Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden im Test: die Miis sind endlich zurück!
Eine Insel voller Miis und lustiger Dramen!
Manuel ... hat seit dem NES keine Nintendo-Konsole ausgelassen und so zahlreiche Spielereihen wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda oder Super Mario Kart von Anfang an erlebt. Im Laufe der Jahre haben jedoch auch Konsolen von Sega, Sony und Microsoft ihren Weg in sein Nintendo-Wohnzimmer gefunden. Für ihn ist jedes Videospiel ein eigenes Kunstwerk, das verstanden werden sollte – daher beschränkt sich seine Begeisterung nicht nur auf ein bestimmtes Genre.
- Das Wichtigste in Kürze
- Wie der Vorgänger, nur dass die moderne Konsole mehr Möglichkeiten bietet.
- Die Miis sind endlich zurück und können umfangreicher denn je gestaltet werden
- Keine echte Lebenssimulation, dafür ein extrem kreatives und lustiges Erlebebnis.
Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden ist eine Lebenssimulations-Videospiel, welches von Nintendo entwickelt und für die Nintendo Switch am 16.04.2026 veröffentlicht worden ist. Wir haben uns eine Insel voller Miis gebastelt und mit ihnen die verrücktesten Dinge erlebt. Getestet wurde die kreative Lebenssimulation auf einer Nintendo Switch 2.
Die Tomodachi Life Reihe
Das Wort Tomodachi bedeutet Freund beziehungsweise Freunde, was sich also mit Leben mit Freunden übersetzen ließe. Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden ist schon der 3. Teil der Reihe. Im Jahr 2009 erschien der erste Teil Tomodachi Collection exklusiv in Japan. Im Jahr 2013 folgte Tomodachi Life auf dem Nintendo 3Ds.

Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – So sieht eine Trauminsel aus! – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Diese Videospieltitel sind sehr ungewöhnlich, da es eine Lebenssimulation ist, in welcher sich die Figuren teilweise realistisch, teilweise komplett unvorhersehbar benehmen, was zu absurden Situation führt. Als Spieler beobachtet man wie Figuren Freundschaften aufbauen, Beziehungen führen und den Alltag erleben. Man kann man eingreifen, indem man Probleme löst oder die Figuren beschenkt. Daraus entstehen einzigartige Erlebnisse, nach welchem man regelrecht süchtig werden kann.
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Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – Auch dieser Hund hat am eigenen Leib erfahren, was kreativ sein hier bedeutet! – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Die Miis sind zurückgekehrt!
Miis sind dreidimensionale Avatare, welche seit der Veröffentlichung der Nintendo Wii auf allen anderen Konsolen nicht mehr wegzudenken waren. Man konnte auf kreativste Art und Weise sich und seine Freunde gestalten. Inspiriert waren die Designs von traditionell-japanischen Kokeshi-Figuren. Seit der Nintendo Switch rückten die Miis leider immer mehr in den Hintergrund. So waren die Miis bei dem Wii Sports Nachfolger Nintendo Switch Sports nur noch eine Option und wurden mit den detaillierteren, aber nicht mehr so charmebehafteten Sportsmates, als erste Wahl ersetzt.

Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – So umfangreich konnte man noch nie Miis erstellen. – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Während es zu Wii-Zeiten noch 81 (physische) Videospiele gab, in welchen Miis verwendet worden sind, gab es zu Switch-Zeiten nur noch 13. Trotzdem waren da noch Titel dabei, welche ausschließlich auf Miis setzten, wie Go Vacation und Miitopia. Das größte Comeback der Miis dürften die Spieler aber nun mit Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden erleben.

Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – Streit gehört zu einer guten Freundschaft dazu! – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Eine Insel voller Miis
Mit Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden wird das Konzept des ursprünglichen Tomodachi Life fortgesetzt und nutzt weitere Möglichkeiten, welche eine Nintendo Switch im Vergleich zum 3Ds zu bieten hat. Die Insel ist nicht nur größer, sondern auch viel lebendiger. Zu Beginn von Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden stellt man fest, dass die Uhrzeit 24 Stunden hat und zu unserer Gegenwart parallel verläuft. Anschließend muss man seinen ersten Mii -Charakter erstellen, welcher ab dann auf einer einsamen Insel haust. Damit diesem nicht langweilig wird müssen immer mehr Miis gebastelt werden. Alle entwickeln eigene Persönlichkeiten, Hobbies, finden Jobs, entwickeln Freundschaft oder gar Liebe zueinander. Sie können sich auch streiten. Neu ist, dass man ihre Präferenzen in Sachen Geschlechter frei wählen kann. Auch als Geschlecht steht nun ein drittes zur Auswahl. Auch die Insel kann nach belieben gestaltet werden.
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Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – Auch die Insel will gestaltet werden. – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Unsere Rolle ist die Wünsche und Bedürfnisse der Miis zu erfüllen. Man kann sie füttern, einkleiden aber auch mit Geschenken wie beispielsweise Instrumente oder Elektronik beglücken – oder eben auch nicht, wenn sie sich nicht darüber freuen. Alles was im Laufe des Spiels stattfindet, passiert zufällig. Und für Unterhaltung sorgt der Humor, welcher von lustig, bis vollkommen Absurd reichen kann. Im Handheld Modus, wird der Touchscreen genutzt, welcher es viel einfacher macht, Namens- oder Texteingaben zu machen oder Gesichter und Gegenstände zu zeichnen. Leider gibt es keinen Stift, dessen Einsatz beim 3DS so grandios funktioniert hat. Allerdings wird man regelrecht süchtig nach der Insel und dessen Treiben. Dazwischen kann man nicht nur Beobachten, kreieren und bauen, sondern auch Minispiele mit den Bewohnern spielen.

Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – Wenn ein Bewohner fällt, kann man diesem entweder selber aufhelfen oder Hilfe holen. – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Buntes Diorama
Der Grafikstil von Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden ist bewusst simpel, sehr bunt und karikiert gestaltet. Wie die Miis mit großen Köpfen, kleinen Körpern und übertriebenen Animationen der Figuren, sowie dessen übertriebenen Mimik und Gestiken hat alles einen charmanten Comicstil, welchen wir seit fast 19 Jahren von den Miis kennen. Auch die Insel und ihre Gebäude sind nicht detailrealistisch, sondern einfach gehalten. Konträr dazu, wie auch der bizarre Humor, sind dann Gegenstände, wie beispielweise das Essen, welches aus einem echten Foto besteht und damit einen bizarren Stilbruch begeht, welcher damit aber genau das Wesen des Titels trifft. Die Insel ist ein wahres, idyllisches und buntes Diorama. Auf der Switch 2 muss man im Handheld-Modus, wie mittlerweile üblich, mit keinen Abstrichen mehr rechnen.

Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden – Diese Gebäude waren nicht vorgegeben und entstammen dem Werk eines Künstlers. – ©Nintendo; Bildquelle: nintendo.at
Wie auf der Wii
Der Soundtrack von Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden dürfte allen Wii Fans vertraut klingen. Man fühlt sich regelrecht an das Menü der Wii, aber auch an den Soundtrack von Wii Sports erinnert. Besonders das musikalische Stück, welches beim Kreieren, der Miis läuft ist grandios. Das muss es auch sein, weil dieses wird man in diesem Titel sehr oft hören. Der Soundtrack sorgt mit seinen eingängigen Melodien meist für eine entspannte Atmosphäre und wechselt in emotionalen Momenten, in welchen Freundschaft, Liebe, Streit, Chaos oder Versöhnung passiert. Die Stimmen der Mii Charaktere haben ein gewaltiges Stimmspektrum, welches von realistisch bis weltfremd eingestellt werden kann – ganz so wie die optische Darstellung beim Erstellen der Miis selbst. Auch kann man jeder Person und Gegenstand einen Namen geben und für die richtige Aussprache davon, kann diese noch extra eingegeben werden.
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YouTube-Video
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Fazit zu Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden
Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden bleibt seinen Vorgängern treu: eine humorvolle Lebenssimulation, in welcher die eigenen Miis ein eigenes und unvorhersehbares Leben führen können. Man kann beobachten und jederzeit intervenieren. Die Insel ist größer und lebendiger, die Interaktionen zwischen den Miis sind vielseitiger. Je kreativer man ist, desto mehr kann man erleben. Es ist super, dass man im Handheld Modus, wie schon auf dem 3DS den Touchscreen bedienen kann. Gleichzeitig ist es aber auch schade, dass es wie auf dem 3DS keinen Stift zum zeichnen gibt.
Der Titel Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden fühlt sich wie eine endlose Lieblingsseifenoper an, von welcher man nie genug bekommt. Gleichzeitig erinnert es einen an sein damaliges Tamagochi um welches man sich kümmern muss. Nur, dass man es hier mit einer ganzen Insel mit zahlreichen Bewohnern zu tun hat. Die Lebenssimulation macht nichts, was er nicht schon im Vorgänger gemacht hat – soll er aber auch nicht. Es hat sich weiterentwickelt, genau so wie die Miis im Laufe ihres Lebens mit dessen Freunden.
Wir sind gespannt, was Nintendo noch für Updates und Add-Ons einfallen könnte. Wer sich noch weiterhin überzeugen möchte, kann die kostenlose Demo von Tomodachi Life: Wo Träume wahr werden herunterladen.
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Quelle: youtube.com via NintendoDE
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Test-System: Nintendo Switch 2
Keine klassische Simulation, sondern ein kreatives, chaotisches und humorvolles Erleben!
- Charmanter Mii-Stil mit viel Persönlichkeit
- Sehr hoher Kreativitätsfaktor beim Erstellen der Bewohner
- Viele absurde und überraschende Alltagssituationen
- Größere und lebendigere Insel als in den Vorgängern
- Hohe Motivation durch zufällige Ereignisse und Beziehungen
- Kein Stift wie beim Nintendo 3DS
- Spielprinzip bleibt sehr nah am Vorgänger
- Viele Abläufe hängen stark vom Zufall ab
- Grafik8Bunt, schlicht und charmant: Tomodachi Life wirkt wie ein lebendiges Mii-Diorama mit herrlich absurdem Stilbruch.
- Sound9Der entspannte Soundtrack weckt sofort Wii-Gefühle und passt perfekt zum verrückten Inselalltag.
- Gameplay8Beobachten, eingreifen, gestalten und staunen: Das Gameplay lebt von Zufällen, Humor und der eigenen Kreativität.
- Story9Eine klassische Handlung gibt es nicht, dafür schreibt jede Mii-Beziehung ihre eigene kleine Seifenoper.
- Motivation10Der Wunsch, immer neue Situationen, Freundschaften und schräge Momente zu entdecken, macht überraschend süchtig.
- Steuerung7Die Touchscreen-Steuerung funktioniert im Handheld-Modus sehr gut, ein Stift wie beim 3DS fehlt aber spürbar.





