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Artikel von Markus Bauer +
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Die nächste schlechte Nachricht für Beschäftigte der Spielebranche kommt gleich im Doppelpack. Bei Supermassive Games, bekannt für Until Dawn, The Quarry und The Dark Pictures, sollen inzwischen mehr als 70 Mitarbeiter ihre Stelle verloren haben. Fast gleichzeitig bestätigen erste Beschäftigte von Ninja Theory ihren Abgang. Beim Hellblade-Entwickler ist die Situation noch ernster, denn Microsoft hat bereits ein Verfahren für eine mögliche Schließung eingeleitet.

Die beiden Fälle hängen nicht miteinander zusammen, zeigen aber, dass die Entlassungswelle der vergangenen Jahre auch 2026 längst nicht vorbei ist. Die aktuellen Meldungen gehen auf Berichte von Insider Gaming und VGC sowie öffentliche Beiträge betroffener Mitarbeiter zurück.

Supermassive Games verliert mehr als 70 Mitarbeiter

Bei Supermassive kommt die aktuelle Kündigungsrunde nicht überraschend. Das Studio hatte bereits am 11. August 2026 offiziell angekündigt, ein Konsultationsverfahren zu beginnen, das zum Verlust von bis zu 75 Stellen führen könnte. Der Entwickler beschreibt diesen Schritt als notwendig, um die langfristige wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu sichern. Nun scheint das Verfahren weitgehend abgeschlossen zu sein. Laut Insider Gaming berichten ehemalige Mitarbeiter aus Entwicklung, Art, Produktion und Management von ihren Entlassungen.

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Zu den Betroffenen gehört dem Bericht zufolge auch Frank Tindle, der 16 Jahre bei Supermassive tätig war und zuletzt als IT and Facilities Director zur Führungsebene gehörte. Eine endgültige offizielle Zahl hat das Studio bislang nicht veröffentlicht.

Für Supermassive ist es bereits die dritte größere Stellenreduzierung innerhalb weniger Jahre. Anfang 2024 wurden rund 90 Stellen abgebaut. Im Juli 2025 folgte ein weiteres Konsultationsverfahren für bis zu 36 Beschäftigte. Damals wurde gleichzeitig Directive 8020 auf 2026 verschoben.  Seit 2024 summieren sich die angekündigten beziehungsweise berichteten Stellenverluste bei Supermassive damit auf eine Größenordnung von fast 200 Jobs.

Directive 8020 ist für Genre-Fans ein echtes Highlight. Den großen Markt dürften die Entwickler allerdings nicht erreicht haben. - Bild: Supermassive Games

Directive 8020 ist für Genre-Fans ein echtes Highlight. Den großen Markt dürften die Entwickler allerdings nicht erreicht haben. – Bild: Supermassive Games

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Bei Ninja Theory beginnen die Entlassungen jetzt tatsächlich

Noch ungewisser ist die Zukunft von Ninja Theory. Mehrere Mitarbeiter des Hellblade-Studios haben inzwischen öffentlich mitgeteilt, dass sie das Unternehmen verlassen oder ihre Stelle von einer Kündigung bedroht ist. VGC nennt Beschäftigte aus Gameplay-Programmierung, Art, Sound, Performance Capture und technischen Bereichen. Eine Gesamtzahl gibt es derzeit nicht.

Die Entwicklung kommt nur zwei Wochen nach der jüngsten großen Xbox-Umstrukturierung. Microsoft hatte am 22. September bestätigt, dass zwei separate Vereinbarungen für das britische Studio gescheitert seien. Daraufhin begann Xbox ein Konsultationsverfahren über eine mögliche Schließung des Studios. Gleichzeitig erklärte Microsoft, weiterhin andere Wege für Ninja Theory prüfen zu wollen.

Bemerkenswert ist, wie schnell sich die Situation verschlechtert hat. Noch Anfang Juli klang Microsoft deutlich optimistischer. Damals erklärte Xbox offiziell, Ninja Theory und Undead Labs hätten Vereinbarungen getroffen, um unter neue Eigentümer zu wechseln. Für Ninja Theory sollte dabei sogar eine Finanzierung zur Fertigstellung und Weiterentwicklung von Senua vorgesehen sein. Undead Labs gelang dieser Schritt später tatsächlich. Bei Ninja Theory scheiterten hingegen zwei separate Vereinbarungen.

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