Der Chef von Take-Two nennt die Idee, KI könne GTA 6 erschaffen, lächerlich
Take-Two-CEO Strauss Zelnick hält es für lächerlich, dass KI wie Googles Project Genie Blockbuster wie GTA 6 erschaffen könnte.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive und damit Vorgesetzter von Rockstar Games, hat in einem Interview mit dem Podcast The Game Business eine klare Aussage zur Rolle von KI in der Spielentwicklung gemacht. Auslöser war Googles Project Genie, ein KI-Prototyp, der aus Text- oder Bildeingaben einfache begehbare 3D-Umgebungen generiert.
Als Genie Anfang 2026 öffentlich vorgestellt wurde, verloren mehrere Börsen-notierte Spielefirmen Kurswert, darunter auch Take-Two. Zelnick reagiert darauf mit einer Mischung aus Unverständnis und Klartext. Er sei gestündet gewesen über die Marktreaktion, sagte er, denn Entwicklungswerkzeuge seien offensichtlich nützlich für die Branche, keine Bedrohung. Die Idee, KI könne daraus per Knopfdruck einen Hit wie GTA erzeugen, bezeichnete er als lächerlich.
Warum Werkzeuge allein keine Hits machen
Zelnicks Kernargument ist kein technisches, sondern ein marktbezogenes. Es gibt bereits heute jährlich Tausende von Spielen, und die meisten scheitern. Die Verfügbarkeit von Entwicklungswerkzeugen war also noch nie das Problem. Die Frage, warum manche Spiele Millionen begeistern und andere nicht, lässt sich laut Zelnick nicht durch bessere Tools beantworten. Hits seien das Ergebnis von Kreativität, Erfahrung und menschlichem Urteilsvermögen, nicht von Werkzeugqualität.
Als Vergleich zieht Zelnick die Musikindustrie heran: KI könne schnell Musik erzeugen, aber keinen Longterm-Hit. Diese Inhalte seien eher Gimmicks, die kurzfristig unterhalten, aber keinen bleibenden Wert haben. Dieselbe Logik gelte für Spiele.
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GTA 6 ist vollständig von Hand gebaut
Für GTA 6 macht Zelnick eine besonders deutliche Aussage: Generative KI habe bei dem Spiel keinerlei Anteil an dem, was Rockstar entwickelt. Die Welt von GTA 6 sei handgebaut, Gebäude für Gebäude, Straße für Straße, Viertel für Viertel. Das sei genau das, was großartige Unterhaltung ausmache, und es solle auch so bleiben.
Gleichzeitig nutzt Take-Two KI intensiv intern. Laut Zelnick laufen aktuell Hunderte Pilotprojekte und Implementierungen in den Studios des Konzerns. Ziel ist es, Kosten zu senken und Effizienz bei sich wiederholenden Aufgaben zu steigern. Die Unterscheidung ist also klar: KI als internes Produktionswerkzeug. Nicht als Ersatz für kreative Arbeit an zentralen Spielelementen.
In der Zwischenzeit spekulieren die Fans über den möglichen Preis von GTA 6.
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