, anfänglich und besonders im Singleplayer Modus noch etwas unausgereift, blüht sie im Multiplayer umso mehr auf. Denn zum ersten Mal ist tatsächlich aktives zusammen arbeiten möglich. Inklusive dem Empfangen und Versenden von Items an Team Kollegen.
Doch nicht nur der taktische Austausch von Items entscheidet über Sieg oder Niederlage, sondern auch das gegenseitige nach vorne treiben durch geschickte Nutzung des Windschattens. Zieht unser Vordermann, nämlich eine gelbe Spur hinter sich her zeigt uns dies, dessen Windschatten an und sorgt für einen zusätzlichen Boost bei uns wenn wir darin fahren.
Oftmals endet dieser Boost für uns mit dem ersten Platz im Fahrerfeld. Nutzen wir diese Mechanik effizient aus katapultieren wir unser Team abwechselnd an die Spitze und dem sicheren Sieg entgegen.
Customizing
Im Laufe unserer Rennfahrer Karriere sammeln wir auch reichlich Punkte die wir ins „Pimpen“ unsers Gefährts stecken dürfen. Team Sonic Racing bietet diesmal sogar ein komplettes Customizing an, dass wir durchführen dürfen.
Egal ob das Aussehen von Kart oder Rad geändert werden soll oder einfach nur ein individueller Hupen – Sound unsere Gegner in Angst und Schrecken versetzen soll. Es gibt nur wenige Grenzen beim Finden des eigenen Stils.
FAZIT
Team Sonic Racing weiß auf seine ganze eigene Art und Weise zu überzeugen. Entwickler Sumo Digital schickt einen Fun Racer ins Rennen, der in der gleichen Liga wie Diddy Kong Racing oder Crash Team Racing seiner Zeit zu überzeugen wussten.
Eigene Waffen- und Wagen Designs wissen ebenso zu überzeugen wie abenteuerliche Rennstrecken und eine umfangreiche Customizing Werkstatt. Der Ansatz bei der Team -Mechanik bringt zwar frischen Wind ins Genre der Fun Racer, doch leider sorgen unausgereifte Steuerung und unzureichender Story Modus, für Punkte Abzug und reichen am Ende leider nicht für den Gesamtsieg.
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Team Sonic Racing weiß zu unterhalten und ist mit Abstand der beste Fun Racer den es für PS4/XBOX One und PC Besitzer zur Zeit gibt. Alle anderen werden ebenso ihren Spaß mit dem Titel haben doch schnell bemerken wieso Mario Kart 8 Deluxe nach wie vor Platzhirsch der Fun Racer Gemeinde ist.
Team Sonic Racing ist seit 21.05.2019 für PS4, XBOX One, Nintendo Switch und PC erhältlich.
Wir durften die PS4 Fassung des Titels testen und spielten auf einer PS4 Pro.
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