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Persona 5 Strikers (PC) – Review

Ein Spin-off oder doch eher eine Fortsetzung?

Review von
Persona 5 Strikers

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Spiel bringt gut 40 Stunden Spielzeit
  • Wir erkunden Gefängnisse in ganz Japan
  • Neues Kampfsystem und andere neue Elemente

Persona 5 Strikers ist ein Spin-off, wenn nicht sogar fast eine Fortsetzung von Persona 5, welches 2017 auf den Markt erschienen ist und weltweit die Fans der Reihe begeistert. Wir haben den neuen Titel für euch auf dem PC getestet.

Das Spiel beginnt rund vier Monate nach dem Ende von Persona 5. Hier sei gesagt, das die Charaktere aus Persona 5 Royal nicht dabei sind und Persona 5 Strikers auch keinen Bezug auf die erweiterte Version des Original nimmt. Der Protagonist kehrt nach Tokyo zurück, um mit den anderen Phantomdieben eine schöne Ferienzeit zu verbringen. Doch kurz vor ihrem Camping-Auslug, trifft er zusammen mit Ryuji auf ein bekanntes Idol. Diese händigt ihnen eine Karte aus, mit welcher sie sie in der neusten EMMA-App (EMMA ist eine KI) als Freundin hinzufügen können. Gesagt, getan. Doch überraschenderweise laden die beiden durch das erhaltene Passwort, erneut in einem alternativen Universum von Tokyo. Doch dieses Mal müssen Sie nicht nach Schätzen in Palästen jagen, sondern nach Begierden in Gefängnissen. Um herauszufinden was es mit EMMA und den Gefängnissen auf sich hat, reisen die Phantomdiebe durch Japan um das Geheimnis zu lüften.

Persona 5 Strikers

Persona 5 Strikers (c) P-Studio

Persona 5 Strikers: So bekannt und doch so anders

Das Spin-off wartet mit einer Spielzeit von gut 40 Stunden oder mehr auf. Daher kann man es eigentlich wirklich schon mehr als eine feste Fortsetzung sehen. Wir haben alle bekannten Phantomdiebe aus dem Original dabei, sowie natürlich auch Soji. Doch die anderen helfenden Charaktere sind bedauerlicherweise alle in den Urlaub verreist. Die üblichen Orte um Medizin und Waffen zu kaufen, stehen uns nicht zur Verfügung. Stattdessen bestellen die Diebe nun Online. Während des ersten Besuchs in einem Gefängnis, trifft der Protagonist auf Sophia. Sie nennt sich selbst „Die Begleiterin der Menschen“ und ist tatsächlich eine KI. In der realen Welt lebt sie ab diesem Zeitpunkt im Handy das Protagonisten, in den Gefängnissen besitzt sie aber einen Körper und kämpft mit den Phantomdieben zusammen.

In Persona 5 Strikers ist alles dabei was wir gewohnt sind, aber irgendwie anders. Das hinrichten von Personas um neue zu erschaffen, wurde etwas vereinfacht und das Kampfsystem ist nicht mehr rundenbasiert sondern im Hack’n’Slash Stil gehalten. Die Gegner greifen in Scharen an und wir müssen uns mit Waffen und den Personas hindurch kämpfen. Es ist für ein Persona-Spiel sehr ungewohnt, bringt aber auch frischen Wind hinein und es funktioniert gut. Die Kämpfe laufen flüssig ab ohne den Charme des Originals zu verlieren. Auch klatschen sich die Charaktere untereinander wie gewohnt ab, so springt man regelmäßig in die Rolle eines anderen Teammitglieds und kann deren Vorteile nutzen. Auch die Showtimes gibt es immer noch, nur führt jeder Charakter ihn alleine durch, statt mit einem Teammitglied.

Persona 5 Strikers

Persona 5 Strikers (c) P-Studio

Lernen wir Japan kennen

Etwas auf der Strecke bleibt der gewohnte Aufbau von Bindungen. Zwar gibt es ein Bindungssystem, das schließt allerdings alle Charaktere ein. Das Level erhöht sich nach und nach im Storyverlauf und erlaubt uns besondere passive Skills dazuzulernen. wie zum Beispiel höher HP, mehr Geld am Ende des Kampfes, bessere Items aus den Truhen, und so weiter.

Während sich Persona 5 vollkommen auf Tokyo konzentriert, breiten sich die Gefängnisse in Strikers über ganz Japan aus. So fahren die Diebe durch das Land um die Monarchen der Gefängnisse zu besiegen und die gestohlenen Begierden zurück zu holen. Bei den Begierden handelt es sich nicht um die des Monarchen, sondern die von anderen Menschen. Denn jeder Mensch der EMMA besitzt und das Passwort eingibt, dessen „Schatten“ wird in das andere Universum gebracht. Dort raubt der Monarch die Begierde und macht den Menschen gefügug. So ist es nicht verwunderlich das wir auf Personen wie Idols treffen, welchem man dem Sinneswandel unterziehen muss.

Persona 5 Strikers

Persona 5 Strikers (c) P-Studio

Neues und etwas vereinfacht

Ebenfalls neu ist das System des Kochens. Rezepte können wir in den neuen Städten hinzu erwerben und dann im Wohnwagen vom Protagonisten zubereiten lassen. Diese Gerichte bringen diverse Vorteile. Entweder können sie HP oder SP heilen, aber auch andere Buffs bei den Charaktere auslösen. Darum sollte man die Zeit in den verschiedenen Städten nutzen und alle Geschäfte abklappern. Denn das Erkunden in der realen Welt fällt dennoch nicht komplett weg, auch wenn es wesentlich eingeschränkter ist. Auch die Zeit spielt keine Rolle mehr, Persona 5 Strikers ist strickt und fest getacktet.

Das heißt auch, egal wie oft wie ein Gefängnis verlassen, der Tag verstreicht nicht. Das sorgt für weniger Zeitdruck und man kann regelmäßig sein Inventar aufstocken oder Anfragen abschließen. Die Anfragen enthalten diverse Belohnungen und das tolle ist, man kann jederzeit in ein schon bereits besuchtes Gefängnis reisen um diese abzuschließen. Die Speicherstellen im Spiel sind auch sehr großzügig gesetzt und von überall schnell erreichbar. Zudem kann man über diese zu anderen Speicherstellen springen ohne hunderte von Kilometer hinter sich bringen zu müssen.

Ebenfalls schön ist, dass wir Persona 5 Strikers in deutsch mit japanischer Synchro spielen können. Eine deutsche Lokalisierung in der Persona-Reihe gibt es allerdings erst seit Persona 5 Royal.

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Fazit zu Persona 5 Strikers

Persona 5 Strikers ist ein absolut gelungenes Spiel, mit einer ordentliche soliden Story und vielen Stunden Spaß. Auch wenn es sich in einigen Punkten von seinem Vorgänger unterscheidet, dürften Fans der Reihe sicherlich nicht enttäuscht sein. Denn sind wir mal ehrlich, Joker zu sehen wie er durch die Massen kämpft hat auch seinen Reiz. Da der Titel es auch auf mehrere Plattformen geschafft hat (PlayStation 4, Nintendo Switch, PC) könnte auch Hoffnung bestehen, dass auch Persona 5 Royal vielleicht noch auf den PC gelangt.

ReviewWertung

9SCORE

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

9

Story

10

Motivation

9

Steuerung

9

Test-Hardware: Intel Core i7 8700K, Nvidia GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD

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