Steam Machine: Valve warnt vor unvermeidbar teurer Hardware – billiger wird es nicht mehr
Die Steam Machine zeigt, wie schwierig der Markt für Speicher, SSDs und PC-Komponenten geworden ist. Und laut Valve wird es noch schlimmer.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
PC-Gaming wird nicht nur durch Grafikkarten teuer. Speicher, SSDs und andere Komponenten werden inzwischen zu einem echten Problem für Hersteller. Das merkt selbst Valve. Und wenn ausgerechnet der Half-Life-Macher sagt offen, dass die Lage am Komponentenmarkt immer schlimmer wird. Valve-Ingenieur Yazan Aldehayyat sprach mit Bloomberg-Redakteur Jason Schreier über die schwierige Versorgungslage. Im Mittelpunkt steht dabei die neue Steam Machine, die durch steigende Komponentenpreise deutlich teurer ausfällt, als viele Spieler gehofft hatten.
Das Problem ist nicht nur der aktuelle Preis. Es ist der Blick nach vorne. Laut Valve kommt das, was Kunden gerade in Shops sehen, mit Verzögerung an. Die eigentliche Lage im Großhandel sei schon weiter eskaliert.
Aldehayyat beschreibt die Situation ziemlich klar. Das zentrale Zitat:
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Ehrlich gesagt wird die Situation ständig schlechter. Nur falls es den Leuten nicht bewusst ist: Was die Leute derzeit in den Regalen sehen, hinkt nach unseren Beobachtungen dem, was wir bei der Großhandelsversorgung sehen, um mindestens drei bis sechs Monate hinterher.
Das ist bitter. Denn es bedeutet: Die Preise, die Spieler heute für RAM, SSDs oder fertige Gaming-Hardware sehen, könnten noch gar nicht die volle Härte der aktuellen Lieferkettenprobleme zeigen. Hersteller spüren die höheren Kosten früher. Bis sie bei fertigen Produkten im Handel ankommen, vergehen offenbar Monate. Die Kernaussage: Die aktuelle Speicherkrise sei nicht vorbei, sondern verschärfe sich weiter. Für Spieler heißt das: Wer auf fallende Preise bei RAM, SSDs oder kleinen Gaming-PCs hofft, könnte noch länger warten müssen.
Die Steam Machine wird dadurch zum Warnsignal
Besonders sichtbar wird das an Valves neuer Steam Machine. Das kompakte SteamOS-Gerät sollte eigentlich eine Art Wohnzimmer-PC für Steam-Spieler werden. Kein klassischer Konsolenersatz, aber ein einfacher Weg, die eigene Steam-Bibliothek am Fernseher zu nutzen.
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Nur steht Valve jetzt vor einem Problem: Die Hardware ist teuer. Die kleinste Variante kostet schon mehr als 1.000 Euro. Das ist für ein Gerät, das viele eher als „Konsolenalternative“ sehen, eine harte Ansage. Valve wollte offenbar günstiger sein. Die Absicht war dahinter.
Noch unangenehmer: Laut Valve ist das Problem nicht einfach gelöst, indem man mehr zahlt. In einem Gespräch mit PCGamer.com erklärte Griffais, dass man inzwischen hart verhandeln müsse, um überhaupt einige tausend Stück bestimmter Komponenten zu sichern. Früher habe man solche Standardteile einfach zum normalen Preis gekauft. Heute stünden deutlich mehr Interessenten in der Schlange.
Genau das macht die Lage für neue Hardware so gefährlich. Wenn selbst ein Unternehmen wie Valve um Speicher und SSDs kämpfen muss, trifft das kleinere Hersteller noch härter. Und am Ende landet der Druck bei den Kunden: höhere Preise, weniger Geräte, längere Wartezeiten.
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Für die Steam Machine ist das besonders heikel. Das Gerät muss nicht nur gegen PCs antreten, sondern auch gegen Konsolen. Wer für PlayStation oder Xbox weniger zahlt, wird sich bei einem teuren SteamOS-Wohnzimmer-PC sehr genau fragen, ob die eigene Steam-Bibliothek diesen Aufpreis rechtfertigt.
SteamOS bleibt Valves eigentliche Langzeitwette
Trotzdem wirkt es nicht so, als würde Valve seine Hardware-Pläne wegen der Krise aufgeben. Die Steam Machine ist wahrscheinlich weniger ein einzelnes Massenprodukt als ein weiterer Schritt in Valves Ökosystem. Steam Deck, SteamOS und jetzt die Steam Machine verfolgen dasselbe Ziel: PC-Gaming soll unabhängiger von Windows und einfacher im Wohnzimmer funktionieren.
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Das Problem ist nur: Eine gute Idee wird nicht automatisch billig. Wenn RAM und SSDs weiter steigen, trifft das nicht nur Enthusiasten mit High-End-PCs. Es trifft Handhelds, Mini-PCs, Wohnzimmergeräte und irgendwann auch klassische Gaming-Rechner.
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