Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Es ist offiziell noch nicht bestätigt und doch ist es sicher: The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered wird am 22. April 2025 endlich der Öffentlichkeit präsentiert. Vielleicht sogar als Shadow-Drop, wie frühere Hinweise vermuten lassen. Und obwohl ich mich riesig über die „Rückkehr nach Cyrodiil“ freue, bleibt ein fader Beigeschmack: Wird das Remake gerade deshalb veröffentlicht, weil The Elder Scrolls 6 noch Lichtjahre entfernt ist?
Wenn ich ehrlich bin: Ein Oblivion-Remake klingt nach einem Traum. Die Musik, die Welt, der nostalgische Charme, all das nochmal in moderner Optik zu erleben, lässt mein Herz höher schlagen. Aber ich frage mich auch: Warum ausgerechnet jetzt? Warum nach so vielen Jahren ein Remake, wo man doch eigentlich erwartet hätte, dass Bethesda längst an einem würdigen Nachfolger von Skyrim arbeitet (das uns öfters aufgekocht wurde als ein Grenadiermarsch beim Bundesheer)?
Ist das „The Elder Scrolls 6“-Schattenmanagement?
Ein naheliegender Gedanke: Bethesda weiß, dass TES6 noch lange auf sich warten lässt und schiebt daher ein Remake dazwischen, um die Wartezeit zu überbrücken. Für uns Fans ist das natürlich ein schönes Trostpflaster, aber auch ein stilles Eingeständnis: The Elder Scrolls 6 ist noch nicht mal annähernd bereit.
Das passt ins Bild. Immerhin ist Skyrim schon 14 Jahre alt, The Elder Scrolls: Online feiert bald seinen elften Geburtstag. Und während Starfield vor einiger Zeit zwar gelauncht wurde, hat es das TES-Vakuum nicht wirklich füllen können, zumindest nicht für jene, die nur auf ein neues Kapitel in Tamriel warten. Nicht falsch verstehen. Ich hab Starfield gemocht. Hab Stunden damit verbracht mir mein „perfektes Raumschiff“ zu bauen. Aber hat es bei mir irgendetwas hinterlassen? Nein.

Starfield hatte nie den Charme eines The Elder Scrolls-Spiels und wenn ich daran denke, dass sich deswegen TES VI erst in vielen Jahren spielen kann, hasse ich es ein wenig. – Bild: Bethesda / Screenshot: DailyGame
Weitere Remakes im Anflug?
Dass Bethesda offenbar auch an einem Fallout 3-Remake arbeitet, lässt sich kaum als Zufall werten. Statt neue Hauptspiele zu liefern, scheint man auf altbewährte Klassiker zu setzen. Auch das wirkt auf mich eher wie ein Ablenkungsmanöver denn wie ein echter Fortschritt. Klar: Remakes verkaufen sich gut. Aber sie sind auch ein Zeichen dafür, dass das nächste große Ding noch lange auf sich warten lässt. Und The Elder Scrolls VI ist nicht wirklich um die Ecke.
- Xbox-Post entfacht neue Hoffnung auf The Elder Scrolls 6 im Jahr 2026
- Lesenswerter Artikel
- DAS Rollenspiel (das wir schon fast vergessen haben) kommt frühestens 2028
- Lesenswerter Artikel
- The Elder Scrolls 6: Nächster Leak sorgt für Ärger – Kommt die große Enttäuschung 2026?
- Lesenswerter Artikel
- The Elder Scrolls 6: Hammerfell und High Rock als wahrscheinlichste Schauplätze
- Lesenswerter Artikel
- Oblivion Remastered: Update 1.2 bringt mehr Performance, neue Schwierigkeitsgrade und Quest-Fixes
- Lesenswerter Artikel
- Gerücht: Interner Trailer zu The Elder Scrolls VI bei Microsoft im Umlauf
- Lesenswerter Artikel
Und genau da liegt das Problem. Niemand weiß, wann TES6 endlich wieder Thema wird. Ich persönlich rechne dieses Jahr nicht mehr mit einem echten Update, nicht nach dem Launch des Remakes. Warum sollte Bethesda dem eigenen Produkt sofort die Show stehlen? Das heißt für alle The Elder Scrolls-Fans da draußen: abwarten, Tee trinken und vielleicht zum dritten, vierten oder fünften Mal nach Cyrodiil reisen. Und so schön diese Reise auch sein mag: Eigentlich hatten wir auf etwas Neues gehofft.

The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered kommt! Die große Live-Show ist für den 22. April angekündigt. – Bild: Bethesda
Ich will mich nicht beschweren. TES IV: Oblivion ist ein fantastisches Spiel, und ein gut gemachtes Remake kann für viele Fans, mich eingeschlossen, ein echtes Highlight werden. Aber ich wäre nicht ehrlich, wenn ich nicht zugeben würde: Es fühlt sich ein wenig an wie Stillstand. Wie ein Lückenfüller. Und wie ein deutliches Zeichen, dass wir The Elder Scrolls VI besser erst mal von der Wunschliste streichen, zumindest für die nächsten Jahre. Über Fallout 5 möchte ich gar nicht nachdenken. Vorher ziehen vielleicht meine Kinder aus, die nach TES V: Skyrim auf die Welt gekommen sind.
Stimmt etwas nicht oder fehlt dir was? Melde dich, wir kümmern uns darum. Nutze unser Feedback-Formular!
