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Artikel von Tim Rantzau +
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Kaum ein Videospiel wird derzeit so heiß erwartet wie GTA 6. Doch in Australien sorgt das Open-World-Spiel schon Monate vor dem Release für politische Diskussionen. Ein Lokalpolitiker hat einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht: Wer Grand Theft Auto 6 kaufen möchte, soll zuvor einen gültigen Führerschein besitzen. Die Idee stößt im Internet auf viel Kritik und Spott.

Hintergrund ist die Sorge, dass das Spiel riskantes Fahrverhalten verherrlichen könnte. Der Politiker argumentiert, ein Führerschein würde zumindest sicherstellen, dass Käufer die Verkehrsregeln kennen und verantwortungsvoll mit den dargestellten Inhalten umgehen können. Einen konkreten Gesetzesentwurf gibt es bislang allerdings nicht. Der Vorschlag wurde vielmehr als politische Forderung in die öffentliche Debatte eingebracht.

Spieler reagieren mit Unverständnis

In den sozialen Netzwerken ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten. Viele Nutzer halten den Vorschlag für realitätsfern und weisen darauf hin, dass GTA 6 ein fiktives Videospiel ist. Andere machen sich darüber lustig und fragen, ob man künftig auch einen Waffenschein für Shooter oder einen Pilotenschein für Flugsimulationen benötige.

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Kritiker sehen außerdem praktische Probleme. Ein Führerschein ist in Australien – wie in vielen anderen Ländern – kein verpflichtendes Dokument. Wer in einer Großstadt lebt und öffentliche Verkehrsmittel nutzt, besitzt häufig gar keinen. Diese Personen wären von einem möglichen Verkaufsverbot betroffen, obwohl sie volljährig sind.

Umsetzung gilt als äußerst unwahrscheinlich

Dass der Vorschlag tatsächlich umgesetzt wird, gilt derzeit als sehr unwahrscheinlich. Für den Verkauf von Videospielen existieren in Australien bereits klare Altersfreigaben, die den Zugang zu Spielen mit Inhalten für Erwachsene regeln. GTA 6 dürfte – wie seine Vorgänger – eine Freigabe ausschließlich für Erwachsene erhalten.

Ein zusätzlicher Nachweis wie ein Führerschein wäre rechtlich und organisatorisch ein völlig neuer Ansatz und würde erhebliche Fragen hinsichtlich der Gleichbehandlung und Durchsetzbarkeit aufwerfen. Entsprechend sehen viele Beobachter den Vorstoß eher als symbolische Forderung denn als realistische politische Maßnahme.

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Unabhängig davon zeigt die Debatte einmal mehr, welche Aufmerksamkeit GTA 6 bereits Monate vor seiner Veröffentlichung auf sich zieht. Während sich Fans auf den Release vorbereiten, sorgen selbst ungewöhnliche politische Vorschläge rund um das Spiel weltweit für Schlagzeilen. Ob der Vorstoß in Australien jemals über eine Diskussion hinausgeht, bleibt jedoch mehr als fraglich.

In Russland soll das Spiel generell nicht gespielt werden können. Das ist aber keine wirkliche Überraschung.

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