Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Wie bereits in seiner ersten Amtszeit setzte Präsident Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Oval Office erneut auf Zölle als zentrales Element seiner Wirtschaftspolitik. Die Bemühungen, andere Länder zu neuen Handelsverhandlungen zu drängen, verstärkten sich am 2. April – einem Tag, den Washington als „Befreiungstag“ ausrief –, an dem flächendeckend allgemeine Zölle eingeführt wurden.
Eine Woche später verkündete die Regierung eine 90-tägige Aussetzung aller „gegenseitigen“ Zölle, mit Ausnahme derjenigen gegen China, das derzeit mit einem Gesamtzollsatz von 145 % belastet wird. Seitdem hat Trump außerdem Zölle auf bestimmte Elektronikartikel aufgehoben. Angesichts dieser Unsicherheiten beschloss Square Enix, keine Vorbestellungen für bestimmte Produkte mehr über seinen nordamerikanischen Store anzunehmen. Auch der Preis der Switch 2 wird von den genannten Zöllen betroffen sein.
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Laut Siliconera trat diese Entscheidung am 9. April in Kraft – dem Tag, an dem Washington die dreimonatige Aussetzung der Gegenzölle ankündigte. In einer Mitteilung an die Kunden erklärte das Unternehmen: „Angesichts der anhaltenden internationalen Zollunsicherheit haben wir beschlossen, einige neue Merchandise-Vorbestellungen vorübergehend auszusetzen.“ Gleichzeitig bedankte sich Square Enix bei seinen Fans für ihr Verständnis.
US-Zölle treffen die Spieleindustrie hart
Bislang betrifft diese Maßnahme ausschließlich Merchandise-Produkte und nicht Spiele. Noch immer können 181 Artikel dieser Kategorie vorbestellt werden (Stand: 16. April). Das Magazin Game Rant bestätigte, dass die nordamerikanische Vorbestellseite sowohl für die USA als auch Kanada identisch ist, was darauf hindeutet, dass die Entscheidung auch kanadische Kunden betreffen könnte. Square Enix hat bisher keine Angaben darüber gemacht, wie lange diese Maßnahme bestehen bleibt.
Da das Unternehmen wirtschaftliche Unsicherheit als Hauptgrund angibt, könnte die Aussetzung mindestens bis Mitte Juli 2025 dauern – also bis das dreimonatige Zollmoratorium in Washington ausläuft und sich die Zukunft bestimmter Zölle auf japanische Importe möglicherweise klärt. Trumps Zölle haben bereits Auswirkungen auf die Aktienkurse japanischer Spielefirmen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.
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Der Aktienkurs von Square Enix blieb seit Trumps Amtsantritt am 20. Januar vor drei Monaten weitgehend unverändert. Sollten die hohen Gegenzölle im Juli 2025 erneut eingeführt werden, könnte Square Enix die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weitergeben oder bestimmte Produkte in Nordamerika gar nicht mehr anbieten.
Hier geht es zu unserer Game Review zu Final Fantasy 7 Rebirth.
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