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Artikel von Eva Krumm +
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HyperX QuadCast 2 S ist die upgegradete Version des HyperX QuadCast 2 und bringt einige Verbesserungen mit sich. Wir hatten bereits die Chance, auch den Vorgänger zu testen, daher werden wir auch ein paar Vergleiche ziehen.

Das QuadCast 2 S wird zusammen mit dem Mikrofon, dem Tischstativ inkl. Mikrofonspinne, einem 3-m-Kabel USB-C-zu-USB-A und einem Adapter USB-C-zu-USB-A geliefert. Also alles, was man an sich braucht, wobei ich es schade finde, dass standardmäßig kein Popschutz dabei ist. Auf den ersten Blick hat sich das QuadCast 2 S kaum verändert, stellt man es aber neben den Vorgänger, bemerkt man schnell, dass das QuadCast 2 S ein wenig größer ist. Die Verarbeitung scheint an sich gleich zu sein, das gilt für das Mikrofon selbst als auch für das Stativ und die Spinne.

Neue Beleuchtung und praktische Bedienung

Was sich ebenfalls geändert hat, ist die Beleuchtung. Das QuadCast 2 hatte eine reine rote RGB-Beleuchtung. Auch wenn ich bereits sehr vom Vorgänger überzeugt war, hat mich das aggressive Rot sehr stark gestört. Weshalb ich von der neuen LED-Beleuchtung wesentlich mehr angetan bin. Da man die Beleuchtung aber dimmen kann, sollte das nicht unbedingt das Hauptkaufargument für das Upgrade sein, außer es ist einem wichtig.

HyperX QuadCast 2 S

HyperX QuadCast 2 S

Ansonsten ist das Mikrofon auch weiterhin simpel von seinem Design her. Hinten haben wir den Anschluss für das USB-Kabel sowie ein Headset oder Kopfhörer, falls gewünscht. Obendrauf befindet sich ein Touchpad. Damit kann das Mikrofon gemutet werden. Das sieht man daran, dass sich die LED-Beleuchtung ausschaltet. Das hat mich ehrlich gesagt schon beim QuadCast 2 angenehm überrascht, weil man so gut sieht, ob das Mikrofon an ist oder nicht. Das mag für einige eine kleine Funktion sein, da mir das aber häufiger passiert, da meine Gedanken gerne mal abschweifen, finde ich das mit der LED, die mir sagt, ja, Mikrofon läuft, echt praktisch. Denn so verwende ich das Muten in OBS selbst gar nicht mehr.

Vorne haben wir auch wieder ein Rädchen, mit dem wir den Pegel einstellen können. Beim QuadCast 2 waren das einfach weiße Punkte, die einem angezeigt haben, wie weit man den Pegel hochgedreht hat. Das QuadCast 2 S hingegen zeigt mittels LED auch den Ausschlag an, wenn es Sound aufnimmt. An sich verstehe ich durchaus die Idee dahinter, doch die Punkte sind klein, die Beleuchtung dahinter schwach und wird durch die Spinne so oder so meist verdeckt.

Denn eins muss man über das Stativ negativ ankreiden: Es ist wirklich kurz. Personen, die größer sind, werden entweder eine Verlängerung dazwischenschrauben müssen oder am besten auf einen Schwenkarm zurückgreifen müssen. Auch lohnte es sich nie, den Regler ganz aufzudrehen, denn das Mikrofon ist durchaus sehr empfindlich für Nebengeräusche. Durch das Stativ sowie die Spinne steht das Mikrofon sicher auf dem Tisch. Das reicht für Podcasts auch absolut aus. Streamer hingegen sollten ebenfalls auf einen Schwenkarm zurückgreifen, denn selbst mit einer leisen Tastatur hört man natürlich das Geklicke der Tastatur und steht das Mikrofon auf dem Tisch, da helfen selbst die besten Einstellungen zum Ausblenden von Nebengeräuschen nicht.

HyperX QuadCast 2 S

HyperX QuadCast 2 S

Vier Aufnahmemodi

Auch gibt es hier wieder vier verschiedene Modi beim QuadCast 2 S. Schon der Vorgänger konnte in vier verschiedene Richtungen aufnehmen oder auch bestimmte Richtungen ausschalten. Mit Cardioid nimmt man zum Beispiel nur nach vorne auf, Bidirectional hingegen eignet sich, wenn man sich gegenübersitzt, und Stereo schließt die Aufnahmerichtung nach vorne und hinten aus und nimmt nur nach rechts und links auf. Welchen der Modi ihr nutzen möchtet, hängt ganz davon ab, wofür ihr es nutzt. Ich habe es jetzt vorwiegend in Cardioid und Stereo verwendet. Also für Streams als auch für eine Podcastaufnahme, wo man nebeneinandersaß, aber etwas auseinander. Da hat Stereo tatsächlich am besten funktioniert.

Zwischen den Modi könnt ihr im Übrigen auch über den Drehregler wechseln, indem ihr ihn gedrückt haltet. So müsst ihr nicht immer auf die Software zurückgreifen, um das einzustellen. Welcher Modus aktiv ist, wird durch den LED-Ring angezeigt, der sich um den Mute befindet. Insgesamt ist das Mikrofon und wie es seine Funktionen anzeigt extrem gut durchdacht und erleichtert visuell viele Dinge bei den Einstellungen.

HyperX QuadCast 2 S

HyperX QuadCast 2 S

32 Bit und 192 kHz: Lohnt sich das Upgrade?

So, nun aber zum eigentlichen Unterschied zwischen dem QuadCast 2 S und seinem Vorgänger. Das QuadCast 2 unterstützt 24 Bit / 96 kHz und das QuadCast 2 S 32 Bit / 192 kHz. Der Nachfolger hat hier aber noch mal ordentlich zugelegt. Ob sich das Upgrade allerdings lohnt, hängt davon ab, wofür ihr es nutzt. Natürlich geben 32 Bit viel mehr Spielraum, die Audiospur zu bearbeiten, vor allem bei Übersteuerung. Doch ehrlich gesagt finde ich nicht, dass man das unbedingt braucht. Egal, ob als Streamer oder für Podcasts. Im Bereich Video, Film, Fernsehen und Streaming ist der Standard 48 kHz, was beide Mikrofone absolut abdecken und vermutlich auch am besten mit dem Rechner funktioniert. Interessant ist die hohe Abtastrate für Sounddesigner und ASMR-Creator.

Eine weitere Sache, die ihr im Auge behalten solltet, ist das Thema Kompatibilität. Laut den Angaben von HyperX ist das QuadCast 2 S nur mit PC und Mac kompatibel, während man den Vorgänger auch an gängige Konsolen anschließen kann.

Zu guter Letzt schauen wir auch noch mal schnell in die Software. Das Mikrofon sollte alle Einstellungen, die ihr hier vornehmt, speichern und beibehalten, selbst wenn ihr es an ein anderes Gerät anschließt. Allerdings sind die Einstellungen überschaubar und unterscheiden sich kaum von dem, was man auch schon beim QuadCast 2 einstellen konnte. Nur dass man hier jetzt wesentlich mehr Kontrolle über die LED-Beleuchtung hat.

Fazit zum HyperX QuadCast 2 S

Das HyperX QuadCast 2 S ist eine gelungene Weiterentwicklung des QuadCast 2, die vor allem bei der Audioqualität und der LED-Beleuchtung Verbesserungen mit sich bringt. Die Bedienung direkt am Mikrofon ist weiterhin sehr gut durchdacht und besonders die verschiedenen visuellen Anzeigen machen es einfach, den aktuellen Status und die gewählten Einstellungen im Blick zu behalten. Die vier Aufnahmemodi sorgen zudem dafür, dass sich das Mikrofon sowohl für Streams als auch für Podcasts flexibel einsetzen lässt.

Ob sich ein Upgrade vom QuadCast 2 allerdings wirklich lohnt, ist eine andere Frage. Die 32 Bit / 192 kHz bieten zwar deutlich mehr Spielraum bei der Audiobearbeitung, für klassische Streams oder Podcasts dürfte dieser Unterschied aber nur bedingt relevant sein. Wer bereits mit dem Vorgänger zufrieden ist, bekommt daher nicht zwangsläufig einen Grund für einen Wechsel.

Kritik gibt es vor allem für das kurze Tischstativ und die Empfindlichkeit gegenüber Nebengeräuschen. Gerade Streamer sollten deshalb über einen Schwenkarm nachdenken. Auch einen Popschutz hätte ich bei der Ausstattung gerne direkt im Lieferumfang gesehen. Wer hingegen ein vielseitiges USB-Mikrofon für Streaming, Podcasts oder anspruchsvollere Audioaufnahmen sucht, bekommt mit dem HyperX QuadCast 2 S ein gelungenes Gesamtpaket.

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Bewertung von Eva Krumm
Sehr Gut
8

Das HyperX QuadCast 2 S überzeugt mit hoher Audioqualität, intuitiver Bedienung und vielseitigen Aufnahmemodi, bietet Besitzern des QuadCast 2 aber nur bedingt einen Grund für ein Upgrade.

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