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Artikel von Eva Krumm +
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Die Razer Kiyo V2 ist eine Webcam, die von Razer upgegradet wurde und nun auch KI nutzt und sowohl für Content Creator als auch Streamer interessant sein dürfte.

Die Kiyo V2 gibt es in Weiß, Schwarz und Quarz und ist mit 169,99 Euro nicht unbedingt günstig. Lohnt sich also der Preis für die Webcam?

Die Cam ist hochwertig verarbeitet und bringt auch ein ordentliches Gewicht mit. In der Verpackung befinden sich die Kiyo V2, die Anleitung und das passende Kabel mit USB-C an beiden Enden. Einen Adapter für USB-A ist allerdings nicht dabei, was mich ein bisschen überrascht hat. Und was ich auch gar nicht verkehrt gefunden hätte.

Die Verarbeitung würde ich als sehr hochwertig ansehen. Durch das Rad um die Linse könnt ihr diese auch schließen, falls ihr die Webcam gerade nicht benutzt und sie nicht abbauen möchtet. Alle anderen Einstellungen nehmt ihr direkt am PC vor.

Die Kamera könnt ihr unter oder auf eurem Bildschirm setzen und dann ganz einfach mit dem PC verbinden. Ihr habt dann zwei Möglichkeiten, um die Kamera für euch einzurichten. Entweder nutzt ihr Razer Synapse, da habt ihr aber keinen Zugriff auf die KI-Features, oder ihr verwendet Camo Studio.

Das Schöne ist, bei jeder Webcam liegt eine lebenslange Lizenz für Camo Studio Pro bei, die muss man also nicht zusätzlich kaufen. Ich habe die Kamera in beiden Programmen verwendet, lege aber jedem ans Herz, Camo Studio zu nutzen. Die Möglichkeiten sind hier einfach viel umfangreicher.

Razer Kiyo V2

Razer Kiyo V2

Gute Bildqualität, aber Licht ist entscheidend

Zunächst bietet die Kamera verschiedene Auflösungen. Sie startet bei 360p und endet bei 4K. Bis 1080p unterstützt sie zudem 30 oder 60 FPS. Bei 1440p und 4K sind nur noch 30 FPS möglich.

In Camo Studio habt ihr dann die Möglichkeit, mit den verschiedenen Funktionen eure Kamera einzustellen, wobei KI das Erlebnis vereinfachen soll.

Vorweg ist zu sagen, das beste Bild liefert die Kiyo V2 mit einer möglichst ausreichenden Beleuchtung. Dabei solltet ihr aber nicht überbelichten. Doch ist eure Umgebung zu dunkel, wird das Bild kriselig.

Habt ihr eure Webcam angeschlossen, könnt ihr sie einstellen. Ich weiß, die KI soll das Einstellen vereinfachen, ich habe letzten Endes aber gemerkt, dass mir das Ergebnis am besten gefällt, wenn ich einiges selbst einstelle.

Angefangen beim Fokus, der zwar auch mit KI recht gut funktioniert, aber sie versucht dann auch regelmäßig nachzubessern, wenn man sich bewegt. Sitzt man jetzt in einem Gamingstuhl, in dem man mal etwas vorrückt, sich zurücklehnt oder die Sitzposition ändert, dann fängt der Autofokus an, nachzubessern. Daher war es einfach, den Fokus händisch selbst einzustellen.

Razer Kiyo V2 - Camo Studio

Razer Kiyo V2 – Camo Studio

Und bei allen weiteren Einstellungen sind euch auch keine Grenzen gesetzt. Es gibt diverse Filter, die ihr nutzen könnt, ihr könnt den Hintergrund blurren oder austauschen. Da ich keinen Greenscreen nutze, ist das etwas unsauber gewesen, aber natürlich hat auch KI bei solchen Dingen ihr Limit und dafür macht sie ihre Arbeit in dem Bereich erstaunlich gut.

Der Ausschnitt, den die Kiyo V2 nutzt, ist sehr groß, das muss man auch sagen. Zwar lässt sich der Bildausschnitt anpassen und man kann auch zoomen, doch auch hier muss man vorsichtig sein, denn es mindert die Qualität.

In welchem Bereich die KI aber einen hervorragenden Job macht, ist die Geräuschreduzierung. Sie filtert extrem viel Geflimmere und Körnung raus.

Bei der Belichtung, beim Weißabgleich und allen weiteren Einstellungen habe ich allerdings den größten Teil selbst eingestellt, um das für mich angenehmste Ergebnis zu erzielen.

Aber es gibt noch mehr

Zudem ist in der Webcam ein Mikrofon verbaut. Die Qualität ist durchaus annehmbar, vor allem für Calls über Teams und dergleichen erfüllt es mehr als seine Zwecke, sollte aber absolut nicht das Hauptkaufmerk sein.

Zudem befindet sich unten an der Webcam ein Gewinde, mit der man sie entspannt auch auf ein Stativ oder sogar einen Selfie-Stick befestigen kann. Das dürfte für Content Creator interessant sein, allerdings muss ein Handy oder ein Notebook angeschlossen sein, damit man aufzeichnen kann.

Razer hat mir freundlicherweise die Kiyo V2 in Quarz zugesendet, was ein wirklich wunderschöner Rosaton ist. Ich bin schon ein bisschen vernarrt in die Farbe.

Fazit zur Razer Kiyo V2

Die Razer Kiyo V2 ist insgesamt eine solide Webcam, die vor allem mit ihrer hochwertigen Verarbeitung, der guten Bildqualität und den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten punktet. Die KI-Funktionen sind dabei eine nette Ergänzung, ersetzen für mich aber nicht die manuelle Feinabstimmung. Gerade beim Fokus und bei der Belichtung habe ich bessere Ergebnisse erzielt, wenn ich selbst Hand angelegt habe.

Camo Studio Pro macht dabei einen guten Eindruck und bietet deutlich mehr Möglichkeiten als Razer Synapse. Dass die entsprechende Lizenz bereits im Lieferumfang enthalten ist, ist ein weiterer Pluspunkt. Allerdings sollte man bei einem Preis von 169,99 Euro auch eine entsprechend gute Ausstattung erwarten können. Das fehlende USB-A-Zubehör ist dabei ein kleiner Wermutstropfen.

Wer eine hochwertige Webcam für Streaming, Content Creation oder Videocalls sucht und bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, bekommt mit der Kiyo V2 ein vielseitiges Gesamtpaket. Die KI-Features sind dabei nicht unbedingt der Grund, warum ich die Webcam empfehlen würde, sondern vielmehr eine praktische Ergänzung zu einer insgesamt guten Kamera.

Wir haben auch noch weitere Produkte von Razer getestet. Darunter die beiden Tastaturen Razer Huntsman V3 Pro 8KHz aus dem E-Sports Bereich, die Razer BlackWidow V4 Low-Profile HyperSpeed und die Maus Razer Firefly V2 Pro.

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Bewertung von Eva Krumm
Gut
7

Die Razer Kiyo V2 liefert eine gute Bildqualität und starke KI-Funktionen, ist mit 169,99 Euro aber kein Schnäppchen und verlangt für optimale Ergebnisse nach etwas manueller Feinarbeit.

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