Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Um seine Mitarbeiter und Partner zu schützen, hat Square Enix eine neue Anti-Belästigungsrichtlinie eingeführt. Diese Richtlinie definiert, was Belästigung ist und wie das Unternehmen auf solche Vorfälle reagieren wird.
Im Zeitalter des Internets sind Drohungen und Belästigungen gegen Personen in der Spieleindustrie leider nicht selten. Dieses Verhalten ist nicht auf den Entwickler beschränkt. So gab es Morddrohungen gegen die Schauspielerin, die Abby in The Last of Us 2 spielt, und Nintendo musste ein Live-Event absagen, weil ein angeblicher Splatoon-Fan Gewalt androhte. In einer auf der Website von Square Enix veröffentlichten Richtlinie geht das Unternehmen gegen Belästigungen vor, die seine Mitarbeiter und Partner betreffen, vom Support-Team bis zu den Führungskräften.
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Obwohl Square Enix das Feedback seiner Fans und Kunden schätzt, erklärt das Unternehmen, dass Belästigungen durch Kunden inakzeptabel sind. Es hat klar definiert, was unter Belästigung zu verstehen ist und wie auf solche Vorfälle reagiert wird.
Square Enix wird hart gegen toxisches Verhalten vorgehen
Square Enix definiert Belästigung als Gewaltandrohungen, Verleumdungen, Geschäftsstörungen, Hausfriedensbruch und Ähnliches. Das Unternehmen hat genau festgelegt, was es als unzulässiges Verhalten betrachtet. Bei solchen Vorfällen behält sich der Entwickler das Recht vor, betroffenen Kunden den Service zu verweigern. In Fällen „böswilliger Absicht“ kann das Unternehmen rechtliche Schritte einleiten oder die Polizei einschalten, um seine Mitarbeiter zu schützen.
Leider sind solche Maßnahmen für Entwickler wie Square Enix wohl notwendig geworden. Einige Spieler haben wütende und bedrohliche Nachrichten an Mitglieder der Spielentwicklungsbranche geschickt, darunter Synchronsprecher und Schauspieler. Kürzlich wurde Sena Bryer, die Synchronsprecherin von Wuk Lamat in Final Fantasy 14 Dawntrail, Ziel von transphoben Angriffen.
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Bereits 2018 erhielt das Unternehmen mehrere Morddrohungen, und eine dieser Drohungen im Zusammenhang mit dem Gacha-Mechanismus führte 2019 zu einer Verhaftung. Außerdem musste der Entwickler 2019 ein Turnier absagen, da es ähnliche Drohungen erhielt wie Nintendo. Solche Ereignisse unterstreichen die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter in der Spieleindustrie.
Hier geht es zu unserer Podcast-Folge über das Thema – Episode 32: Skandale der Gaming-Welt und toxische Fans.
Quelle: Square Enix
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