PlayStation: Sonys Disc-Aus könnte Spieler in über 120 Ländern ausschließen
Die Pläne für die PlayStation Digital-Zukunft könnten weitreichende Folgen haben. In vielen Ländern ist der Store bis heute nicht verfügen.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Die Diskussion um das geplante Ende physischer PlayStation-Spiele nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem Sony angekündigt hat, die Produktion von Disc-Versionen ab 2028 schrittweise einzustellen, rückt nun ein weiteres Problem in den Mittelpunkt: In zahlreichen Ländern gibt es bis heute keinen offiziellen Zugang zum PlayStation Network (PSN) oder zum PlayStation Store. Sollte Sony seine Digitalstrategie wie geplant umsetzen, könnten Millionen Spieler künftig nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr an neue Spiele gelangen.
Laut aktuellen Berichten ist das PSN in 121 Ländern und Regionen nicht offiziell verfügbar. Betroffene Spieler greifen deshalb häufig zu Umwegen, etwa indem sie Konten in anderen Ländern anlegen oder Guthabenkarten aus dem Ausland kaufen. Funktioniert dieser Weg künftig nicht mehr, hätten viele Nutzer praktisch keinen legalen Zugang zum digitalen PlayStation-Ökosystem.
Das PSN bleibt der Knackpunkt
Das Problem ist nicht neu. Bereits rund um Helldivers 2 (hier zur Game Review) sorgte Sony für Kritik, als PC-Spieler ihr Spiel mit einem PSN-Konto verknüpfen sollten. Da PSN in vielen Ländern nicht angeboten wird, war das Spiel dort zeitweise nicht erhältlich. Ein ähnlicher Fall betrifft Marvel Tokon: Fighting Souls, das ebenfalls in zahlreichen Regionen nicht offiziell verkauft wird.
Fallen physische Spiele weg und erfolgt der Vertrieb ausschließlich über den PlayStation Store, würde dieses Problem deutlich größer werden. Während Käufer heute noch auf Disc-Versionen ausweichen können, gäbe es künftig in vielen Regionen keinen einfachen Ersatz mehr.
Community fordert eine globale Lösung
In den sozialen Netzwerken wächst deshalb die Kritik. Viele Spieler betonen, dass eine vollständig digitale Zukunft grundsätzlich sinnvoll sein könne – allerdings nur, wenn Sony den PlayStation Store und das PlayStation Network weltweit verfügbar macht. Andernfalls würden Millionen potenzielle Kunden ausgeschlossen, obwohl sie PlayStation-Hardware besitzen oder kaufen möchten.
Noch bleibt Sony Zeit, dieses Problem anzugehen. Bis 2028 sind es noch knapp zwei Jahre, und das Unternehmen könnte die PSN-Abdeckung bis dahin deutlich ausbauen. Eine entsprechende Ankündigung gibt es bislang jedoch nicht. Sollte sich daran nichts ändern, könnte der Übergang zur PlayStation Digital-Zukunft für viele Spieler weltweit zu einem echten Hindernis werden – und Sony wichtige Märkte kosten.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !
Bei der Erstellung dieses Artikels kam Künstliche Intelligenz zum Einsatz (z. B. für Text, Recherche, Bilder oder Tabellen). Alle Inhalte wurden vor der Veröffentlichung sorgfältig von einem Menschen geprüft.





