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  • Das Wichtigste in Kürze
  • Das Open-Back-Design sorgt für einen sehr räumlichen und angenehmen Gaming-Sound.
  • Du hörst weiterhin etwas von deiner Umgebung. In einem ruhigen Raum ist das angenehm, in lauter Umgebung kann genau das zum Nachteil werden.
  • Das Mikrofon liefert eine gute Sprachqualität, bei meinem Test war allerdings ein leichtes Grundrauschen wahrnehmbar.
  • Rund 150 Euro sind für ein rein kabelgebundenes Gaming-Headset eine Ansage. Ob es das wert ist?

Gaming-Headsets versuchen meistens genau eines: dich möglichst stark von deiner Umgebung abzuschotten. Dicke Ohrpolster, geschlossene Muscheln und teilweise aktive Geräuschunterdrückung sollen dafür sorgen, dass möglichst wenig von außen zu dir durchdringt. Das HyperX Cloud Alpha Air macht genau das Gegenteil.

HyperX setzt erstmals innerhalb der Cloud-Alpha-Reihe auf ein Open-Back-Design. Die Ohrmuscheln sind also bewusst offen konstruiert. Dadurch kann Luft zirkulieren und Schall nach außen gelangen. Gleichzeitig hörst du deine Umgebung weiterhin deutlich besser als mit einem geschlossenen Gaming-Headset. Das klingt zunächst nach einem Nachteil, hat beim Spielen aber durchaus seinen Reiz.

Vor allem die Klangqualität hat mich im Test überzeugt. Spiele wirken räumlich und weniger so, als würde der komplette Sound direkt zwischen zwei geschlossenen Ohrmuscheln stattfinden. Gerade bei Spielen, bei denen Positionen von Gegnern oder Geräuschen wichtig sind, kommt diese breitere Klangbühne gut zur Geltung.

Das HyperX Cloud Alpha Air klingt beim Gaming richtig gut

Im Inneren sitzen laut HyperX dynamische 40-mm-Treiber. Der Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz. Interessanter ist aber die sogenannte Bass-Tube-Technologie. Ein typisches Problem offener Kopfhörer besteht darin, dass tiefe Frequenzen leichter entweichen und dadurch weniger kräftig wirken können. HyperX versucht genau das auszugleichen.

In meinem Test funktioniert das ordentlich. Das Cloud Alpha Air klingt nicht dünn und verliert auch bei Explosionen oder kräftigeren Soundeffekten nicht komplett seinen Druck. Gleichzeitig bleibt die Stärke des offenen Designs erhalten. Die Klangbühne wirkt breiter und natürlicher als bei vielen klassischen geschlossenen Gaming-Headsets. Gerade beim Gaming gefällt mir diese Mischung sehr gut. Schritte, Umgebungsgeräusche und einzelne Audioquellen lassen sich gut voneinander unterscheiden. Das Headset versucht nicht, alles mit übertriebenem Bass zuzudecken, sondern bietet ein vergleichsweise sauberes und räumliches Klangbild.

Du hörst weiterhin, was rund um dich passiert

Der wahrscheinlich größte Unterschied zu einem normalen Gaming-Headset fällt allerdings schon nach wenigen Minuten auf: Du bist nicht komplett von deiner Umgebung abgeschnitten. Ich finde das grundsätzlich angenehm. Wenn jemand mit mir spricht, eine Tür aufgeht oder rund um mich etwas passiert, bekomme ich das weiterhin mit. Man muss nicht permanent eine Ohrmuschel vom Kopf nehmen, nur um kurz mit jemandem im selben Raum zu sprechen. Auch die eigene Stimme klingt natürlicher. Bei geschlossenen Headsets höre ich mich teilweise dumpf oder unangenehm abgeschottet. Durch die offene Bauweise entsteht dieser Effekt beim Cloud Alpha Air deutlich weniger.

Aber genau hier liegt gleichzeitig einer der größten Nachteile. Das Headset kann nicht entscheiden, welche Geräusche du hören möchtest. Sitzt du in einem ruhigen Zimmer, funktioniert das Konzept hervorragend. Läuft neben dir ein Fernseher, unterhalten sich mehrere Personen oder arbeitet irgendwo ein lauter Lüfter, bekommst du davon ebenfalls deutlich mehr mit.

Für ein Gaming-Zimmer oder einen ruhigen Arbeitsplatz gefällt mir „Open Back“ deshalb ausgesprochen gut. In einer lauten Umgebung würde ich persönlich dagegen eher zu einem geschlossenen Headset greifen.

Auch nach längeren Sessions angenehm zu tragen

Das Cloud Alpha Air ist außerdem angenehm leicht. Ohne Mikrofon wiegt es laut Hersteller rund 275 Gramm. Die Ohrpolster bestehen aus Memory Foam und sind mit einem weichen Ultrasuede-Material überzogen. Der Kopfbügel wird durch Metall verstärkt. Gerade zusammen mit der offenen Bauweise entsteht dadurch ein sehr angenehmes Tragegefühl. Unter geschlossenen Ohrmuscheln kann es nach längeren Gaming-Sessions schnell warm werden. Beim Cloud Alpha Air ist der Luftaustausch naturgemäß besser.

Auch der Druck auf dem Kopf war für mich angenehm. Das Headset sitzt sicher, ohne mich nach längerer Zeit daran zu erinnern, dass ich es eigentlich noch trage. Das ist gerade bei mehrstündigen Sessions wichtiger als irgendwelche Marketing-Bezeichnungen auf der Verpackung.

Wer ein "Open-Back Headset" sucht wird beim HyperX Cloud Alpha Air fündig. - Bild: HyperX

Wer ein „Open-Back Headset“ sucht wird beim HyperX Cloud Alpha Air fündig. – Bild: HyperX

Das Mikrofon ist gut, ganz ohne Nebengeräusche geht es aber nicht

Zum Headset gehört ein abnehmbares, unidirektionales Mikrofon. Meine Stimme wurde damit verständlich und ausreichend klar übertragen. Für normalen Voice-Chat, Discord oder Gespräche während eines Spiels reicht die Qualität problemlos aus. Ganz perfekt war es bei mir allerdings nicht. Ein leichtes Rauschen war wahrnehmbar. Das ist bei Gaming-Headset-Mikrofonen nichts völlig Ungewöhnliches, fällt bei einem Produkt in dieser Preisklasse aber trotzdem auf.

Ich würde das Mikrofon deshalb als gut bezeichnen, nicht als herausragend. Wer hauptsächlich mit Freunden spielt und eine einfache Komplettlösung möchte, bekommt genau das. Wer regelmäßig Podcasts aufnimmt (wie ich), streamt oder besonders saubere Sprachaufnahmen benötigt, wird mit einem eigenen Mikrofon weiterhin besser bedient sein.

Kein Wireless für rund 150 Euro

Und dann kommen wir zu dem Punkt, bei dem ich beim Cloud Alpha Air am meisten überlegen musste: Das Headset ist nicht kabellos. HyperX liefert verschiedene Anschlussmöglichkeiten mit. Neben 3,5 mm gibt es USB-C beziehungsweise USB-A über den mitgelieferten Adapter. Dadurch funktioniert das Headset an PC, PlayStation, Xbox und weiteren Geräten. Bei Xbox erfolgt die Verbindung über 3,5 mm.

Technisch ist daran nichts auszusetzen. Eine Kabelverbindung hat schließlich auch Vorteile. Es gibt keinen Akku, den man laden muss, keine Funkverbindung, die Probleme machen könnte, und die Audioübertragung funktioniert unkompliziert. Trotzdem bewegen wir uns preislich bei ungefähr 150 Euro. In dieser Klasse gibt es bereits zahlreiche gute Wireless-Headsets. Wer sich daran gewöhnt hat, beim Spielen aufzustehen, ohne vorher ein Kabel abzustecken, könnte das beim Cloud Alpha Air deshalb als echten Rückschritt empfinden.

Die offene Konstruktion, die Bass-Tube-Technologie und der gute Klang rechtfertigen einen Teil des Preises. Trotzdem sollte man vor dem Kauf genau wissen, was man bekommt: Du bezahlst hier in erster Linie für Klang, Open Back und Tragekomfort, nicht für möglichst viele Komfortfunktionen.

HyperX Cloud Alpha Air im Test: Sehr guter Sound, wenn deine Umgebung dazu passt

Das HyperX Cloud Alpha Air hat mich vor allem klanglich überzeugt. Spiele wirken räumlich, sauber und gleichzeitig druckvoll genug. Gerade die Kombination aus offener Bauweise und trotzdem brauchbarem Bass funktioniert besser, als ich zunächst erwartet hatte. Dass ich gleichzeitig meine Umgebung weiterhin wahrnehmen kann, gefällt mir ebenfalls. In meinem Fall ist das eher ein Vorteil. Ich muss nicht komplett von allem abgeschottet sein, nur weil ich gerade spiele.

Das Mikrofon erfüllt seinen Zweck ebenfalls gut, auch wenn ich ein leichtes Rauschen wahrgenommen habe. Der größere Kritikpunkt ist für mich der Preis. Rund 150 Euro sind viel Geld für ein Headset, das komplett auf Wireless verzichtet.

Wer genau diese offene Klangcharakteristik sucht, bekommt dafür allerdings ein technisch interessantes Gaming-Headset. Wenn du in einer eher ruhigen Umgebung spielst, guten Sound möchtest und das entsprechende Budget hast, kann ich das HyperX Cloud Alpha Air empfehlen. Wer dagegen in einer lauten Umgebung sitzt oder für rund 150 Euro unbedingt Wireless erwartet, sollte sich vorher nach Alternativen umsehen.

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Test-System: AMD Ryzen 9 9950X3D; 64GB Dominator RAM DDR5-6000; AMD Radeon RX 7900 XTX 24GB DDR6; Gespeichert auf NVMe M.2. Corsair MP600 PRO XT; ASUS ROG STRIX X670E-F GAMING Motherboard

Bewertung von Markus Bauer
Sehr Gut
8

Das HyperX Cloud Alpha Air überzeugt mit einem sehr räumlichen Gaming-Sound, gutem Tragekomfort und einem für Open Back überraschend kräftigen Klang.

  • Sehr gute Soundqualität beim Gaming
  • Breite und natürliche Klangbühne
  • Du kannst deine Umgebung weiterhin wahrnehmen
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Mit rund 275 Gramm angenehm leicht
  • Trotz Open Back überraschend guter Bass
  • Gutes, abnehmbares Mikrofon
  • 3,5 mm, USB-C und USB-A möglich
  • Rund 150 Euro sind nicht günstig
  • Kein Wireless
  • Leichtes Mikrofonrauschen in meinem Test
  • Open Back kann in einer lauten Umgebung schnell zum Nachteil werden
  • Geräusche dringen auch nach außen

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