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Artikel von Tim Rantzau +
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Die Ankündigung von Sony, ab Januar 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen, schlägt weiterhin hohe Wellen. Während das Unternehmen den Schritt mit dem Wandel hin zu digitalen Käufen begründet, wächst in der Community der Widerstand. In sozialen Netzwerken rufen zahlreiche Spieler inzwischen sogar dazu auf, PlayStation Plus zu kündigen, um gegen die Entscheidung zu protestieren.

Unter Beiträgen auf X, Reddit und anderen Plattformen berichten zahlreiche Nutzer, dass sie ihr PlayStation Plus-Abonnement nicht verlängern wollen. Andere fordern einen umfassenden Boykott digitaler Käufe, solange Sony an seinem Kurs festhält. Aus Sicht vieler Fans geht es dabei längst nicht mehr nur um Discs, sondern um den Erhalt des Eigentums an gekauften Spielen sowie den Gebrauchtmarkt.

Spieler sorgen sich um die Zukunft digitaler Spiele

Viele Kritiker argumentieren, dass physische Spiele Vorteile bieten, die bei einer rein digitalen Zukunft verloren gehen. Discs lassen sich verleihen, weiterverkaufen oder sammeln. Zudem sehen einige Spieler die Gefahr, dass digital gekaufte Inhalte irgendwann nicht mehr verfügbar sein könnten – etwa wenn Lizenzen auslaufen oder digitale Stores geschlossen werden.

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Die Diskussion wird zusätzlich durch Sonys bereits angekündigte Schließung der PlayStation Store-Versionen für ältere Konsolen wie PS3 und PS Vita angeheizt. Zwar bleiben bereits gekaufte Inhalte vorerst weiterhin downloadbar, dennoch sehen viele Fans darin ein weiteres Zeichen für die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Plattformen.

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Ob der Protest Wirkung zeigt, bleibt offen

Wie groß die Boykottbewegung tatsächlich ist, lässt sich derzeit nicht beziffern. Zwar häufen sich Aufrufe, PlayStation Plus zu kündigen, doch konkrete Zahlen zu stornierten Abonnements gibt es bislang nicht. Gleichzeitig ist bekannt, dass digitale Verkäufe inzwischen den Großteil der PlayStation-Umsätze ausmachen. Laut Sony wurden zuletzt rund 80 Prozent aller Vollpreisspiele digital gekauft.

Ob der Protest das Unternehmen zum Umdenken bewegt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Sonys Entscheidung die Community tief spaltet. Während einige Spieler den vollständigen Wechsel zum digitalen Vertrieb als logischen Schritt ansehen, betrachten andere das Ende der Disc als Verlust eines wichtigen Bestandteils der Gaming-Kultur. Die Debatte dürfte Sony deshalb noch eine ganze Weile begleiten.

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