Nintendo Switch: Holt euch eine, sonst habt ihr keine! – Lieferprobleme werden erwartet
Nintendo kämpft wie andere Branchen-Größen mit Lieferkettenproblemen bei der Switch. Das japanische Unternehmen erwartet "Chipknappheit".
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Kyoto, Japan – Wir kennen das Spiel schon: PS5 kaufen? Gibt es nicht. Nur ab und zu ein Drop mit ein paar tausend Konsolen. Gefühlt sind es ein paar Minuten, wenn ein Onlinehändler welche bekommen hat. Bei der Xbox Series X? Ab und zu eine „Sichtung“ bei einem Einzelhändler. Aber genauso so schnell wie sie da sind, sind sie auch wieder weg. Und die Nintendo Switch? Gab es die letzten Monate ausreichend. Bei der OLED-Version gab es seit dem Start immer wieder Wochen wo es schwieriger war eine zu bekommen. Aber nun erwartet sogar Nintendo selbst weniger Umsatz aufgrund der Lieferengpässe.
Nintendo schraubt seine Erwartungen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zurück. Immerhin reden wir von der aktuell am meisten verkauften Konsole vor Xbox Series X/S und PlayStation 5. Das japanische Videospiele-Unternehmen ist eben auch nicht gefeilt von der anhaltenden Halbleiter-Knappheit.
Wie Nikkei Asia berichtet plant Nintendo im aktuellen Geschäftsjahr rund 20 Millionen Nintendo Switch-Konsolen zu verkaufen. Immerhin 10 Prozent weniger als 2021, 30 Prozent weniger als 2020 – wo man satte 28,83 Millionen Einheiten verkaufte (als die Lite erschien).
Nintendo Switch ist seit 6 Jahren am Markt – Nachfrage blieb bisher solide
Am 3. März 2017 erschien die erste Standard-Version der Nintendo Switch. 2019 folgte die Lite. 2021 die OLED-Version. Das in Kyoto (Japan) ansässige Unternehmen würde gerne damit beginnen, die Produktion zu steigern, aber die anhaltende Chipknappheit und die Unterbrechungen der weltweiten Lieferkette werden die Produktion beeinträchtigen.

Die 3 verschiedenen Switch-Modelle: Standard (2017, bereits 2019 überarbeitet), OLED-Modell (2021) und Lite (2019). ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.com
In China, wo die Switch produziert wird, gibt es Covid-19-Ausbrüche. Die Sperrung in Shanghai wirkt sich auf Produktion und Lieferung von Teilen und Materialien massiv aus. Daher wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis auch die Nintendo Switch-Konsolenfamilie zum „seltenen Gut“ werden könnte. Ähnlich wie bei PS5 und Xbox Series X/S. Immerhin wurden 2021 über 23 Millionen Einheiten der Nintendo-Konsole hergestellt. Diese Summe wird man wohl 2022 nicht schaffen.
Nintendo Switch befindet sich mitten im Leben
Wer dachte das es bald eine neue Nintendo-Konsole geben wird, der irrt. Eine „Switch 2“ (oder so) wird es so bald nicht geben. Bis jetzt erhielten wir alle 2 Jahre eine neue Variante der Switch, vielleicht wird es auch 2023 eine Art „Pro-Variante“ geben, die zumindest für 4K-Fernseher geeigneter ist. Wie Shuntaro Furukawa, Nintendo-Präsident, letztes Jahr sagte, befand sich die Switch im Jahr 2021 „in der Mitte“ ihres Lebenszyklus.
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Das Unternehmen aus Kyoto versucht jedoch den Umsatzrückgang bei der Hardware durch Software-Verkäufe auszugleichen. Auch wenn der Nachfolger von The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf 2023 verschoben wurde, so wird Splatoon 3 einiges davon auffangen können. Auch Xenoblade Chronicles 3 ist quasi um die Ecke.
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Holt euch eine, sonst habt ihr keine! – Leider ein Satz der 2022 wohl auch immer wieder bei der Nintendo Switch gelten wird.
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