Steam Deck und ROG Ally werden immer besser: Braucht man bald noch einen Gaming-PC?
Gaming-Handhelds sind längst mehr als Spielzeug für Technikfans. Die große Frage bleibt: Sind sie Ergänzung oder schon echter PC-Ersatz?
René Nikel Seit Dino Wars oder North & South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, meine Leidenschaft für Videospiele allerdings nicht. Bereits mit fünf Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Indie Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zur Grundausstattung. Seit mittlerweile fast zehn Jahren verbinde ich meine Begeisterung für Videospiele außerdem mit dem Gaming Journalismus.
Noch vor wenigen Jahren waren PC-Gaming-Handhelds eher etwas für Technikfans. Wer aktuelle PC Spiele mit hoher Grafikqualität genießen wollte, kam an einem Gaming-PC nicht vorbei. Die Geräte waren zu schwach, boten nur kurze Akkulaufzeiten oder mussten bei modernen Spielen viele Kompromisse eingehen. Fast schon wie früher mit dem Vergleich zwischen SEGA Game Gear und Nintendo Game Boy. Der Game Gear bot viel Leistung für damalige Verhältnisse, aber der Game Boy setzte sich durch, weil er einfach funktionierte und keine 6-AA-Batterien im halbstündlichen Takt fraß.
Heute sieht das ganz anders aus. Mit dem Steam Deck, dem ASUS ROG Ally oder dem Lenovo Legion Go haben sich Gaming-Handhelds zu einer echten Alternative entwickelt. Die Hardware ist deutlich leistungsfähiger geworden und viele aktuelle Spiele laufen überraschend flüssig. Da wundert es nicht, wenn sich der eine oder andere die Frage stellt, ob ein großer Gaming-PC in der heutigen Zeit überhaupt noch notwendig ist.
Gaming passt sich an
Nicht jeder hat jeden Abend mehrere Stunden Zeit, um am Schreibtisch zu sitzen. Vielleicht möchtet ihr lieber auf dem Sofa weiterspielen, im Bett noch eine Runde starten oder unterwegs im Zug ein paar Quests erledigen. Genau dafür sind moderne Gaming Handhelds gemacht.
Dank Cloud-Speicherung oder synchronisierten Spielständen kannst du dein Spiel oft genau dort fortsetzen, wo du zuletzt aufgehört habt. Diese Flexibilität gehört für viele „PC-Spieler“ inzwischen zu den größten Vorteilen.
Der größte Fortschritt steckt in der Hardware. Leistungsstarke AMD Prozessoren, schnelle NVMe SSDs und moderne Displays sorgen dafür, dass selbst viele AAA-Titel mobil spielbar sind. Aber natürlich muss trotzdem jedem klar sein, dass ein Gaming Handheld nicht die Leistung eines High-End-Gaming-PCs erreicht! Für ein Geräte dieser Größe ist die Performance dennoch beeindruckend.
Eure Spiele bleiben erhalten & unterschiedliche Betriebssysteme
Ein weiterer Pluspunkt ist die bestehende Spielebibliothek. Wenn du bereits viele Spiele auf Steam besitzt, kannst du einen großen Teil davon direkt weiter nutzen. Das gilt ebenso für Geräte mit Windows, auf denen sich zusätzlich Plattformen wie der Epic Games Store, GOG oder der Xbox Game Pass verwenden lassen. Dadurch musst du deine Lieblingsspiele in vielen Fällen kein zweites Mal kaufen und kannst die bestehenden Spielstände einfach mitnehmen.
Auch bei den Betriebssystemen gibt es unterschiedliche Ansätze. Das Steam Deck setzt auf SteamOS, das speziell für Handhelds entwickelt wurde und besonders einfach zu bedienen ist. Geräte wie der ASUS ROG Ally oder das Lenovo Legion Go nutzen dagegen Windows und verhalten sich im Alltag wie ein kompakter PC.
Welches System besser ist, hängt letztlich davon ab, was dir wichtiger ist. SteamOS punktet mit einer auf Gaming abgestimmten Oberfläche, während Windows mehr Freiheiten bei Programmen, Mods und verschiedenen Spieleplattformen bietet. Meine persönliche Vorliebe fällt hier klar auf die Windows Oberfläche.
Gaming Handheld oder Gaming PC?
Auch wenn die Technik enorme Fortschritte gemacht hat, ersetzen Gaming-Handhelds einen Desktop-Rechner nicht wirklich. Wenn du die Grafik wirklich genießen möchtet, kommst du um einen leistungsstarken Gaming-PC nicht herum. Trotzdem haben die Handhelds vollkommen ihre Daseinsberechtigung und meiner Meinung nach sollte man Geräte wie die ROG Ally eher wie eine Art Switch 2 betrachten und nicht als Ersatz für einen Gaming-PC. Trotzdem lassen sich die Handhelds natürlich auch problemlos mit einem Fernseher oder Monitor verbinden und machen immer noch eine gute Figur!
Ich selbst nutze sowohl die Nintendo Switch 2 als auch den ASUS ROG Ally Z1 Extreme und bin mit beiden Geräten wirklich sehr zufrieden. Gerade der ROG Ally hat mich überrascht, wie gut sich aktuelle PC Spiele unterwegs oder auch im Bett spielen lassen. Trotzdem würde ich persönlich meinen Gaming-PC nicht ersetzen wollen. Für maximale Grafikqualität, Videoschnitt oder andere anspruchsvolle Aufgaben bleibt ein leistungsstarker Desktop Rechner für mich die bessere Wahl.
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Genau deshalb sehe ich Gaming-Handhelds nicht als Konkurrenz zum Gaming-PC, sondern als perfekte Ergänzung. Und seien wir uns einmal ehrlich, wer würde sich bei der neuen PlayStation-Generation nicht endlich wieder über einen neuen Sony-Handheld freuen?
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Fragen & Antworten
- Diese Fragen wurden geklärt
- Für viele Spieler ja. Wer überwiegend unterwegs oder auf dem Sofa spielt, findet in modernen Gaming-Handhelds eine leistungsstarke Alternative. Für maximale Grafikqualität bleibt ein Desktop-PC jedoch überlegen.
- Zu den bekanntesten Geräten zählen das Steam Deck, der ASUS ROG Ally, der Lenovo Legion Go und die Nintendo Switch 2.
- Ja. Geräte wie das Steam Deck, der ASUS ROG Ally oder der Lenovo Legion Go unterstützen eure bestehende Steam-Bibliothek.
- In vielen Fällen ja. Ein Gaming-Handheld kostet meist deutlich weniger als ein leistungsstarker Gaming-PC und bietet trotzdem genügend Leistung für viele aktuelle Spiele.
- Wer flexibel spielen möchte und nicht immer am Schreibtisch sitzt, findet in modernen Gaming-Handhelds eine hervorragende Alternative. Dank leistungsstarker Hardware werden sie für immer mehr Spieler interessant.






