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PlayStation: “Call of Duty-Übernahme” könnte Konsolenwechsel bedeuten

Anfang diesen Jahres gab Microsoft bekannt, dass sie den Publisher Activision-Blizzard (Call of Duty, World of Warcraft u. v. m.) aufkaufen möchten. Aus einem neuen Dokument geht hervor, dass Sony fürchtet, Spieler könnten die Konsole wechseln, sollte der Deal durchgehen.

Ein Soldat aus Call of Duty nebst Sony-Logo

Brasilien – Der Versuch Microsofts, den milliardenschweren Publisher Activision-Blizzard zu übernehmen, ist komplex! So müssen auch Wettbewerbsbehörden aus aller Welt ihr Einverständnis geben. Die brasilianische Behörde veröffentlichte nun alle Fragen, die sie Sony stellten, sowie Sonys Antworten. Zu Call of Duty hat Sony interessante Ansichten puncto Exklusivität zwischen PlayStation (PS5, PS4) und Xbox (Xbox Series X/S, Xbox One).

Brisante Antworten seitens Sony

Call of Duty als “Alleinstellungsmerkmal”? So meint Sony, dass es für die Call of Duty-Reihe “keine direkte Konkurrenz” gibt. “Call of Duty sei so beliebt, dass es die Wahl der Konsole beeinflusst.” Außerdem sei die “Call of Duty-Community so loyal, dass sie kein Konkurrenz-Produkt mit ähnlichem Entwicklungsbudget kaufen würde.”

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Um ihr Argument zu untermauern, fügt Sony hinzu, dass Call of Duty jährlich mehrere hundert Millionen Dollar Produktionskosten verbrauche und ungefähr 1200 Mitarbeiter direkt an der Entwicklung beteiligt seien. “Deshalb hat Call of Duty mehr Entwickler als die meisten Spielefirmen […] inklusive Triple A-Entwicklern.”

Weiter sagt Sony: “Kein anderer Entwickler kann das selbe Niveau an Ressourcen und Erfahrung bieten. Und selbst wenn, Call of Duty ist so etabliert, so das kein Konkurrent – sei er noch so relevant – mithalten kann.”

Sony verweist außerdem auf die Verkaufszahlen von Call of Duty: Vanguard (2021). Dieser Serienableger konnte zwar nicht mit den Verkaufszahlen der letzten Titel mithalten, war aber trotzdem erfolgreicher als die meisten anderen Spiele.

Call of Duty: Vanguard im Test. - (C) Activision

Call of Duty: Vanguard war sicherlich nicht das beste Spiel der Serie die letzten Jahre, aber die Verkaufszahlen sind trotzdem extrem hoch. – (C) Activision

Andere Publisher sehen durchaus Konkurrenz: Nebst Sony wurden auch andere Unternehmen von der brasilianischen Wettbewerbsbehörde befragt. Der Publisher Bandai Namco sagt, es gebe durchaus Konkurrenz für die Shooter-Reihe, die sogar immer größer und stärker werde. Er nennt Battlefield, Valorant und Destiny als Beispiele. Auch Riot Games sieht das ähnlich und zählt Apex Legends, Rainbow Six, Battlefield und viele mehr als Konkurrenten auf.

Noch behält Sony Exklusivrechte für Call of Duty

Sony hat noch für die nächsten drei Cod-Ableger (inklusive dem neuen Modern Warfare 2) Exklusivrechte. Diese zeigen sich zum Beispiel durch zeitexklusive Inhalte. Sollte nun Microsoft mit der Activision-Übernahme Erfolg haben, so würde es auf der Xbox von dort an Exklusivrechte geben. Dass Call of Duty in Zukunft nicht mehr auf Sonys Konsolen veröffentlicht wird, schlug Phil Spencer von Microsoft Anfang 2022 aus.

Sollten Wettbewerbsbehörden Sonys Argumentation glauben, würde das der von Microsoft geplanten Übernahme Probleme bereiten.

Warum ist das so wichtig? Brasilien ist eine der Regionen, die der Übernahme zustimmen muss, um zu verhindern, dass die Übernahme von Activision-Blizzard durch Microsoft scheitert. Da die Regierung des Landes in solchen Dingen transparent ist, wurden Sonys Antworten und wie besorgt sie über die Übernahme sind, online geteilt.

Sony scheint sich Sorgen zu machen, dass Call of Duty irgendwann einmal eine Xbox-Exklusivmarke wird. Dadurch könnte die Plattform PlayStation viele Spieler verlieren, die zu Xbox “umziehen” könnten. Microsoft sieht das natürlich anders, wie ein Statement aus Neuseeland zeigt.

Quellen: Resetera, Video Game Chronicle

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