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The Dark Pictures: Little Hope (PS4/PS5) – Review

Horror richtig gemacht! The Dark Pictures: Little Hope ist für richtige Horrorfans ein Erlebnis. Warum? Das hat mehrere gute Gründe.

Review von
Little Hope Mary Ghost © Supermassive Games

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie gut ist die Stimmung?
  • Kann es Spannung aufbauen?
  • Wie gut ist die Grafik wirklich?

Supermassive Games hat schon ein Mal einen Horror Game Titel dieser Art veröffentlicht. Until Dawn war eine willkommene Überraschung des Horror Game Genres. Es war als würde man wirklich seinen eigenen Horrorfilm spielen. Und das nicht etwa linear mit einer fix vorgegebenen Geschichte. Nein, jede unserer Entscheidungen hatte Einfluss auf das Ergebnis. So kam es, dass in meinem Freundeskreis NIEMAND das gleiche Ende erlebte wie einer der Anderen. Wie genial ist also alleine das? The Dark Pictures: Little Hope wiederholt diese großartige Formel und hier im Review erfahrt ihr wo es bei mir sogar besser punktet, als Until Dawn.

Little Hope the group © Supermassive Games

Diese Gruppe aus 5 Personen gilt es am Leben zu halten © Supermassive Games

Little Hope: Die Story

Wir beginnen die Geschichte mit einem Bus Unfall und einem brennenden Haus. Ja. Der Einstieg ist genau so sanft wie ich es hier schreibe. Zunächst beobachten wir wie ein Bus auf die Seite kippt, weil er einem kleinen Mädchen auf der Straße ausweichen will und es folgt direkt nach dem Unfall ein Schnitt. Wir sehen eine Familie in ihrem Haus. Zwei Eltern und vier Kinder. Fünf der Personen sehen exakt so aus wie die oben gezeigte Gruppe aus Protagonisten, die wir später retten müssen. Das jüngste Kind jedoch, sieht genauso aus wie das kleine Mädchen dem der Bus ausgewichen ist. Es kommt zu einem Brand. Ob wir diesen durch unsere Entscheidungen hätten verhindern können (dazu komme ich noch) weiß ich nicht, ich hab es auf jeden Fall nicht geschafft. Und wir kommen direkt nach dem Brand wieder bei unseren Bus-Passagieren an. Diese wachen auf in einer dichten Nebelsuppe neben dem Bus-Wrack. Es gilt Hilfe zu suchen und in Sicherheit zu gelangen. Schnell wird klar, dass hier etwas nicht stimmt. Denn versucht man sich weg von der nächst gelegenen Stadt „Little Hope“ zu bewegen, bringt einen der Nebel sofort wieder zurück in die andere Richtung.

Der Ort selbst birgt gleicht einige schaurige Geschichten. Es scheint als wären hier einst Hexenprozesse abgehalten worden und dabei einige unschuldige Menschen hingerichtet worden. Der Ort selbst rühmt sich damit, dass der Tod und das Verderben hier wohl Dauergast sind. Denn auch der Hausbrand bei dem eine mehrköpfige Familie ums Leben kam, gilt hier als Touristen Attraktion. Auf dem ersten Ortsplan wird dies klar. Von einem Hexen-Museum, einem Hexen-Wanderpfad bis hin zu den Sehenswürdigkeiten, zu denen das Brand-Haus und der Baum zählen an dem die Hexen aufgehängt und verbrannt wurden. Little Hope ist definitiv kein Ort an dem man bei so einer düsteren Nebelnacht sein will. Und zu allem Überfluss, scheint der Ort verlassen zu sein. Oder doch nicht?

Little Hope Andrew choose © Supermassive Games

Die Macht der Entscheidung © Supermassive Games

Gameplay und Grafik Review

Little Hope spielt sich wie ein Kinofilm und daher fällt hier der Grafik Review perfekt aus. Die Bilder die ihr hier seht, das ist ingame Footage. Auf meiner PS4 Pro sieht das Game genau so aus und es ist ein Traum fürs Auge. Das Studio hat auf echte Schauspieler und Motion Capture gesetzt. Hier im Bild sehen wir Andrew (gespielt von Will Poulter; Mazerunner, Black Mirror: Bandersnatch) und die grafische Qualität ist wirklich atemberaubend. Da das Gameplay und die Steuerung sich doch recht begrenzt hält (dazu gleich mehr) konnte man sich hier auf die Grafik konzentrieren. Ich erinnere mich auch, dass Until Dawn eine ebenso traumhaft gute Bildgrafik hatte und das Game ist 5 Jahre alt! Neu ist hier allerdings dass ich entscheiden kann, ob ich alleine spiele, im Couch Coop mit weiterreichen des Controllers oder die Geschichte Online mit Freunden überleben will. Hammer Neuerung!

Das Gameplay von The Dark Pictures: Little Hope ist relativ einfach gehalten. Das maximum an Steuerung die dem Spieler abverlangt wird, ist es die Figuren eher gemächlich durch die Grusel-Stadt zu navigieren. Aber… darum geht es in dieser Art Spiel auch nicht. Zwischendurch kommen Quicktime-Events um die Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit der Spieler zu prüfen. Dies kann entscheiden ob wir stürzen und uns verletzen oder nicht. Das Finden und Analysieren von Hinweisen ist ebenso einfach in der Bedienung und somit kann man an der Steuerung des Spiels eigentlich nichts aussetzen. Außer halt, dass es ein sehr simples Spiel ist. Aber das täuscht gewaltig. Die wahre Kunst dieses Games liegt in den Entscheidungen. Diese erfordern von uns nicht mehr als dass wir mit dem Joystick Links oder Rechts auswählen. Diese Entscheidungen sind der wahre kern des Spiels.

 

Little Hope © Supermassive Games

Werdet ihr Little Hope überleben? © Supermassive Games

Die Macht der Entscheidungen. Little Hope im Review

Jede Entscheidung die von uns im Spiel gefällt wird hat Konsequenzen. Manche spüren wir auf der Stelle, während andere sich mit der Zeit offenbaren. Zwischen unseren fünf Protagonisten herrscht nämlich alles Andere als Einigkeit. Wir müssen aber, um zu überleben, versuchen zusammen zu bleiben und auch einander zu helfen. Das wird aber zunehmend schwerer, wenn wir Entscheidungen treffen die unsere Gruppe entzweien. Während wir also darauf achten müssen, welche Hinweise wir finden, die uns einen Weg aus dieser Hölle weisen könnten. Müssen wir auch aufpassen unsere Gruppendynamik nicht zu zerstören oder uns gar gegenseitig umzubringen. Wie auch damals bei Until Dawn, ist davon auszugehen dass Little Hope viele verschiedene Enden besitzt. Während das ideale Ende wohl jenes ist, in dem Alle überleben. So gehe ich zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass ich jeden Einzelnen der fünf Charaktere bereits hätte ein Mal verlieren können.

Fragt mich nicht WIE, aber ich hatte es damals bei Until Dawn geschafft dass Alle überleben. Und das beim ersten Playthrough. Das Macht diese Art Game nochmals genial. Weil man sie mehrfach durchspielen kann und eigentlich immer ein anderes Ergebnis erhalten könnte, je nachdem wie man welche Entscheidung verändert. Auch jetzt in Little Hope (ich bin noch nicht komplett durch aber genieße jede Minute) habe ich bislang keine meiner Figuren verloren. Auch wenn ich kurz dachte, dass eine gestorben und von der Sumpfhexe geholt worden wäre. Wünscht uns also weiter Glück!

Little Hope Andrew © Supermassive Games

In Little Hope wimmelt es von gruseligen Zeichen © Supermassive Games

Little Hope: Horror wie es sich gehört

Hier möchte ich Little Hope besonders loben im Review gegenüber Until Dawn. Ich finde beide Games großartig, jedoch hat Little Hope für meinen Geschmack den besseren Horror. Während in Until Dawn primär auf Jumpscares gesetzt wurde, erlebe ich hier Horror mit Atmosphäre. Aus meinen Filmempfehlungen für Halloween wisst ihr ja, dass ich diese Art Horror bevorzuge. Bei Until Dawn konnte man sogar seine PlayStation Camera aktivieren, um bei Jumpscares die eigenen Reaktionen zu filmen und da sah ich mich auf der Couch sitzen, zocken, während meine Frau neben mir fast von der Couch sprang. Hier in Little Hope sind es schemenhafte Gestalten die im Hintergrund auftauchen und auf die Charaktere zu schleichen, ohne dass jemand es merkt. Schatten die plötzlich irgendwo stehen und uns beobachten. Geräusche und auch die gesamte Atmosphäre des verlassenen Ortes. Und jetzt kommt der Punkt… diese Atmosphäre wird mit wenigen gut platzierten Jumpscares unterstrichen. So liebe ich Horror!

Fazit zu Little Hope

Was soll ich hier groß sagen? Ein fabelhaftes Horror-Game und ein Muss für Fans des Genres. Ich liebe diese Spiele die wirklich die Entscheidung in den Fokus legen. Denn anhand meiner gesammelten Hinweise und dem was ich über meine Charaktere weiß, muss ich Entscheidungen treffen. Aus Vernunft, Verstand oder aus dem Herzen und Bauch heraus… das ist eben die große Frage. Ich hab zur Zeit keine Ahnung welches Ende das Spiel für mich und meine Gruppe nehmen wird und das macht es noch spannender. Grafisch ist es ein Fest fürs Auge und könnte ohne weiteres genau SO WIE ES IST auch im Kino gezeigt werden. Der einzige wirkliche Abzug kommt von mir bei der Deutschen Synchro. Die hört sich meiner Meinung nach weit nicht so spürbar glaubwürdig an wie die Englische. Daher hab ich das Game auf Englisch gestellt und es wirkt gleich um einiges besser. Wenn auch die Steuerung nicht viele Optionen lässt, so ist es bei dieser Art Spiel auch nicht notwendig. Ich hoffe dass dieses Studio jahrelang weiter solche genialen Horror Spiele produziert. Wenn die jedes Mal so eine Qualität liefern, werde ich jedes Einzelne auch mit Begeisterung zocken!

ReviewWertung

9SCORE

Fans von Horror Games sollten sich The Dark Pictures: Little Hope auf keinen Fall entgehen lassen. Ob Solo oder mit Freunden. Horror Feeling garantiert.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

9

Gameplay

9

Story

10

Motivation

8

Steuerung

3

Multiplayer

7