Ehemaliger PlayStation-Chef äußert sich zum Preis der Switch 2
Shawn Layden hat ein überraschendes Statement zum Preis der Switch 2 abgegeben.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
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Jetzt hat sich auch der ehemalige PlayStation-Chef Shawn Layden in die Debatte rund um die Preise von Switch 2 Spielen eingeschaltet. Zumindest in der Fan-Community sorgt die neue Preispolitik von Nintendo für ganz schön viel Aufregung – immerhin hat zuvor noch kein reguläres Nintendo-Game 80 US-Dollar gekostet, geschweige denn 90 Euro in Europa. Die physische Version von Mario Kart World soll hierzulande am teuersten werden. Layden sieht die Preiserhöhung aber als gerechtfertigt.
Rechne man die Inflation mit ein, seien Games nämlich heute billiger als noch 1999, wie er in einem Gespräch mit PlayerDrive argumentiert (via VGC). Publisher hätten es versäumt, entsprechend darauf zu reagieren. “Wahrscheinlich hätten sie in jeder Generation eine Software-Preiserhöhung von 5 Dollar einführen sollen”, um daraus eine “Gewohnheit” zu machen, so Layden. “Dann wären wir jetzt schon bei 90 Dollar angelangt.”
Für den Ex-PlayStation–Chef seien die Marken von Nintendo jedenfalls stark genug, um diesen ersten Preisschock zu dämpfen. „Kürzlich ging es auf 70 zu und die Leute drehten durch. Ich glaube, Nintendo zieht das Pflaster ab und sagt: ‚Sieht aus, als würde ein Flaggschiff-Spiel auf der neuen Plattform 80 Dollar kosten.’” Sei Switch 2 die einzige Möglichkeit, Mario zu spielen, “dann zückt man die Geldbörse und kauft sie.”
Shawn Layden sieht die Videospielindustrie kritisch
Layden war ab 2014 der Chef von Sony Interactive Entertainment America und damit maßgeblich an der Marketing-Strategie für die PlayStation 4 beteiligt. 2019 hat er das Unternehmen verlassen und gab seitdem häufig Interviews zur Lage der Industrie.
Im vergangenen Jahr etwa bemängelte er die hohen Entwicklungskosten von AAA-Spielen (via gamesindustry.biz). “Heute liegen die Einstiegskosten für die Entwicklung eines AAA-Spiels im dreistelligen Millionenbereich. Ich denke, dass die Risikotoleranz natürlich sinkt.” Daraus resultiere ein Mangel an Kreativität. “In der Spielebranche gibt es Call of Duty, Grand Theft Auto, Indie-Projekte. Aber der Mittelteil, die mittlere Schicht, mit Interplay, Gremlin, Ocean, THQ […] ist verschwunden.”
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Seit 2022 arbeitet Layden als strategischer Berater für das chinesische Tencent Games.
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