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Artikel von Markus Bauer +
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Die bisher ausgelieferten GTA 6-Testversionen besitzen offenbar doch keine sichtbaren Wasserzeichen mit den Namen der jeweiligen Journalisten. Genau diese Geschichte machte in den vergangenen Tagen die Runde. Nun widersprechen gleich zwei bekannte Insider: NateTheHate und Tom Henderson erklären unabhängig voneinander, dass die Behauptung nach ihren Informationen nicht stimmt.

NateTheHate reagierte direkt auf Internet-Berichte (via X.com) und schrieb:

Meinem Wissen nach ist das nicht korrekt. Review-Exemplare von Grand Theft Auto 6 sind nicht mit Wasserzeichen versehen.

Kurz darauf meldete sich auch Henderson, ebenfalls via X.com. Er hatte zunächst erklärt, dass solche Sicherheitsmaßnahmen bei Review-Versionen grundsätzlich nichts Ungewöhnliches wären. Bei Preview-Versionen kann ich das auch nachvollziehen, aber bei einem fertigen Spiel ein paar Wochen vor Release? Nach weiteren Nachforschungen korrigierte Henderson die Geschichte.

Es stellt sich heraus, dass die Sache mit dem Wasserzeichen nach etwas Graben nicht einmal wahr ist. Sie haben allerdings einige absolut verrückte Sicherheitsmaßnahmen am Laufen.

GTA 6 ist bereits bei ausgewählten Testern

Was genau Henderson mit diesen Sicherheitsmaßnahmen meint, verrät er nicht. Rockstar Games selbst hat sich weder zu Wasserzeichen noch zu anderen Schutzmechanismen öffentlich geäußert. Ich kann die Geschichte an dieser Stelle noch nicht verifizieren, weil wir noch keine Test-Version erhalten haben. Auf jeden Fall wissen wir, dass die Tests erst einen Tag VOR Release, also am 18. November veröffentlicht werden dürfen.

Dass Testversionen überhaupt im Umlauf sind, gilt inzwischen als deutlich besser abgesichert. Damit haben einige Tester ungefähr drei Wochen Zeit für das wahrscheinlich größte Spiel des Jahres.

Auf DailyGame hatten wir bereits vor zwei Wochen darüber berichtet, dass GTA 6 noch vor Ende Oktober an Journalisten gehen soll. Damals war noch offen, welche Sicherheitsmaßnahmen Rockstar dabei einsetzen würde.

Grand Theft Auto VI (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series. - Bild: Rockstar Games

Grand Theft Auto VI (GTA 6) erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series. – Bild: Rockstar Games

Woher kam die Geschichte mit den Wasserzeichen?

Die ursprüngliche Behauptung stammte vom Content Creator ManaByte. Demnach sollte der Name des jeweiligen Testers während des Spielens immer wieder über den Bildschirm wandern. Falls jemand Material veröffentlicht hätte, hätte Rockstar dadurch sofort feststellen können, welche Testversion die Quelle des Leaks war.

Teilweise war sogar von einem transparenten Raster aus Namen die Rede, das sich nur schwer aus Videos entfernen ließe.

Genau dieser Teil der Geschichte scheint nun falsch zu sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass Rockstar seine Testversionen einfach ungeschützt verteilt. Henderson spricht ausdrücklich von ungewöhnlich umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen. Wie diese funktionieren, bleibt bislang geheim. Möglichkeiten gäbe es viele, von individuell registrierten Accounts über Telemetrie bis hin zu unsichtbaren Identifikationsmerkmalen. Für keine dieser Methoden gibt es aktuell allerdings eine Bestätigung.

Die ersten Tests zu GTA 6 gehen erst am 18. November online, also einen Tag vor Release. - Bild: Rockstar Games

Die ersten Tests zu GTA 6 gehen erst am 18. November online, also einen Tag vor Release. – Bild: Rockstar Games

Rockstar hat allen Grund, GTA 6 besonders streng zu schützen

Kaum ein anderes Spiel wurde während seiner Entwicklung so häufig mit Leaks konfrontiert. 2022 gelangten erstmals mehr als 90 Videos einer frühen Entwicklungsversion ins Netz. In diesem Jahr folgten weitere Leaks, darunter rund 25 Minuten Gameplay von Cyberleek.

Interne Unterlagen zeigen außerdem, wie streng Rockstar inzwischen mit vertraulichen Informationen umgeht. Besucher müssen NDAs unterschreiben, externe Speichergeräte sind verboten und private Geräte dürfen nicht mit internen Systemen verbunden werden. Für mögliche Leaks beschäftigt Rockstar sogar ein eigenes Untersuchungsteam.

Genau deshalb klang die Geschichte mit den eingeblendeten Namen zunächst durchaus glaubwürdig.

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