DOOM: The Dark Ages – Hat sich der neue Shooter von Bethesda als Flop entpuppt?
Bethesda nennt 3 Millionen Spieler für DOOM: The Dark Ages - doch nur 800.000 haben es wirklich gekauft. Was steckt hinter der Diskrepanz?
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Bethesda feierte kürzlich einen vermeintlichen Meilenstein: 3 Millionen Spieler hätten den neuen Shooter DOOM: The Dark Ages bereits ausprobiert. Doch was auf den ersten Blick wie ein riesiger Erfolg klingt, entpuppt sich laut aktuellen Analystenzahlen als fragwürdige PR-Strategie.
Denn von den genannten 3 Millionen Spielern haben laut dem Analyseunternehmen Alinea Analytics nur etwa 800.000 das Spiel tatsächlich gekauft. Der Rest – rund 2,2 Millionen Spieler – greift über den Xbox Game Pass auf den Titel zu. Ist das neue DOOM damit gefloppt?
Wie oft verkaufte sich DOOM: The Dark Ages wirklich?
Die Verkaufszahlen wirken auf den ersten Blick nicht schlecht, aber: Es handelt sich um einen AAA-Titel, veröffentlicht unter dem bekannten DOOM-Franchise, mit Unterstützung von Bethesda, id Software und Microsoft. Für ein solches Schwergewicht sind 800.000 Verkäufe eher enttäuschend.
Laut Richard Lindner von Alinea Analytics (via LinkedIn) teilen sich diese Käufe wie folgt auf:
- 200.000 Verkäufe auf PlayStation 5
- 200.000 Verkäufe auf Xbox
- 400.000 Verkäufe über Steam
Analysten zweifeln an der Erfolgsmeldung
Ein zweites Analyseunternehmen, Ampere, liefert leicht abweichende Zahlen (via 80.lv): Demnach seien 500.000 Spieler auf PS5 aktiv, über 2 Millionen auf Xbox – wobei hier sowohl Game-Pass-Nutzer als auch Käufer auf der Microsoft-Plattform gemeint sind.
Conclusio? Beide Analysen bestätigen jedoch den zentralen Punkt: Der Großteil der Spieler hat DOOM: The Dark Ages nicht gekauft. Das weckt Erinnerungen an ähnliche PR-Aktionen, etwa bei Assassin’s Creed Shadows, wo statt Verkaufszahlen nur Spielerzahlen genannt wurden – was in der Community häufig als Beschönigung eines Flops interpretiert wird.
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Was bedeutet das für DOOM und den Game Pass?
Für den Xbox Game Pass ist die Entwicklung zweifellos ein Erfolg: Millionen Spieler können neue Titel ausprobieren, ohne den vollen Preis zu zahlen – ein Modell, das vor allem bei teuren AAA-Spielen attraktiv ist.
Für Entwickler und Publisher stellt sich aber die Frage, ob sich solche Spiele noch amortisieren, wenn die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eine Aussage von Phil Spencer dazu: „Der Xbox Game Pass ist sehr nachhaltig.“ – Diese Aussage stammt zwar aus dem Jahr 2021, aber der Xbox-Chef wird es nicht ohne Grund gesagt haben.
In Sachen Verkaufszahlen ist es für DOOM: The Dark Ages wohl nicht rosig bestellt, aber wenn man sich die Spielerzahlen im XGP ansieht, dann hat der Köder gewirkt.
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