Sony setzt wieder auf PS5-Exklusivität bei Singleplayer-Spielen
Singleplayer-Blockbuster sollen künftig offenbar wieder stärker an die PS5 gebunden werden.
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Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Monatelang wurde darüber spekuliert, ob PlayStation seine jüngst eingeschlagene Multiplattform-Strategie fortsetzen oder wieder stärker auf Exklusivtitel setzen würde. Nun hat PlayStation-CEO Hideaki Nishino deutlich gemacht, wohin die Reise geht. Nach seinen Aussagen scheint Sony künftig vor allem bei Singleplayer-Spielen wieder verstärkt auf die PlayStation 5 als exklusive Plattform zu setzen.
Für PC-Spieler könnte das weitreichende Folgen haben. Bereits in diesem Jahr fiel auf, dass die Zahl neuer PlayStation-Portierungen deutlich zurückgegangen ist. Große Singleplayer-Titel blieben bislang weitgehend aus, während sich die Gerüchte über eine strategische Neuausrichtung verdichteten.
In einem Interview mit dem japanischen Magazin Famitsu erklärte Nishino, dass PlayStation den Fokus künftig stärker auf exklusive Singleplayer-Erfahrungen legen möchte. Ziel sei es, den besonderen Wert des Spielerlebnisses auf der PS5 weiter auszubauen und zu verfeinern.
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Gleichzeitig schloss der CEO Multiplattform-Veröffentlichungen nicht vollständig aus. Vor allem Live-Service-Spiele sollen weiterhin auf mehreren Plattformen erscheinen. Da diese Titel von einer möglichst großen Community profitieren, könnten Veröffentlichungen auf PS5 und PC auch künftig Teil der Strategie bleiben.
Laut Nishino werde künftig jedes Projekt individuell betrachtet. Entscheidend sei, welche Plattform das jeweilige Spielerlebnis am besten unterstütze. In der Praxis deutet dies jedoch darauf hin, dass klassische Story-Spiele wieder enger an die PlayStation-Hardware gebunden werden.
Bloomberg-Bericht bestätigt den Kurswechsel
Zusätzliche Hinweise auf diese Entwicklung kommen von Jason Schreier. Der Bloomberg-Reporter berichtete, dass PlayStation intern noch deutlicher über die Zukunft seiner Veröffentlichungsstrategie gesprochen habe.
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Demnach soll PlayStation-Chef Herman Hulst bei einer internen Mitarbeiterversammlung erklärt haben, dass narrative Blockbuster künftig wieder exklusiv auf der PS5 erscheinen sollen. Damit würden die Aussagen Nishinos bestätigt werden.
Als Gründe für diese Entscheidung sollen mehrere Faktoren genannt worden sein. Dazu zählen enttäuschende Umsätze einiger PC-Portierungen, eine aus Sicht des Unternehmens inkonsistente Veröffentlichungsstrategie sowie der Wunsch, die eigenen Marken stärker mit der PlayStation-Plattform zu verknüpfen.
Schwierige PC-Portierungen sorgten für Kritik
Tatsächlich verliefen nicht alle PlayStation-PC-Veröffentlichungen reibungslos. Besonders die PC-Version von Marvel’s Spider-Man 2 stand nach ihrer Veröffentlichung wegen technischer Probleme und Performance-Schwächen in der Kritik.
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Auch The Last of Us Part 1 gilt bis heute als eines der bekanntesten Beispiele für eine problematische Portierung. Zwar wurden viele technische Probleme später behoben, doch der schlechte Ersteindruck belastete den Ruf weiterer PlayStation-PC-Umsetzungen.
Auf der anderen Seite gab es durchaus erfolgreiche Beispiele. Die Uncharted: Legacy of Thieves Collection wurde von vielen Spielern und Kritikern positiv aufgenommen und zeigte, dass hochwertige PC-Portierungen durchaus möglich sind.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Noch hat Sony keine offizielle Ankündigung veröffentlicht, wonach sämtliche Singleplayer-Spiele dauerhaft von PC-Plattformen fernbleiben werden. Die Aussagen der Unternehmensführung deuten jedoch darauf hin, dass die Phase regelmäßiger PC-Portierungen zumindest vorerst deutlich eingeschränkt werden könnte.
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Während Multiplayer- und Live-Service-Titel weiterhin von einer möglichst großen Reichweite profitieren sollen, scheint PlayStation seine prestigeträchtigen Singleplayer-Marken wieder stärker als Kaufargument für die PS5 positionieren zu wollen.
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Für PC-Spieler wäre das eine deutliche Kehrtwende gegenüber den vergangenen Jahren, in denen immer mehr ehemalige PlayStation-Exklusivtitel den Weg auf Steam und andere Plattformen fanden.
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