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Override 2: Super Mech League (PS5) – Review

Mir fehlen hier eindeutig Kaijus.

Review von
Override 2 Title © Modus Games

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie spielt sich das Game?
  • Wie ist die Steuerrung?
  • Bietet es genug um hängen zu bleiben?

Der Film Pacific Rim war aus meiner Sicht pure Unterhaltung. Zumindest der erste teil war es. Und so spricht das Thema von gigantischen Mechs, die sich gegenseitig auf die Nase hauen, irgendwie das innere Kind in mir an. Jetzt war also meine Erwartung gar nicht mal so hoch. Denn ich wollte Mechs die sich gegenseitig auf die Glocke hauen und genau das bekam ich auch. Oder etwa nicht? Das Review zu Override 2: Super Mech League fällt leider etwas nüchtern aus.

Review – Override 2: Super Mech League was ist das eigentlich?

Wenn man das Spiel Googlet, erhält man als Erklärung, dass es sich um ein kompetitives Arena-Kampf-Spiel handelt. So ist es auch gut beschrieben. Mit einer bunten Auswahl an Mechs, die alle sehr unterschiedlich aussehen und auch kämpfen. Gemäß Pacific Rim haben auch diese sehr coole und zum Typ passende Namen. Auch wenn mir Gipsy Danger und Crimson Typhoon hier fehlen, so sind die einzelnen Mechs wirklich liebevoll gestaltet. Welcher Mech allerdings vom Kampfstil zu einem passt, muss man wirklich einfach ausprobieren, da man bis auf die Namen und das Aussehen keinerlei Infos zu ihnen bekommt. In diesem Punkt liefert Override 2 für den Review mal genau das was ich erwartet habe

Override 2 Screenshot 5 © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Wähle deinen Mech! © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Totale Zerstörung und doch wieder nicht – Override 2 im Review

Also kämpferrisch ist Override 2 doch etwas fordernder als ich dachte. Denn jeder Arm und jedes Bein wird von einer der Schultertasten gesteuert und ein Button-Mashing ist absolut nicht möglich. Da es sich ja um gigantische Roboter handelt, brauchen die Zeit zwischen den einzelnen Schlägen. Um eine Kombination zu landen, bedarf es also guten Timings. Ein Punkt der mich auch in Street Fighter gerne mal den Kürzeren ziehen ließ. Aber dies kann man Override 2 für den Review ebenfalls positiv anrechnen. Da es verhindert durch „Ich drück einfach mal alles“ einen Sieg einzufahren. Und die Mechs schenken sich mit ihren gewaltigen und explosiven Angriffen nichts.

Umso bedauerlicher ist es aber, dass ich an dieser Stelle einen massiven Punkt im Review von Override 2 abziehen muss. Denn trotz all dieser Feuerkraft und mechanischen Power, gibt es keinerlei sichtbare Zerstörung. Setzt man dem Gegner ordentlich zu oder steckt diesen sogar in Brand, so sind spuren von Rus schon das maximum am „Schaden“ dass zu sehen ist. Die Arenen in denen man aufeinander trifft, sind teilweise Stadtgebiete mit Gebäuden. Wenn sich da zwei Roboter kloppen die größer sind als die Gebäude, geht natürlich einiges zu Bruch. Aber diese Animationen sehen eher aus wie aus einem Lego-Game, als aus einem Mech-Arena Fight. Vermutlich wollte man sich so ein Kind-gerechtes Rating sichern.

Override 2 Screenshot 2 © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Zerstörung ohne Folgen © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Waffen, Würfe und Welt-Events

Das Spiel würde allerlei Möglichkeiten bieten um aus dem Gegner ein Häufchen Alt-Eisen zu machen. Es gibt Waffen die man aufheben kann wie ein riesiges Schwert, einen Raketenwerfer oder auch simple gigantische Schrotflinten. Sprengfässer, Felsen oder auch ganze Gebäude können hoch gehoben werden, nur um sie dem Anderen an den Kopf zu werfen. Es ist also eine durchaus interaktive Umgebung und diese kann sich verändern. An manchen Stellen lässt sich auch ein „Hebel“ aktivieren um den Feind kurz bewegungsunfähig zu machen. Und trotz all dieser Chancen ist der Grad an Zerstörung die sichtbar ist, leider nur sehr schwach. Override 2 hätte nicht nur im Review das Potenzial, aber leider liefert es hier nicht ab.

Override 2 Screenshot 6 © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Spielmodi © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Online, Multiplayer oder Singleplayer?

Zur Info, wer ein Tutorial sucht, sollte zu erst die Ligen spielen. Ich hab vergebens danach gesucht und fand das Tutorial dann zufällig, weil ich jeden Modus testen wollte. Die Ligen sind hier das „Karriere“ System. Hier kämpft man sich durch Turniere gegen Bots oder Online Spieler durch um Preisgelder zu erlangen oder auch neue kosmetische Items freizuschalten. Allerdings, so ehrlich muss man sein, bringen diese genau gar keinen optischen Vorteil im Spiel. Da man nur seinen Avatar verändert. Dies geschieht dann in der Garage. Im Versus kann man ganz klassisch gegen andere Spieler auf der Couch antreten oder gegen KI Bots. 1v1, 2v2 oder 4 Spieler in einem Jeder gegen Jeden Chaos Match. Wobei Chaos hier das Stichwort ist. So bietet Override 2 leider im Review keinerlei Anreiz für mich als Solo-Spieler mehr Zeit hinein zu investieren.

Ist man allerdings in einer Freundesrunde und will mal ein Kampfspiel zocken, dass einfach einen gewissen eigenen Flair hat, ist man hier ganz gut aufgehoben. Für die Blutigen Kämpfe hat man ja noch Mortal Kombat 11: Ultimate. Aber wenn es Kinderfreundlich sein darf und einen leichten Touch von Godzilla bzw. Pacific Rim haben soll, ist Override 2 ein solider Multiplayer. Hier holt sich Override 2 auch im Review gut Punkte zurück. Denn die Funktionen und den Effekt eines Arena-Fighting Games, erfüllt es ganz gut. Solche Spiele machten schon immer mehr Spaß, wenn der Freund neben einem auf der Couch saß, den man da gerade pulverisiert hat.

Override 2 Screenshot 4 © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Tutorial gefunden! © Modus Games, Screenshot: DailyGame

Grafik und Sound

Wer sich hier eine tolle Grafik erwartet wird leider sehr enttäuscht sein. Grafisch ist das Game auf einem soliden PS4 bzw. Xbox One Level. Da wäre sicher noch mehr drin gewesen. Der Sound ist okay aber nicht erwähnenswert. Er ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Das macht ihn eher belanglos. Etwas hat mich jedoch sehr gestört. In den Kämpfen kann es mit den Sprüngen, Schüssen, Würfen und Blaster-Angriffen sehr schnell und chaotisch hergehen. Besonders wenn 4 Mechs in der Arena sind. In mehreren Matches hat mich die Kamera einfach mal aus dem Bild verloren und es dauerte eine ganze Weile bis ich es schaffte, meinen Mech wieder zu sehen. Die Steuerung in Override 2 ist somit alles andere als Leicht und kostet wieder Review Punkte. Oft wollte ich auch an einen bestimmten Punkt um eine Waffe zu holen oder ähnliches, der Gegner machte einen Schritt zur Seite und die Kamera wechselte die Position, dass ich in meiner Bewegung komplett versetzt wurde.

Fazit zu Override 2: Super Mech League

Ich will Kaijus! Nein ehrlich, das Spiel ist ein netter kleiner Zeitvertreib für Zwischendurch. Wenn man Freunde da hat und etwas sucht womit man sich gegenseitig etwas herausfordern kann. Vielleicht macht man zu Hause auch ein kleines Turnier. Für solche Dinge kann ich es mir sehr gut vorstellen. Die Runden sind kurz und knackig wenn beide Piloten wissen was sie tun. Aber insgesamt fällt mein Urteil für Override 2 in dem Review eher nüchtern bis bescheiden aus. Denn es fehlt der langzeit Spaß. Besonders für einen Solo-Player ist keinerlei Anreiz da um sich da wirklich „hineinzusteigern“. Ich glaube auch, hätte man auf das kindgerechte Rating verzichtet und daraus eine richtig brutale Mech-Zerstörungs-Schlacht gemacht, würde es vermutlich noch einiges mehr Spaß machen.

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ReviewWertung

6SCORE

Trotz eher simpler Erwartungen ein müdes Erlebnis für den Einzelspieler. Für eine Couch Coop Runde bietet es jedoch durchaus Kurzweil.

Detail-Wertung

Grafik

5

Sound

5

Gameplay

7

Motivation

2

Steuerung

6

Multiplayer

7

Kommentare

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