Interner Xbox-Liebling eingestellt: Warum das heiß ersehnte MMO „Blackbird“ nie erscheinen wird
Xbox cancelt MMO "Blackbird" von ZeniMax, obwohl Phil Spencer begeistert war. Ein ehrgeiziges Projekt mit Sci-Fi-Welt, Third-Person-Gameplay und großem Potenzial.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Was passiert, wenn selbst Xbox-Chef Phil Spencer nicht aufhören kann zu spielen und das Projekt trotzdem gecancelt wird? Genau das ist nun bei Blackbird, einem geheim entwickelten MMO von ZeniMax Online Studios, geschehen. Trotz großer Ambitionen, interner Euphorie und prominenter Fans wurde das Spiel im Juli 2025 überraschend eingestellt.
Laut einem Bericht von Jason Schreier auf Bloomberg.com (hinter einer Paywall) war Spencer während eines Studio-Besuchs so gefesselt von der frühen Spielversion, dass Xbox-Präsident Matt Booty ihn auffordern musste, aufzuhören, damit das Meeting weitergehen konnte. Doch diese Begeisterung nutzte nichts: Im Zuge der konzernweiten Entlassungen bei Xbox fiel auch Blackbird dem Rotstift zum Opfer.
Und das, obwohl es sich um eine brandneue Sci-Fi-Marke mit großem Multiplayer-Fokus handelte. Das Spiel war als Third-Person-Looter-Shooter mit Koop-Fortschritt geplant, ähnlich wie Destiny, aber in einem neuen Universum. Ziel war eine Veröffentlichung im Jahr 2028.
Erdbeben bei ZeniMax: Game Director tritt zurück
Für ZeniMax Online Studios, bekannt durch The Elder Scrolls Online, war Blackbird mehr als nur ein weiteres Projekt. Es war ihr nächster großer Wurf, ein Prestigeobjekt mit viel Vorlauf und ehrgeiziger Roadmap. Die plötzliche Streichung war ein Schock, so sehr, dass Studio-Gründer Matt Firor noch am selben Tag zurücktrat.
ZeniMax spielte in den letzten Jahren eine Schlüsselrolle bei Microsofts Live-Service-Strategie, auch durch Unterstützung bei Fallout 76. Dieses neue MMO hätte dieses Fundament erweitern und Xbox eine neue Online-Marke geben sollen. Nun ist all das Geschichte. Die Frage nach dem „Warum?“ bleibt.
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Xbox setzt auf bereits erschienene Live-Service-Titel wie Fallout 76, anstatt neue Spiele zu veröffentlichen. – Bild: Bethesda
Ein stilles Ende für ein vielversprechendes Spiel
Microsoft hat sich zur Absage bisher nicht öffentlich geäußert. Doch der Fall zeigt deutlich, wie tiefgreifend die Sparmaßnahmen bei Xbox inzwischen sind. Wenn nicht einmal ein internes Lieblingsprojekt mit prominenter Rückendeckung sicher ist, kann offenbar jeder Titel betroffen sein.
Für viele Fans und Mitarbeitende bleibt nur Frust und die bittere Erkenntnis, dass auch Leidenschaft und Spielspaß an der Spitze der Konzernhierarchie kein Projekt retten können. Schade drum, wir werden es nie erfahren, warum Spencer so viel Spaß damit hatte. Angeblich soll der aktuelle Xbox-Chef auch mit dem Start der nächsten Konsolen-Generation den Hut ziehen.
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