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Artikel von Markus Bauer +
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Microsoft will Xbox Cloud Gaming offenbar keineswegs zurückfahren. Nach mehreren Entscheidungen der vergangenen Wochen entstand genau dieser Eindruck, doch laut neuen Informationen von Jez Corden von Windows Central gibt es intern „absolut keine Pläne“, die Entwicklung des Streaming-Dienstes zu verlangsamen. Stattdessen sollen bereits neue technische Funktionen vorbereitet werden.

Auslöser für die neuen Informationen war ausgerechnet eine weitere schlechte Nachricht für Cloud-Spieler. Microsoft stellt die Xbox-App auf Samsung-Fernsehern (Modelle ab 2020) ab dem 03. November 2026 ein. Anfangs sah das nach einem weiteren Rückzug aus. Laut Cordens Quellen steckt aber ein technisches Problem dahinter: Die Fernseher bekommen von Samsung keine aktuellen Chromium-Versionen mehr.

Genau diese benötigt Microsoft offenbar für die nächste Version von Xbox Cloud Gaming. Neue Chromium-APIs sollen Funktionen ermöglichen, die künftig unter anderem Qualität und Latenz des Streams verbessern könnten. Welche konkreten Neuerungen Microsoft vorbereitet, ist noch nicht bekannt.

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Auch der Xbox Cloud Controller soll weiterhin kommen

Noch interessanter ist Cordens zweite Information. Gerüchte, Microsoft habe seinen geplanten Cloud-Gaming-Controller gestrichen, seien falsch. Das Projekt soll weiterhin existieren.

Ein entsprechender Controller war bereits im Mai geleakt. Das Gerät soll sich über Wi-Fi 6 direkt mit den Xbox-Servern verbinden. Dadurch müsste die Eingabe beim Cloud Gaming nicht mehr zunächst über Bluetooth an Smartphone, Fernseher oder PC geschickt werden. Der zusätzliche Zwischenschritt entfällt und die Eingabeverzögerung könnte sinken.

Ein ähnliches Prinzip soll auch beim kommenden Xbox Elite Controller zum Einsatz kommen. Auch dort soll eine direkte Verbindung zu Microsofts Cloud-Infrastruktur eine wichtige Rolle spielen.

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Xbox arbeitet angeblich weiterhin am WLAN-Controller für Xbox Cloud Gaming. - Bild: Xbox Elite Controller von Microsoft

Xbox arbeitet angeblich weiterhin am neuen WLAN-Controller für Xbox Cloud Gaming. – Bild: Xbox Elite Controller von Microsoft

Das passt nur auf den ersten Blick nicht zum neuen 15-Stunden-Limit

Die neuen Informationen wirken zunächst widersprüchlich. Erst im September bestätigte Microsoft selbst, dass der bisher weitgehend unbegrenzte Zugriff über den Game Pass beendet wird. Ab November enthält Game Pass Ultimate nur noch 15 Stunden Cloud-Spielzeit pro Monat. Premium bekommt zehn Stunden, Essential fünf. Wer mehr spielen möchte, muss zusätzliche Stunden kaufen.

Microsoft begründet die Änderung (via Xbox Wire) mit den steigenden Kosten des Cloud-Betriebs. Gleichzeitig wird Xbox Cloud Gaming stärker vom Game Pass getrennt. Ab November können Spieler auch ohne Game-Pass-Abo Cloud-Spielzeit kaufen und unterstützte Spiele aus der eigenen Bibliothek streamen. Damit ergibt sich ein anderes Bild als ein einfacher Rückzug. Microsoft scheint Cloud Gaming nicht kleiner machen, sondern wirtschaftlich neu aufstellen zu wollen.

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Das passt auch zum wachsenden wirtschaftlichen Druck auf die gesamte Xbox-Sparte. Microsoft-Chef Satya Nadella machte zuletzt deutlich, dass Xbox nach jahrelangen Investitionen ein nachhaltigeres Geschäft werden muss.

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