Gefälschte Nintendo-Artikel: Gemeinsame Klage mit Amazon
Aufgrund von 27 Markenrechtsverletzungen klagt Nintendo gemeinsam mit Amazon gegen Verkäufer von gefälschten Nintendo Produkten.
Manuel ... hat seit dem NES keine Nintendo-Konsole ausgelassen und so zahlreiche Spielereihen wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda oder Super Mario Kart von Anfang an erlebt. Im Laufe der Jahre haben jedoch auch Konsolen von Sega, Sony und Microsoft ihren Weg in sein Nintendo-Wohnzimmer gefunden. Für ihn ist jedes Videospiel ein eigenes Kunstwerk, das verstanden werden sollte – daher beschränkt sich seine Begeisterung nicht nur auf ein bestimmtes Genre.
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Nintendo hat mit Amazon eine gemeinsame Klage eingereicht, in welcher gegen Verkäufer vorgegangen wird, welche gefälschte Nintendo Produkte über die Plattform verkauft haben. Diese Klage ist bereits im Oktober 2023 erfolgt.
Gerichtet ist die Klage gegen Drittverkäufer, welche gefälschtes Nintendo Zubehör, darunter Amiibos und sogar Nintendo Module, im Wert von 2 Millionen US-Dollar verkauft hatten. Die Angeklagten hätten Vorladungen erhalten, haben sich aber nicht gemeldet, wie aus den Gerichtsdokumenten hervorgeht, wie Polygon.com berichtet. Die beiden klagenden Parteien haben deshalb ein Versäumnisurteil beantragt und streben damit einen Schadensersatz in Höhe von 7 Millionen US-Dollar an.
Wie kommt Nintendo auf diesen geforderten Betrag?
Aus den Gerichtsdokumenten geht ebenfalls hervor, dass insgesamt 27 Markenrechtsverletzungen von Nintendo entstanden sind. Der potenzielle, gesetzliche Schadensersatz liegt von mindestens 27.000 bis maximal 54 Millionen US-Dollar. Der geforderte Betrag von 7 Millionen US-Dollar setzt sich aus einer Verdreifachung des Gesamtumsatzes der gefälschten Nintendo Produkte zusammen. Dieser Betrag sei angemessen, konservativ und kommt ähnlichen Urteilen nahe.

Am 2. April 2025 möchte Nintendo die Switch 2 genauer vorstellen. – Bild: Nintendo
Nintendo klagt gerne – Nintendo verzeiht nicht
Nintendo ist bekannt dafür alles und jeden zu klagen, der es wagt dessen Produkte fälschen. Aufgrund der gewaltigen Menge an gefälschten Amiibos, Amiibo-Karten, Actionfiguren, Mini-Konsolen und Soundtracks ist es natürlich verständlich warum man mit solchen Urteilen, weitere potentielle Fälscher abschrecken möchte. Von Nintendo wird so ziemlich alles von Drittanbietern hergestellt. Sogar komplette Konsolen. Es wird aber mittlerweile auch schon gegen Emulator-Entwickler geklagt, dessen Machenschaften bisher nicht als illegal gegolten haben.
Nintendo geht generell sehr aggressiv gegen Hacker und Verletzter ihres Urheberrechtes vor. Mit jedem, der das Urheberrecht von Nintendo verletzt hat, ging die Firma ziemlich hart ins Gericht. Seien es Influencer, Modder, ROM-Seiten, aber auch nur YouTube-Channel, welche Nintendo Musik hochgeladen hatten.
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Es ist klar, dass Nintendo mit einer so brutalen Vorgehensweise viele Täter abschreckt. Dennoch sollte Nintendo manchmal etwas Milde walten lassen. Denn mit der Schließung des Nintendo 3DS und Nintendo Wii U eShops sind viele klassische Videospiele in keiner modernen Form spielbar. Nintendo sollte in Betracht ziehen, dessen Angebot einfach Mal zu erweitern. Videospiele gäbe es von ihnen mehr als genug.
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