Michael Weingärtner Michael schreibt seit 2017 leidenschaftlich über Games, Filme und Serien. Als Level-40-Konsolero bringt er nicht nur jahrelange Spielerfahrung mit, sondern auch ein geschultes Auge für Storytelling und Charakterentwicklung. Seine Spezialisierung liegt in der Analyse von Blockbustern, Streaming-Highlights und Gaming-Franchises, wobei er tief in die Lore von Star Wars und Dungeons & Dragons eintaucht. Mit Humor, Fachwissen und einem klaren Blick für Details liefert Michael spannende Einblicke für alle, die Unterhaltung lieben.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Fortsetzung zu Oddworld: New'n'Tasy
- Oddworld Schöpfer Lorne Lanning in Produktion involviert
- Playstation Plus Abonnenten und PS5 Besitzer spielen gratis
Mehr als zwei Jahrzehnte, nachdem in Oddworld: Abes Oddysse, der Titelspendende Held zum ersten Mal über die Bildschirme huschte erscheint nun endlich die richtige Fortsetzung. Nun werden einige Leser verwundert den Kopf schütteln und sagen aber es gibt doch schon Fortsetzungen innerhalb des Oddworld-Franchise. Ja, die gibt es. Doch mit Oddworld: Soulstorm erscheint nun endlich die Fortsetzung die sich der Schöpfer, Lorne Lanning immer vorgestellt hat. Also im Grunde der „Lanning Cut“ wenn man so will.
Ob sich die lange Wartezeit auf Oddworld: Soulstorm gelohnt hat erfahrt ihr in unserer Review.
Wie bereits eingehend erwähnt, startete Abes Reise mit Oddworld: Abes Oddysse im Jahr 1997 auf der Playstation1. Damals wurde er ungewollt zum Helden und Anführer einer ganzen Mudokon Revolution. Der ursprüngliche Klassiker erhielt 2014 mit Oddworld: New ‚n‘ Tasty ein Remake der extra Klasse spendiert. Dieses sollte auch der Beginn eines Neustarts für Oddworld werden und der erste Schritt in Richtung Pentalogie (Fünfteiler).
Mit Oddworld: Soulstorm ist nun das zweite Spiel erschienen
Die Side-Scrolling-Aktion die man von Abes Abenteuer gewohnt ist bleibt auch bestehen. Doch die Tage der Übergänge zwischen den einzelnen Bildschirmen sind gezählt. Stattdessen ist die 2,9D Welt von Soulstorm richtig belebt und sieht umwerfend schön aus. Egal ob die detaillierten Kulissen, Mudokons oder die Bösewichte an sich, alles in Oddworld: Soulstorm fühlt sich lebendig an. Unser Leben hingegen ist in ständiger Gefahr und wird einige male auf brutalste Art und Weise ausgelöscht.
Auch das Gameplay hat sich nicht übermäßig geändert und viele klassische Elemente finden sich auch in Soulstorm wieder. Durch engere Gebiete rollen, an Feinden vorbeischleichen und chanten um mit Gegenständen interagieren zu können steht nach wie vor an der Tagesordnung. Allerdings beherrschen wir nun auch einen Doppelsprung um über weitere Abgründe zu gelangen. Es wäre natürlich kein richtiges Oddworld Spiel, wenn man nicht auch Besitz von unseren Feinden ergreifen könnte. Ob wir diese dazu verwenden um andere Gegner auszuschalten oder weit entfernte Hebel zu betätigen, dass bleibt uns überlassen. Im Vergleich zu früheren Titel der Reihe, fühlt sich aber alles viel flüssiger an.
Crafting Lite gibt uns neue Möglichkeiten
Eine nicht ganz unwichtige Neuerung im Gameplay gibt es allerdings. Oddworld-Erfinder Lorne Lanning bezeichnet diese selbst als „Crafting-Lite“. Wir können nun im Laufe des Spiels Gegenstände wie Klebeband, Batterien, leere Flaschen oder Waschmittel dazu verwenden hilfreiche Gimmicks herzustellen. Unteranderem Betäubungsminen oder Rauchwolken die uns vor den gegnerischen Blicken verhüllen. Ebenso können wir Gegner nun optional mit Klebeband fesseln oder sie mit brennbarer Flüssigkeit übergießen und in offene Feuerstellen laufen lassen. Zwar sind diese Crafting Möglichkeiten weitegehend optional, können aber so manch knifflige Situation für uns entscheiden.
Beim Durchqueren der Levels sammeln wir auch Quarma, die Oddworld Variante von Karma. Unser Quarma wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst unteranderem auch davon wie viele Mudokons wir in die Freiheit führen. Oder eben wie viele uns bei der Flucht abhanden kommen oder getötet werden. Ebenso wie seine Vorgänger, schafft auch Oddworld: Soulstorm es, Schuldgefühle in einem zu wecken wenn die Zahl der Verluste zu groß wird. Nicht nur wir bekommen diese Auswirkungen zu spüren. Denn unser erzieltes Quarma wirkt sich auch auf die möglichen Enden des Spieles aus. Vier verschiedene Enden gibt es in Oddworld: Soulstorm zu sehen. Je nachdem wie wir uns schlagen.
Großartige Inszenierung
Von den Kinoreifen Filmsequenzen bis hin zu den dynamischen Perspektivwechsel, die uns Abe sogar in an Crash Bandicoot Manier präsentieren, weiß Oddworld: Soulstorm von Anfang an zu begeistern. Animationen und Lichteffekte können sich sehen lassen, auch wenn man ehrlich sagen muss, dass die Texturen ab und an grob wirken. Eine bessere Einbindung des DualSense Controller der PS5 wäre wünschenswert gewesen. Da jedoch außer Astro‘s Playroom noch kaum ein PS5 Spiel die Möglichkeiten wirklich nutzt ist es gerade Jammern auf hohen Niveau.
Störende Bugs
Bereits im Vorfeld gab Publisher Oddworld Inhabitants bekannt, dass es noch zwei Bugs gäbe, die jedoch ASAP ausgebügelt werden sollen. Einer davon lässt Abe nach einem Sturz einfrieren und bewegen ist nicht mehr möglich. Die einzige Möglichkeit, dies zu beheben, bestand darin, das Spiel zu beenden und es erneut zu laden Das zweite Problem scheint PS4/PS4 Pro spezifisch zu sein. Dieses sorgt dafür, dass man direkt ins PS4 Hauptmenü zurück gelangt. Steigt man jedoch wieder ins Spiel ein, beginnt man am gleichen Punkt wie zuvor. Keiner der beiden Bugs sorgt jedoch für den Verlust von gespeicherten Dateien.
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Oddworld Inhabitants und Microids haben mit Oddworld: Soulstorm einen Titel erschaffen der in erster Linie langjährige Fans ansprechen wird. Diese werden sich auch sofort wie zu Hause fühlen und eine kleine Zeitreise zurück in die 90er Jahre erleben. Aber auch für alle die neu im Oddworld-Universum sind ist der Titel einen Blick Wert. Übrigens können PS5 Besitzer Oddworld: Soulstorm als Gratis April Spiel im Playstation Plus Abo erhalten.
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Fazit zu Oddworld: Soulstorm
Oddworld: Soulstorm ist die Fortsetzung eines Kultklassikers der nun endlich in seiner ursprünglich erdachten Form das Licht der Welt erblickt hat. Eine Filmreife Inszenierung gespickt mit einer guten Portion schwarzen Humors sorgen besonders bei Fans der ersten Stunde für Freudensprünge. Einige kleine Bugs trüben das Spielerlebnis noch. Doch das ist nichts was durch zukünftige Patches nicht gelöst werden könnte. Oddworld: Soulstorm macht Lust auf mehr aus dieser verrückten Welt.
Oddworld: Soulstorm ist seit 6. April für PC, Playstation 4 und Playstation 5 erhältlich.
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