Ubisoft entlässt erneut Entwickler – Fast 130 Jobs in Gefahr
Ubisoft startet 2026 mit neuer Entlassungswelle: Fast 130 Stellen gestrichen, Studios geschlossen. Wie sich Entwickler jetzt fühlen und was das für große Games bedeutet.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen – und Ubisoft sorgt schon wieder für schlechte Stimmung. Innerhalb weniger Tage hat der französische Publisher eine neue Runde von Entlassungen und Umstrukturierungen angekündigt, die fast 130 Mitarbeitende weltweit betrifft. Betroffene Studios wurden geschlossen, andere mussten Personal abbauen. Die Nachrichten haben in der Branche und in der Community für Entsetzen und hitzige Debatten gesorgt.
Viele Spieler können es kaum fassen: Gerade erst hat Ubisoft verschiedene Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme hinter sich, da folgen schon neue Einschnitte. Fans auf Reddit sprechen von „einer schockierenden Entwicklung“, andere meinen „Studioarbeit sollte doch sicher sein, wenn AAA-Titel geplant sind“. Die Stimmung ist durchmischt – zwischen Sorge, Frustration und Verständnis.
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Fast 130 Entwickler betroffen – was passiert ist
In den ersten zwei Wochen des Jahres 2026 hat Ubisoft mehrere Entlassungsrunden gestartet, die verschiedene Standorte und Teams betreffen. Die Berichte sprechen von insgesamt rund 126 entlassenen Mitarbeitenden, nachdem mehrere Studios bereits geschlossen oder Personal reduziert wurden.
Ein besonders harter Schlag traf Ubisoft Halifax in Kanada: Dort wurde das gesamte Studio geschlossen. Insgesamt 71 Mitarbeitende verloren ihren Job, was für viele Fans besonders bitter wirkt – denn gerade wenige Wochen zuvor hatte das Team eine Gewerkschaft gegründet, um sich gemeinsam besser zu vertreten. Einige Beobachter sehen darin ein unglückliches Timing und sprechen von „branchenweit beunruhigender Dynamik“.
Parallel dazu hat Ubisoft Massive Entertainment und Ubisoft Stockholm angekündigt, etwa 55 Stellen abzubauen. Diese Studios arbeiten an großen Marken wie The Division, Star Wars Outlaws und Avatar: Frontiers of Pandora. Ubisoft betont, dass die Reduzierung strukturell sei und nicht auf die Qualität der Arbeit zurückzuführen sei, sondern auf eine „Neuausrichtung und Effizienzoptimierung“.
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Und auch außerhalb Europas gab es weitere Kürzungen: Schon im November 2025 wurden 29 Mitarbeitende bei Ubisoft Abu Dhabi entlassen, nachdem Projekte eingestellt wurden, um sich stärker auf das MMO Growtopia zu konzentrieren. Diese Entlassungen setzen sich nun auch ins Jahr 2026 fort.
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Was das für Ubisoft und deine Games bedeutet
Trotz der Entlassungen betont Ubisoft, dass die Entwicklung wichtiger Projekte weitergeht. Massive Entertainment bleibt dem The Division-Franchise verpflichtet und arbeitet neben neuen Inhalten auch an The Division 3, während andere Teams an Technologien wie der Snowdrop-Engine oder strategischen Tools wie Ubisoft Connect beteiligt bleiben sollen.
Dennoch bleibt unklar, ob weitere Restrukturierungen folgen könnten. Ubisoft selbst hat angekündigt, seine Struktur in Creative Houses umzubauen, beginnend mit einer Zusammenarbeit mit Tencent, die große Marken wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six bündeln soll. Diese langfristige Neuausrichtung wird derzeit intern kommuniziert, aber viele Fans fragen sich, wie sich das konkret auf Jobs und Inhalte auswirken wird.
In diesem Artikel erfährst du, wie sich der ehemalige Assassin’s Creed-Director die Zukunft der Game-Entwicklung vorstellt.
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