Resonance: A Plague Tale Legacy im Test: Wie gut ist Sophias eigene Geschichte?
Das neue Abenteuer liefert spannende Einblicke in Sophias Vergangenheit, erreicht emotional aber nicht ganz das Niveau seiner Vorgänger.
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Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Resonance: A Plague Tale Legacy ist ein neuer Titel aus dem A Plague Tale-Universum von Asobo Studio, welches 2019 mit A Plague Tale: Innocence seinen Anfang nahm. In Resonance ist die Heldin der Story Sophia, welche wir im Nachfolger von Innocence kennenlernen. Sophia ist breits in A Plague Tale: Requiem einen wichtigen Teil der Story und eine große Hilfe für Amicia und Hugo.
In Resonance: A Plague Tale Legacy bekommen wir einen Einblick in Sophias Hintergrundgeschichte. Es spielt ungefähr 15 Jahre vor den Ereignissen von A Plague Tale, ist aber mit diesen verknüpft. Allerdings muss man die beiden Vorgänger nicht gespielt haben, um Resonance zu verstehen.
Sophias Geschichte beginnt lange vor Amicia und Hugo
Die Story setzt in Sophias Kindheit an, wo sie von ihrem Vater aus einem Kloster befreit wird, in welchem ihr ein Mittel verabreicht wird, das Visionen auslöst. Die Kirche ist auf der Suche nach einer Insel, welche die Kinder dort in ihren Visionen sehen, zusammen mit einem Minotaurus, der ebenfalls mit der Insel verknüpft ist. Um seine Tochter von den Visionen zu befreien, sucht Sophias Vater nach dieser Insel und versucht, die Geheimnisse dort zu entschlüsseln und Sophia zu heilen, was ihn bald das Leben kostet. Die Truppe von Plünderern setzt die Suche fort. Sophia wird trainiert und wächst zu einer jungen Erwachsenen heran. Eines Tages führt das Schicksal sie selbst dann mit ihrer besten Freundin Leni auf die Insel.
Die Story versucht, in die Fußstapfen der Vorgänger zu treten, weshalb sie viel auf Emotionen und eine gewisse Tiefe setzt. Allerdings muss ich sagen, dass sie für mich sehr geschwächelt hat. Es fiel mir sehr schwer, in die Geschichte richtig hineinzufinden und eine Bindung mit Sophia aufzubauen, weshalb ich die Ereignisse viel losgelöster erlebt habe, als es bei Amicia und Hugo der Fall war. Sie ist nicht unbedingt schlecht, aber sie erreicht nicht das gleiche Niveau.
Mehr Nahkampf mit Ausweichen und Parrieren
Resonance versucht zwar zu einem gewissen Grad, an seinen Wurzeln festzuhalten, bringt aber auch Veränderungen mit sich. Sophia ist als Protagonistin nicht mit Amicia zu vergleichen. Sie wurde seit Kindestagen im Kämpfen trainiert, weshalb sie durchaus weiß, mit Schwertern und Dolchen umzugehen. Wir haben ein Kampfsystem, das nun mehr auf Nahkampf setzt, aber auch nicht zu kompliziert wird. Insgesamt erinnert mich das Spiel sogar mehr an Tomb Raider als an das A Plague Tale-Franchise.
Insgesamt versucht das Spiel, uns im Kampf zum Blocken und Parieren zu zwingen. Denn wir haben nur drei Treffer frei, bevor es für Sophia Game Over heißt. Wir können die HP-Leiste nur durch das Töten von Gegnern wieder auffüllen. Einfach draufloszuschlagen ist also nicht möglich.
Über die Zeit finden wir neue Schwerter und Items und können neue Fähigkeiten freischalten, die allerdings das Kampfsystem nur bedingt beeinflussen. Zwar sind die Kampfpassagen überschaubar, doch es wird durchaus eintönig nach einer gewissen Zeit.
Neben der Story, dem Suchen von Gegenständen und dem Kämpfen sind auch Rätsel wieder ein großer Teil von Resonance. In Requiem konnte Sophia schon dank Lichtmanipulation Amicia und Hugo unterstützen, das ist also entsprechend auch die zentrale Rolle in den Rätseln. Sophia hat eine Sphäre bei sich, die der Dreh- und Angelpunkt ist, um die Rätsel zu lösen. Mit dem Voranschreiten wird auch die Sphäre erweitert und damit verändern sich auch die Rätsel immer mal wieder.
Auch wechseln unsere Begleiter immer mal wieder, die Sophia auf ihrem Weg durch die Insel und ihre Geheimnisse begleiten. Ähnlich wie bei Amicia und Hugo dienen sie dazu, Sophia zu helfen, einige Rätsel lösen zu können. Was sehr gut funktioniert.
Weniger Schleichen, aber mit bessere Gegner-KI
Eine große Schwäche in den früheren A Plague Tale-Teilen war die Gegner-KI. Die war leider nicht unbedingt die smarteste, vor allem wenn es ums Schleichen ging. Resonance setzt auf weniger Schleichsequenzen, die nur bei einem bestimmten Gegnertyp zum Einsatz kommen, aber viel besser funktioniert haben. Denn neben der Armee, die ebenfalls die Insel erkundet, gibt es einen übernatürlichen Gegner, der Sophia in der Dunkelheit durch eine Spur, die sie hinterlässt, finden kann.
Insgesamt habe ich knapp 14 Stunden in Resonance verbracht, um die Story einmal komplett durchzuspielen. Allerdings habe ich dabei nicht alle sammelbaren Objekte gefunden, weshalb man durchaus noch mehr Zeit reinstecken kann, wenn man alles einsammeln möchte. Aber ich vermute mal, mehr als 20 Stunden dürften es dabei nicht werden.
Fazit zu Resonance: A Plague Tale Legacy
Resonance: A Plague Tale Legacy ist durchaus kein schlechtes Spiel und hat viele vergnügliche Stunden geboten. Insgesamt kommt es für mich aber leider nicht ganz an die Abenteuer von Amicia und Hugo heran, auch wenn Sophias Abenteuer viele neue Informationen offenbart, die eine Verknüpfung zur Handlung der Vorgänger haben.
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Vor allem beim Kampfsystem geht Resonance einen etwas anderen Weg und setzt deutlich stärker auf Nahkampf, während die Rätsel weiterhin an die bekannten Mechaniken der Reihe anknüpfen. Für Fans des Universums gibt es dadurch durchaus interessante neue Einblicke in Sophias Vergangenheit. Wer allerdings eine ähnliche emotionale Bindung wie bei Amicia und Hugo erwartet, könnte etwas enttäuscht werden. Für mich bleibt Resonance deshalb ein solides Abenteuer im A Plague Tale-Universum, das seine eigenen Stärken besitzt, aber nicht ganz die Klasse seiner Vorgänger erreicht.
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