Verbirgt Sony Infos über physische PS5-Spiele?
Der Shitstorm gegen PlayStation klingt nicht ab. Nutzer der Social-Media-Plattform X versuchen nun, Informationen über physische Spiele zu korrigieren.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Ist das Schadenskontrolle? Seit Sony das Ende physischer Spiele angekündigt hat, tobt in den sozialen Medien ein gigantischer Shitstorm. Auf den offiziellen Accounts von PlayStation auf Facebook, X oder Instagram herrscht seit der Bekanntgabe am vergangenen Mittwoch allerdings Funkstille. Dabei posten die offiziellen Konten üblicherweise mehrmals täglich Clips zu kommenden Games oder Sonderangebote.
Ganz untätig sind die Social-Media-Manager aber womöglich nicht, geht es nach Nutzern auf X. Dort gibt es nämlich sogenannte Community Notes durch unabhängige Nutzer, die Falschinformationen korrigieren oder Kontexte ergänzen dürfen. Nach kurzer Zeit wurde an Sonys Ankündigung eine solche Community Note angehängt: „Digitale Käufe gewähren eine widerrufbare Lizenz, nicht jedoch das Eigentumsrecht. Sony hat kürzlich aufgrund von Lizenzbestimmungen Hunderte von gekauften StudioCanal-Filmen entfernt.“
Twitter/X-Inhalt
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Die Notiz wurde später entfernt. Manche vermuten, dass Sony ein Veto bei X eingelegt haben könnte. Inzwischen schrieben User mehrere neue Community Notes, die die Plattform mehrfach wieder entfernte (via X). „Die Abschaffung physischer Medien wirft verbraucherfeindliche Bedenken auf, vor allem hinsichtlich des Verlusts des Eigentums an Spielen. Der vollständige Übergang zur digitalen Form bedeutet, dass Nutzer widerrufbare Lizenzen anstelle von dauerhaften Inhalten erwerben“, hieß es in einer Neufassung. Das erlaube Sony, „den Zugriff nach Belieben zu sperren und gleichzeitig den Weiterverkauf und die Aufbewahrung zu unterbinden.“
Verzerrte Darstellung bei der Akzeptanz physischer PS5-Spiele?

Scalper verlangen Wucher-Preise für das Laufwerk für die PS5 Pro/Digital! – Bildmontage – Bilder: Sony Interactive Entertainment
Sony begründet die Entscheidung zum Disc-Aus ab 2028 damit, lediglich Trends zu folgen. Immerhin über 80 Prozent aller PlayStation-Inhalte werden laut einem Sony-Bericht inzwischen digital gekauft (via Gamespot). Das dürfte aber nur einen Teil des Gesamtbilds zeichnen, wie mehrere Community Notes darlegten. „Laut Informationen aus einem Insomniac-Leak machen die PlayStation-eigenen physischen Singleplayer-Titel 60 bis 77 Prozent des Umsatzes aus. Zu den Daten, die als Argument für einen Anstieg der digitalen Käufe herangezogen werden, gehören DLCs, Erweiterungen und exklusiv digital erhältliche Spiele.“
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Sony könnte durch den Wegfall von Discs nicht nur Geld einsparen, sondern auch die Kontrolle über den eigenen Markt erhöhen. In den letzten Tagen stiegen zudem die Sorgen bezüglich Eigentumsrechten und der langfristigen Erhältlichkeit digitaler Games. Wenige Tage zuvor ließ Sony Hunderte gekaufte Filme aus PlayStation-Konten entfernen (via TechRadar). Gleichzeitig sollen ab 2027 die digitalen Stores für PS3 und Vita eingestellt werden, die viele exklusive Spiele enthalten.
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