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Artikel von Markus Bauer +
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Wardogs hat innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen drei Millionen Exemplare verkauft. Der Erfolg des taktischen Shooters ist allerdings so groß geworden, dass Entwickler Bulkhead inzwischen selbst Mühe hat, hinterherzukommen. CEO Joe Brammer spricht offen von körperlicher und mentaler Erschöpfung im Team. Ein großer Teil der Mitarbeiter wurde deshalb für diese Woche verpflichtend in den Urlaub geschickt.

„Wir waren von der Reaktion etwas überwältigt, und ich meine das wörtlich“, schreibt Brammer in einem Beitrag auf X.com. Seit dem Early-Access-Start habe sich das Team unter anderem mit Cheatern und permanenten DDoS-Angriffen beschäftigen müssen. Gleichzeitig seien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig geworden, mit denen der Entwickler in diesem Umfang offenbar nicht gerechnet hatte.

„Ich hoffe, ihr seht das nicht als Faulheit, sondern als das Beenden eines Sprints und ein Luftholen, um uns auf einen Marathon vorzubereiten“, so Brammer.

Die Verkaufszahlen zeigen, wie schnell Wardogs gewachsen ist. Bereits einen Tag nach dem Start waren mehr als eine Million Exemplare verkauft. Nach fünf Tagen waren es zwei Millionen. Am 26. September bestätigte Bulkhead schließlich auf der offiziellen Steam-Seite die Marke von drei Millionen Verkäufen.

Der Erfolg von Wardogs bringt Probleme, auf die Bulkhead nicht vorbereitet war

Schon zum Launch hatte sich abgezeichnet, dass der Ansturm größer als erwartet ausfallen würde. Mehr als 400.000 Spieler waren zeitweise gleichzeitig online, während Serverprobleme für lange Warteschlangen und negative Steam-Bewertungen sorgten. Seitdem kommt ein weiteres Problem hinzu: die Sicherheit. Bulkhead betreibt laut seiner offiziellen Enforcement-Richtlinie eigene Systeme gegen Cheats und Manipulationen und überwacht sowohl Client als auch Server. Brammers Aussage zeigt allerdings, wie viel zusätzliche Arbeit dieser Bereich durch die enorme Spielerzahl verursacht.

„Aber wir sind hier für die lange Bank, wir sind in einer Position, in der wir 1.0 und darüber hinaus genau so gestalten können, wie wir es wollen, ohne Kompromisse, das ist doch der Traum, oder?“, so Bammer in seinem X-Post.

Der angeordnete Urlaub soll deshalb keine längere Pause vom Spiel bedeuten. Brammer beschreibt ihn eher als kurze Erholung nach einem Sprint, bevor der nächste Abschnitt beginnt. Bulkhead arbeitet bereits an Season 2, die am 15. Oktober starten soll, sowie an der weiteren Entwicklung des Taktik-Shooters.

WARDOGS überrascht mit 3 Millionen verkauften Kopien auf Steam. - Bild: Bulkhead Interactive, Team 17

WARDOGS überrascht mit 3 Millionen verkauften Kopien auf Steam. – Bild: Bulkhead Interactive, Team 17

Bulkhead will Wardogs jetzt langfristig ausbauen

Der schnelle Erfolg gibt dem vergleichsweise kleinen Studio dafür deutlich mehr Spielraum. Brammer erklärt, dass Bulkhead nun in der Lage sei, Wardogs bis zur Version 1.0 und darüber hinaus so auszubauen, wie das Team es ursprünglich geplant habe.

Der Druck dürfte trotzdem nicht kleiner werden. Wardogs befindet sich weiterhin im Early Access und soll in den kommenden Monaten erheblich wachsen. Erst vor wenigen Tagen erklärte Brammer außerdem, warum er Videospiele generell für zu billig hält und selbst GTA 6 für 79,99 Euro als zu günstig bezeichnet.

Bei Wardogs zeigt sich jetzt die andere Seite eines unerwarteten Erfolgs: Drei Millionen Verkäufe lösen viele finanzielle Probleme, schaffen für ein kleines Studio aber gleichzeitig ganz neue.

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