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Artikel von Markus +

Für viele Fans war es ein Hoffnungsschimmer. Ein Klassiker von damals, neu aufgelegt. Ein Stück Gaming-Geschichte, modernisiert für eine neue Generation. Doch jetzt ist klar: Das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time wird nicht erscheinen. Ubisoft hat das Projekt offiziell eingestellt und erstmals ausführlich Stellung bezogen.

Die Nachricht trifft eine Community, die jahrelang gewartet hat. Angekündigt wurde das Remake bereits 2020, nachdem es zuvor durchgesickert war. Eigentlich sollte das Spiel schon 2021 erscheinen, dann folgte eine Verschiebung auf 2022. Danach folgte ein endloser Kreislauf aus Verschiebungen, Entwicklerwechseln und Funkstille. Nun ist endgültig Schluss.

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Ubisoft: „Wir konnten die nötige Qualität nicht erreichen“

In einem Statement räumt Ubisoft ein, dass das Projekt „echtes Potenzial“ gehabt habe. Gleichzeitig erklärt der Publisher, man habe „nicht das Qualitätsniveau erreicht, das die Spieler verdienen“. Weiter heißt es, eine Fortsetzung der Entwicklung hätte mehr Zeit und Investitionen erfordert, als realistisch gewesen seien.

Das klingt nüchtern, fast technisch. Doch zwischen den Zeilen steckt eine bittere Wahrheit: Ubisoft wollte kein Spiel veröffentlichen, das dem Namen Sands of Time nicht gerecht wird. Das Original gilt als Meilenstein des Action-Adventures und genau dieser Status wurde dem Remake offenbar zum Verhängnis.

Ein Projekt mit schwieriger Geschichte

Schon die erste Präsentation sorgte für Kritik. Viele Fans fanden die Grafik altbacken, die Animationen steif, der Gesamteindruck unfertig. Ubisoft reagierte mit einer Verschiebung, dann mit einem kompletten Entwicklerwechsel. Das Projekt wanderte von Ubisoft Mumbai zu Ubisoft Montreal. Trotz mehrfacher Beteuerungen, die Entwicklung laufe gut, blieb es still. Kein Gameplay, keine großen Updates, keine klaren Einblicke. Für viele Fans war das bereits ein schlechtes Zeichen. Jetzt wissen wir: Hinter den Kulissen lief es offenbar deutlich schwieriger als öffentlich kommuniziert.

Ubisoft betont, die Marke sei weiterhin wichtig. Man werde das Franchise nicht aufgeben. Gleichzeitig spricht der Publisher von einem „strategischen Reset“ mit stärkerem Fokus auf Open-World-Spiele und Live-Service-Titel. Und genau hier liegt die Sorge vieler Fans. Prince of Persia war nie ein Live-Service-Spiel. Es war eine Geschichte. Atmosphäre. Präzise Level, clevere Rätsel, ikonische Momente. In einer Branche, die zunehmend auf langfristige Monetarisierung setzt, wirkt so ein Einzelspieler-Abenteuer fast wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

Ein Comeback, das nie stattfand

Erst vor Kurzem keimte Hoffnung auf, als Prince of Persia: The Lost Crown zeigte, dass die Marke noch Leben hat. Doch auch dort wurde eine Fortsetzung nicht weiterverfolgt. Nun fällt auch das große Remake weg. Für viele fühlt sich das an, als würde das Comeback des Prinzen im Keim erstickt.

Die Absage ist mehr als nur ein weiteres gecanceltes Spiel. Sie steht sinnbildlich für eine Branche im Wandel, in der selbst legendäre Marken keine Garantie mehr sind. Ubisoft wollte keinen halben Schritt machen und ging stattdessen gar keinen. Was für Fans übrig bleibt? Enttäuschung. Prince of Persia wird wohl in der aktuellen Ubisoft-Strategie keine große Rolle mehr spielen. Laut einem Leak von jOnathan auf X.com war das Spiel zu 99,99 Prozent fertiggestellt. Er veröffentlichte sogar einen Screenshot aus dem Spiel, dass das neue Design des Prinzen zeigt.

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