Xbox räumt ein: Game Pass ist zu teuer geworden – jetzt könnte sich alles ändern
Ein geleaktes Memo von Xbox-Chefin Asha Sharma trifft einen wunden Punkt. Microsoft will das Problem offenbar selbst angehen und Spieler fühlen sich bestätigt.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der Xbox Game Pass galt lange als das stärkste Abo im Gaming. Für viele war der Dienst fast schon ein Selbstläufer: zahlen, downloaden, losspielen. Doch genau dieses Gefühl scheint bei Microsoft selbst gekippt zu sein. In einem geleakten internen Memo, über das The Verge berichtet, schreibt Xbox-Chefin Asha Sharma offen, dass der Game Pass „zu teuer für Spieler geworden“ sei und Microsoft eine „bessere Wertgleichung“ brauche. Ein Gefühl das sich bei vielen Spielern bestätigt.
Laut dem Bericht soll Sharma intern betont haben, dass Game Pass zwar weiter zentral für Xbox bleibe, das aktuelle Modell aber nicht die endgültige Form des Dienstes sei. Kurzfristig müsse Microsoft auf die Preisfrage reagieren, langfristig wolle man den Service flexibler machen. Konkrete Änderungen wurden noch nicht genannt, aber die Richtung ist klar: So wie jetzt soll es offenbar nicht bleiben.
Gerade das dürfte vielen Spielern bekannt vorkommen. Seit den letzten Preiserhöhungen hat der Dienst spürbar an Leichtigkeit verloren. Der Xbox Game Pass Ultimate inzwischen bei 26,99 Euro pro Monat liegt und Microsoft den Preis unter anderem mit mehr Day-One-Spielen und großen Marken wie Call of Duty (das bereits laut Gerüchten außen vor gelassen werden soll) rechtfertigt. Trotzdem wirkt es so, als ob selbst intern angekommen ist, dass die Grenze für viele erreicht oder schon überschritten wurde.
Die Reaktionen zeigen, wie groß der Frust wirklich ist
Auf Reddit fällt die Reaktion entsprechend heftig aus. Besonders oft wird genannt, dass die Preissteigerungen in Ländern wie Brasilien und der Türkei für viele Spieler praktisch das Aus bedeuteten. In einem viel beachteten Kommentar heißt es, der Preis für Ultimate habe sich in Brasilien „buchstäblich über Nacht verdoppelt“. Andere schreiben, dass in ihrem Freundeskreis danach niemand mehr abonnierte. Diese Kommentare sind zwar persönliche Erfahrungsberichte, zeigen aber ziemlich deutlich, wie emotional das Thema inzwischen geworden ist.
Auch in den USA und Europa wird der Ton rauer. Einige Nutzer rechnen vor, dass ein Jahr Ultimate inzwischen in Bereiche vorstößt, in denen man sich stattdessen mehrere große Vollpreisspiele kaufen könnte. Genau das ist ein Problem für ein Modell, das einmal vom Gefühl lebte, fast automatisch ein guter Deal zu sein. Heute überlegen viele deutlich strategischer, ob sie überhaupt dauerhaft abonnieren oder nur noch punktuell einsteigen. Diese Stimmung zieht sich quer durch die Diskussionen.

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Wird der Xbox Game Pass wieder billiger?
Noch gibt es keine offizielle Ankündigung zu neuen Preisen oder neuen Stufen. Aber das Memo deutet auf Veränderungen hin. Denkbar wären günstigere Modelle, ein stärker modular aufgebautes System oder mehr Unterschiede zwischen den einzelnen Tiers. Gleichzeitig steht Microsoft unter Druck, den Wert des Dienstes nicht weiter auszuhöhlen. Denn wenn Preise sinken, aber dafür Inhalte oder Day-One-Releases verschwinden, wäre das für viele Spieler kaum ein echter Fortschritt. Diese Sorge taucht auch in den Reaktionen immer wieder auf.
Der Game Pass ist längst nicht mehr nur ein Abo. Er ist ein Kernstück der gesamten Xbox-Strategie. Wenn Microsoft jetzt selbst einräumt, dass das Modell für viele zu teuer geworden ist, dann ist das kein kleines Eingeständnis. Es ist ein Signal, dass selbst im Inneren verstanden wurde, wie stark sich die Wahrnehmung des Dienstes verändert hat. Und genau deshalb dürften die nächsten Schritte besonders wichtig werden. Denn jetzt geht es nicht nur um Preise, sondern auch um Vertrauen.
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