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Artikel von René Nikel +
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Noch vor wenigen Jahren galt vor allem die Leistung neuer Konsolen als großes Thema. Inzwischen könnte jedoch ein ganz anderer Faktor darüber entscheiden, wie teuer die nächste Konsolengeneration wird. Ausgerechnet der KI-Boom sorgt derzeit für eine enorme Nachfrage nach modernen Chips und Speichermodulen.

Wie die Financial Times berichtet, kämpfen Hersteller zunehmend um wichtige Komponenten, da immer mehr Kapazitäten für Rechenzentren und KI-Systeme reserviert werden. Davon betroffen sind nicht nur Unternehmen wie Nvidia oder Microsoft, sondern langfristig auch klassische Unterhaltungselektronik.

Für Gamer klingt das zunächst vielleicht weit entfernt. Schließlich haben PlayStation, Xbox und Nintendo auf den ersten Blick wenig mit Künstlicher Intelligenz zu tun. Doch moderne Konsolen benötigen ebenfalls leistungsfähige Chips und schnellen Speicher. Genau diese Komponenten stehen derzeit besonders stark unter Druck.

Der Kampf um Chips wird immer härter

Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach KI-Hardware in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig warnen mehrere Hersteller bereits vor anhaltenden Engpässen und steigenden Kosten.

Besonders problematisch ist, dass viele Produktionskapazitäten inzwischen für besonders lukrative KI-Chips verwendet werden. Da sich mit Hardware für Rechenzentren deutlich mehr Geld verdienen lässt, geraten andere Bereiche zunehmend unter Druck. Auch die Preise für Speicherbausteine sind zuletzt deutlich gestiegen.

Die Auswirkungen sind bereits außerhalb der Gaming-Welt zu spüren. Apple hat beispielsweise angekündigt, steigende Komponentenpreise künftig nicht mehr vollständig selbst abzufangen. Höhere Preise für Verbraucher gelten inzwischen als kaum vermeidbar.

Noch gibt es keine konkreten Preise für PS6 oder die nächste Xbox. Der zunehmende Wettbewerb um Chips könnte zukünftige Konsolen jedoch langfristig beeinflussen.

Xbox Controller – Bild: Tima Miroshnichenko / Pexels

Was bedeutet das für PS6 und die nächste Xbox?

Noch gibt es keinerlei Hinweise auf konkrete Preise für Sonys nächste PlayStation oder eine neue Xbox. Dennoch halten mehrere Beobachter steigende Kosten für durchaus realistisch. Außerdem verweist die Financial Times darauf, dass die zunehmende Konkurrenz um Komponenten langfristig auch Nintendo und Sony treffen könnte.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die PS6 plötzlich 1000 Euro kosten wird. Bis zur Veröffentlichung der nächsten Konsolengeneration dürften noch einige Jahre vergehen. In dieser Zeit können sich Produktionskosten und Lieferketten erneut verändern.

Trotzdem zeigt sich schon heute, dass moderne Hardware immer teurer wird. Selbst Grafikkarten und High-End-Prozessoren haben in den vergangenen Jahren deutlich höhere Preisregionen erreicht als noch zu Zeiten der PS4 oder Xbox One.

Mehr Leistung hat ihren Preis

Gleichzeitig steigen auch die Erwartungen der Gamer. Raytracing, KI-Upscaling und immer aufwendigere Games verlangen nach leistungsfähiger Hardware. Das macht die Entwicklung neuer Konsolen nicht einfacher.

Hinzu kommt, dass Sony, Microsoft und Nintendo ihre Geräte weiterhin zu attraktiven Preisen anbieten müssen. Zu hohe Kosten könnten viele Spieler abschrecken. Genau deshalb dürfte es spannend werden, welchen Weg die Hersteller in den kommenden Jahren einschlagen.

Fest steht allerdings schon heute, dass der KI-Boom nicht nur Rechenzentren und Grafikkarten betrifft. Langfristig könnten auch Gamer die Folgen zu spüren bekommen. Und das wäre vermutlich eine Entwicklung, auf die viele gerne verzichten würden.

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