Sony wollte nur Discs streichen, jetzt reden Politiker über PlayStation
Wahlkämpfe weltweit thematisieren Sonys Entscheidung, physische Spiele für PlayStation einzustellen. Auch die EU äußerte sich.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Inzwischen hat das Aus der physischen Spiele für PlayStation den Mainstream erreicht. Als Sony den Ausstieg aus der Disc-Produktion ab Anfang 2028 offiziell bekannt gab, gingen Fans auf die Barrikaden. Allein auf der Social-Media-Plattform X hat die Ankündigung über 170 Millionen Views erzielt – der Kommentarbereich ist jedoch alles andere als positiv gestimmt. In den USA griffen große Medienhäuser wie CNN oder NBC News das Thema ebenfalls auf und zeichneten dabei ebenfalls kein positives Bild für den Konsolenhersteller.
Nun dürften manche Politiker auf den Shitstorm aufmerksam geworden sein. „Auch Spielerinnen und Spieler haben Rechte“, verlautbarte der französische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon (via X). In Brasilien plädiert wiederum die Abgeordnete Jandira Feghali wenige Monate vor der Wahl für ein Gesetz, das Forderungen der Kampagne „Stop Killing Games“ für stärkere Eigentumsrechte bei Spielen umsetzen soll (via Push Square).
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Im lateinamerikanischen Land öffnete Sony erst vor zwei Jahren eine neue Disc-Manufaktur (via VGC). Damit könnten in Brasilien Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Eine weitere Abgeordnete, Erika Hilton, kündigte zudem eine Untersuchung gegen Sonys Plan an, nur noch digitale Spiele anzubieten (via gamingbolt).
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Keine physischen Spiele für PlayStation ab 2028 – EU-Kommission machtlos?
Manche richteten ihre Hoffnung auf mehr Käuferschutz nun in Richtung der EU. Immerhin verordnete die Europäische Kommission erst kürzlich Nintendo, die Switch 2 künftig nur mit austauschbaren Batterien auszuliefern (via VGC). Gegen die Beendigung der Disc-Produktion könne man allerdings nicht eingreifen. „Unternehmen steht es frei, Spiele und Dienste nach eigenem Ermessen anzubieten, sofern die Verbraucherrechte im Einklang mit nationalem Recht und EU-Recht umfassend geschützt sind“, hieß es von EU-Kommissar Michael McGrath (via Irish Mirror).
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Die Kommission dürfte erst bei einer Monopolstellung intervenieren. Genau davor sorgen sich manche Menschen. Denn sollte Sony keine Alternativen für ihre Blu-rays anbieten, könnte das den Gebrauchtmarkt sowie andere Händler ausschalten. Geht es nach einer neuen Studie, sind physische Spiele überwiegend günstiger als im digitalen PlayStation Store, in dem Sony die Preise selbst bestimmen kann (via GameRant).
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