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Artikel von Markus Bauer +
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Was passiert, wenn man die Entwickler von Call of Duty an Halo arbeiten lässt? Microsoft wollte das offenbar tatsächlich herausfinden. Sledgehammer Games soll im Juni 2026 einen ersten Multiplayer-Prototyp für die traditionsreiche Shooter-Marke entwickelt haben.

Weit kam das Projekt allerdings nicht. Bereits Anfang Juli soll der experimentelle Build wieder eingestellt worden sein. Das berichtet der Halo-YouTuber Rebs Gaming unter Berufung auf eine Quelle, die ihm zuvor bereits korrekte Informationen zu Halo: Campaign Evolved geliefert haben soll.

Sledgehammer testete offenbar nur die Grundlagen

Von einem nahezu fertigen Halo-Spiel kann keine Rede sein. Laut dem YouTuber befand sich der Prototyp lediglich in einer sehr frühen sogenannten Blockout-Phase. Dabei werden hauptsächlich grundlegende Mechaniken ausprobiert. Sledgehammer soll beispielsweise Bewegung und erste Gameplay-Grundlagen getestet haben. Große Karten, fertige Grafik oder umfangreiche Spielmodi waren zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht vorhanden.

Activision soll den Test sehr schnell wieder beendet haben. Damit hätte das Experiment nur wenige Wochen gedauert. Warum genau der Prototyp eingestellt wurde, ist nicht bekannt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Activision künftig definitiv die Finger von Halo lässt, wenn es so wirklich so passiert ist.

Microsoft soll weiterhin über Activision bei Halo nachdenken

Genau hier wird die Geschichte interessant. Laut der Quelle prüft Microsoft weiterhin, ob Activision bei zukünftigen Halo-Spielen unterstützen könnte. Eine entsprechende Zusammenarbeit sei bislang allerdings nicht freigegeben worden. Eine Zusammenarbeit wäre inzwischen zumindest organisatorisch möglich. Activision Blizzard gehört seit 2023 vollständig zu Microsoft. Damit befinden sich Call of Duty und Halo unter demselben Dach.

Sledgehammer Games verfügt gleichzeitig über reichlich Shooter-Erfahrung. Das Studio entwickelte unter anderem Call of Duty: WWII, Vanguard und Modern Warfare 3. Allesamt CoD-Spiele die bei mir nie über eine „7 von 10“ rübergekommen sind.

Halo wird ohnehin immer stärker ausgelagert

Der Bericht kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Halo Studios arbeitet offenbar längst nicht mehr ausschließlich mit eigenen Teams an der Marke. Auch bei Halo: Campaign Evolved waren zahlreiche externe Studios beteiligt. Rebs Gaming behauptet sogar, dass insgesamt rund „15 Support-Teams“ an der Neuauflage mitgearbeitet hätten. Auch zukünftige Halo-Projekte könnten verstärkt auf externe Entwickler setzen.

Ganz ungewöhnlich wäre diese Strategie nicht. Große AAA-Spiele entstehen heute häufig mit Unterstützung zahlreicher Studios, die beispielsweise Animationen, Artworks, Technik oder einzelne Gameplay-Bereiche übernehmen. Die spannende Frage lautet vielmehr, wie weit Microsoft dabei gehen möchte. Ein Call of Duty-Studio, das nicht nur unterstützt, sondern einen eigenen Halo-Multiplayer entwickelt, wäre noch einmal eine andere Größenordnung.

Gerade beim Multiplayer gibt es aktuell eine auffällige Lücke. Halo: Campaign Evolved konzentriert sich vollständig auf die Kampagne und Koop. Ein klassischer kompetitiver Mehrspieler-Modus fehlt. Angeblich wurde das letzte Halo-Multiplayer-Projekt nach Jahren eingestellt. Auch ein Halo-MMO soll zumindest angedacht gewesen sein.

Die vielleicht spannendste Information ist vielleicht nicht, dass Microsoft den Prototyp des CoD-Studios beendet hat. Es ist die Tatsache, dass ein CoD-Studio offenbar überhaupt an Halo arbeiten durfte.

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