Valve nennt den Preis: Die Steam Machine wird kein günstiger Konsolen-Killer
Die neue Steam Machine soll PC-Gaming ins Wohnzimmer bringen, ist aber deutlich teurer als klassische Konsolen.
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Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Valve hat offiziell bestätigt, dass die neue Steam Machine am 30. Juni erscheint. Interessierte können sich bereits jetzt für eine Reservierung anmelden. Gleichzeitig hat das Unternehmen weitere Details zu den verfügbaren Modellen, den Preisen und der verbauten Hardware veröffentlicht.
Damit kehrt die Marke Steam Machine nach Jahren der Abwesenheit zurück. Anders als viele klassische Konsolen richtet sich das Gerät jedoch klar an PC-Spieler und soll laut Valve eher mit einem Gaming-PC als mit einer Konsole konkurrieren. Schon kurz nach der Ankündigung hatte Valve deutlich gemacht, dass die Steam Machine nicht als günstige Alternative zu PlayStation oder Xbox gedacht ist. Stattdessen soll die Hardware eine leistungsstarke Komplettlösung für das Steam-Hardwareuniversum bieten.
- Das erwartet dich:
- Nun stehen die Preise für die Steam Machine fest
- Vorbestellungen starten noch vor dem Release
- Leistungsstarke Hardware im kompakten Format
- Der neue Steam Controller als Herzstück des Systems
- Hohe Nachfrage könnte zur Herausforderung werden
- Wird die Steam Machine in absehbarer Zeit günstiger?
Nun stehen die Preise für die Steam Machine fest
- Steam Machine 512 GB: 1.039 Euro
- Steam Machine 512 GB inklusive Controller: 1.108 Euro
- Steam Machine 2 TB: 1.359 Euro
- Steam Machine 2 TB inklusive Controller: 1.438 Euro
Damit liegt die neue Hardware deutlich über dem Preisniveau aktueller Konsolen. Angesichts steigender Hardwarekosten und der angespannten Situation auf dem Speichermarkt kommt diese Entwicklung allerdings nicht völlig überraschend.
Vorbestellungen starten noch vor dem Release
Wer eine Steam Machine erwerben möchte, muss sich zunächst registrieren. Die Anmeldung ist bis zum 25. Juni möglich. Anschließend beginnen die Vorbestellungen, bevor die Auslieferung am 30. Juni startet. Valve möchte mit diesem Verfahren offenbar die Nachfrage besser steuern. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Interesse an der neuen Hardware hoch ausfallen wird. Besonders die ersten Produktionschargen könnten daher schnell vergriffen sein.
Auch wenn die Preise viele Spieler abschrecken dürften, rechnen Beobachter mit einer hohen Nachfrage. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sich um Valves erste neue stationäre Gaming-Hardware seit langer Zeit handelt.
Leistungsstarke Hardware im kompakten Format
Im Inneren setzt Valve auf moderne PC-Technik. Die Steam Machine wurde als kompakter Gaming-PC konzipiert und nutzt speziell angepasste AMD-Komponenten.
Zu den wichtigsten technischen Daten gehören:
| Technische Daten | Steam Machine |
|---|---|
| Prozessor | AMD Zen 4 mit 6 Kernen und 12 Threads |
| Grafik | AMD RDNA 3 mit 28 Compute Units |
| Arbeitsspeicher | 16 GB DDR5 |
| Videospeicher | 8 GB GDDR6 |
| Speicher | 512 GB oder 2 TB NVMe-SSD |
| Erweiterung | microSD-Karte |
| WLAN | Wi-Fi 6E |
| Bluetooth | Bluetooth 5.3 |
| Netzwerk | Gigabit-Ethernet |
| Betriebssystem | SteamOS 3 |
| Controller-Verbindung | Integrierter Wireless-Adapter für den Steam Controller |
Das Gehäuse fällt dabei vergleichsweise kompakt aus und soll etwa die Größe eines sechs Zoll großen Würfels besitzen. Trotz der geringen Abmessungen verspricht Valve ausreichend Leistung für moderne PC-Spiele.

Nein, die Steam Machine ist kein Konsolenkiller. Das war auch nie geplant. – Bilder: Valve, Sony Interactive Entertainment
Der neue Steam Controller als Herzstück des Systems
Parallel zur Steam Machine bringt Valve auch einen neuen Steam Controller auf den Markt. Dieser orientiert sich stark an der bekannten Steam-Input-Philosophie des Unternehmens und soll auf sämtlichen Steam-Geräten genutzt werden können. Zu den Funktionen zählen zwei Trackpads, Gyroskop-Steuerung für präzises Zielen sowie umfangreiche Möglichkeiten zur Anpassung der Eingaben. Der Controller soll damit besonders für PC-Spieler interessant sein, die Wert auf flexible Steuerungsoptionen legen.
Die Bundle-Versionen der Steam Machine enthalten den Controller bereits. Zusätzlich erhalten Käufer spezielle Frontblenden aus rotem Stoff und massivem Walnussholz.
Mit Steam Deck, Steam Controller und nun der neuen Steam Machine verfolgt Valve zunehmend das Ziel, ein eigenes Hardwareuniversum rund um Steam aufzubauen. Alle Geräte greifen auf SteamOS zurück und sollen möglichst nahtlos miteinander funktionieren. Die Steam Machine richtet sich dabei vor allem an Spieler, die die Flexibilität eines PCs mit dem Komfort einer Wohnzimmer-Konsole verbinden möchten. Gleichzeitig setzt Valve weiterhin auf offene PC-Strukturen statt auf ein geschlossenes Konsolenmodell.
Hohe Nachfrage könnte zur Herausforderung werden
Trotz der ambitionierten Hardware bleibt abzuwarten, wie sich die Steam Machine am Markt behaupten wird. Die gesamte Technologiebranche kämpft weiterhin mit hohen Produktionskosten und einer starken Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Speicherbausteinen.
Valve zeigt sich jedoch optimistisch und hat bereits konkrete Vorbestellungs- und Lieferpläne veröffentlicht. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen die erwartete Nachfrage eingeplant hat. Ob die Steam Machine langfristig an den Erfolg des Steam Deck anknüpfen kann, wird sich erst nach dem Verkaufsstart zeigen. Klar ist jedoch schon jetzt: Valve investiert stärker denn je in eigene Hardware und will seine Position im Gaming-Markt weiter ausbauen.
Wird die Steam Machine in absehbarer Zeit günstiger?
Im Gespräch mit Digital Foundry wurden die Valve-Ingenieure Pierre-Loup Griffais und Yazan Aldehayyat gefragt, ob die Steam Machine günstiger wird, wenn Komponentenpreise sinken würden. Auch wenn wir damit nicht bald rechnen, wird Valve reagieren.
„Es macht für uns keinen Sinn, die Hardware teuer zu halten“, so Griffais. „Sie soll eine stärkere Verbindung zwischen den Spielern und ihren Spielen ermöglichen und ist nicht etwas, das wir aus anderen Gründen verkaufen wollen… Je günstiger, desto besser.“
Das heißt nicht, dass die Steam Machine schon 2027 billiger wird. Im Gegenteil. Aldehayyat ergänzte, dass man nicht „die Zukunft vorhersagen“ können. Die beiden Techniker sind allerdings zuversichtlich. „Natürlich würden wir die Steam Machine sehr gerne erschwinglicher machen und mehr Menschen erreichen “, so Aldehayyat. Allerdings blieben die Valve-Leute bei der Wahrheit: „Wir möchten nichts versprechen, dass es bald soweit ist.“
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Das heißt also für dich: Wenn du eine Steam Machine haben möchtest, dann warte nicht darauf. Die aktuellen Prognosen für Komponentenpreise sprechen eher nicht dafür, dass bald alles günstiger wird.
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