Sony bleibt stur: PS Plus bekommt keine Blockbuster zum Start
Sony bestätigt erneut: Keine Day-One-Releases von First-Party-Titeln bei PS Plus. Warum sie an ihrem Prestige-Kurs festhalten.
Werbung
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
Während Xbox mit dem Game Pass große Titel direkt zum Release anbietet, bleibt Sony bei PlayStation Plus (PS Plus) konsequent zurückhaltend. In einem Interview mit Axios-Reporter Stephen Totilo stellte Sony jetzt noch einmal klar: Es wird auch in Zukunft keine First-Party-Spiele am Releasetag im Abo geben.
Stattdessen landen PlayStation-exklusive Hits wie Astro Bot (Titelbild), Marvel’s Spider-Man 2 oder God of War Ragnarök frühestens 12 bis 18 Monate nach Veröffentlichung in der PS Plus-Bibliothek. Der Grund: Sony will seine Spiele als „Premium-Produkte“ schützen, also erst verkaufen, bevor sie ins Abo wandern. Immerhin möchte man die vielen Millionen für Entwicklung, PR und Co wieder hereinbekommen. Nicht umsonst ist PS5 die profitabelste Konsolen-Generation für Sony.
PS Plus wird kein Game Pass-Klon: Sony bleibt bei der Prestige-Strategie
Sony setzt auf Markenstärke und hohe Verkaufszahlen. Und das funktioniert: Viele PS5-Titel landen regelmäßig in den weltweiten Verkaufscharts, auch ohne Abo-Start. Oder weil gerade deswegen. Microsoft hingegen braucht Game Pass, um Reichweite und Nutzerbindung aufzubauen. Sony sieht darin offenbar keinen Zwang.
Statt Day-One-Hits gibt es bei PS Plus weiterhin nur vier bis fünf Indie-Neuerscheinungen pro Jahr. Vergleicht man das mit dem Game Pass, der monatlich neue Indie- und AAA-Spiele liefert, wirkt Sonys Angebot weniger dynamisch, besonders für Vielspieler.

Die Kämpfe von Horizon Zero Dawn Remastered sind auch nach all den Jahren immer noch beeindruckend. Trotzdem findet man das Spiel nicht auf PS Plus. – Bild: Sony Interactive Entertainment
Auch wenn PS Plus viele starke Titel enthält, fehlt oft das Gefühl von Neuheit. Große Spiele wie The Last of Us Part II oder die Horizon-Reihe fehlen teilweise oder waren nur kurz verfügbar. Ein echtes Abo-Erlebnis bedeutet aber auch: Stabilität. Wer bezahlt, will nicht ständig schauen, ob sein Lieblingsspiel plötzlich verschwindet.
- God of War Laufey zeigt Fayes neue Waffe und schon der halbe Triggerdruck verändert den Kampf
- Lesenswerter Artikel
- Game Pass, PS Plus und Switch Online: Immer mehr kündigen wegen der Kosten
- Lesenswerter Artikel
- PS Plus September 2026 geleakt: Diese drei Spiele soll Sony morgen ankündigen
- Lesenswerter Artikel
- Marvel’s Spider-Man 2 aus neuer Perspektive – Modder bringt First-Person
- Lesenswerter Artikel
- Marvel’s Spider-Man 2 bekommt überraschendes PS5-Update mit gewünschter Komfortfunktion
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation-Fans dürfen hoffen: Leak zeigt LEGO-PS1 mit Astro Bot
- Lesenswerter Artikel
- Ausgerechnet PlayStation bekommt jetzt „Call of Duty“ im Abo
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation-Fans kündigen PS Plus und senden Sony damit eine klare Botschaft
- Lesenswerter Artikel
Dabei müsste Sony gar nicht den eigenen Kurs komplett ändern. Schon ein neuer Day-One-Titel pro Monat – ob Indie oder Third-Party – könnte PS Plus deutlich attraktiver machen. Dazu mehr Vielfalt, stärkere Partnerschaften mit kleineren Studios, und ein bisschen Mut zur Entdeckung neuer Ideen.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !





