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Artikel von Daniel Mosaad +
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Der Zombie-Parkour geht endgültig nur noch auf der Current-Gen Hardware weiter. Fast ein Jahr nach dem erfolgreichen Launch von Dying Light: The Beast im September 2025 zieht Entwickler Techland die Reißleine und stellt die Versionen für die Vorgängerkonsolen PS4 und Xbox One endgültig ein. Was wie ein harter Schlag für die verbliebene Last-Gen-Community wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als konsequente Entscheidung für kompromisslose Qualität.

Die größte Erkenntnis vorab: Die über zehn Jahre alte Hardware der PS4 und Xbox One ist am Ende ihrer Kräfte. Techland begründet das Aus nach fast einem Jahr Entwicklung mit unüberwindbaren technischen Hürden auf ihren Social Media-Accounts:

  • Das Spiel wurde von Grund auf so konzipiert, dass es die Leistung der aktuellen Konsolengeneration voll ausreizt.
  • Die offene Spielwelt, die dichte Optik sowie die Physik hinter dem Parkour- und Kampfsystem fressen schlicht mehr Rechenpower und Arbeitsspeicher, als die alte Generation liefern kann.
  • Um das Spiel auf den alten Plattformen flüssig zum Laufen zu bringen, hätte das Studio das Kernkonzept so stark beschneiden müssen, dass die ursprüngliche Vision dahinter verloren gegangen wäre.

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Immerhin zeigt sich das Studio entgegenkommend. Wer die Last-Gen-Fassung vorbestellt hat, schaut nicht in die Röhre, sondern bekommt den vollen Kaufpreis erstattet.

Zwischen Lob und berechtigter Skepsis für Techland

In der Community fällt das Echo gespalten aus. Viele Fans reagieren positiv auf den Schritt: Sie begrüßen es ausdrücklich, dass die Entwickler den Fokus endlich voll auf moderne Hardware legen, anstatt wertvolle Ressourcen in die Optimierung für veraltete Konsolen zu stecken.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Kritische Stimmen werfen Techland vor, dass das ursprüngliche Werben mit einer Last-Gen-Version von Anfang an ein riskantes Spiel mit den Erwartungen der Fans war. Dass man ein Produkt bewirbt und Vorbestellungen annimmt, nur um dann zehn Monate nach dem Haupt-Release festzustellen, dass das Konzept nicht umsetzbar ist, stößt bei vielen auf Unverständnis. Auch wenn die Rückerstattung korrekt ist, bleibt ein fader Beigeschmack

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Die verlockende Millionen-Falle vs. Realität der Hardware

Für Publisher ist der Abschied von PS4 und Xbox One seit Jahren ein Drahtseilakt. Die Spielerbasis dieser Konsolen ist gigantisch. Doch der Preis dafür ist hoch: Wer die alte Hardware mitschleppt, bremst das Gamedesign aus.

Wie ein Kompromiss auf Sparflamme aussehen kann, zeigt die Series S, die mit dynamischen 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde läuft. Selbst die profitiert noch massiv von ihrer modernen CPU und der schnellen SSD. Auf einer Standard-PS4 von 2013 wäre Dying Light: The Beast technisch wohl zum Desaster geworden.

Wir befinden uns mittlerweile im Jahr 2026 – tief im Lebenszyklus der PS5 und der Xbox Series X/S. Während im Hintergrund bereits über die PS6 oder neue Hardware-Konzepte spekuliert wird, hingen viele Entwicklerstudios bisher immer noch an der Vorgänger-Generation. Das Ergebnis waren oft Spiele, die auf keiner Plattform ihr volles Potenzial entfalten konnten: Auf der PS5 unterfordert, auf der PS4 technische Hürden.

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Dass Techland nun die alten Zöpfe so radikal abschneidet, ist ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit. Es zeigt, dass der spielerische Ehrgeiz am Ende schwerer wiegt als die Masse an potenziellen Altkäufern. Für Dying Light: The Beast bedeutet dieser Schritt, dass das Spiel ohne angezogene Handbremse glänzen darf – und die Spieler bekommen am Ende genau das kompromisslose Spielerlebnis, das ihnen versprochen wurde.

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