2 Min. lesen
Artikel von Markus Bauer +
DailyGame bei Google merken

Der Nintendo Switch eShop war lange einer der nervigsten Teile der Konsole. Spiele suchen, Angebote durchscrollen, Seiten öffnen: Alles fühlte sich oft langsam und träge an. Gerade mit der riesigen Menge an Spielen wurde der Store über die Jahre immer schwerfälliger.

Es dauerte nur 10 Jahre und Nintendo überraschend nachgebessert. Mit dem Systemupdate 22.5.0, das heute am 16. Juni 2026 veröffentlicht wurde, wurde das Layout des Nintendo eShop überarbeitet. Offiziell nennt Nintendo (via Support-Seite) außerdem eine neue Farbanpassung an den dunklen Systemmodus, eine PIN-Abfrage für eShop-Nutzung und gespeicherte Zahlungsmethoden sowie neue 10-Sekunden-Sprünge bei Vollbildvideos in News oder eShop.

Warum der eShop plötzlich schneller wirkt

Nintendo Switch-Nutzer berichten nach dem Update von einer deutlich schnelleren Oberfläche. Der entscheidende Punkt könnte die neue Struktur sein. Der alte eShop der Switch wirkte lange wie eine Webansicht innerhalb der Konsole. Das machte ihn langsam und unflexibel.

Mit dem neuen Update scheint Nintendo den Store stärker wie eine eigene App umzusetzen. Ein wichtiger Hinweis dürfte die Dark-Mode-Unterstützung sein: Eine reine Webansicht hätte sich nicht so sauber an das Systemthema angepasst. Damit rückt der eShop auf der alten Switch an die Switch 2-Version heran. Besonders das Scrollen durch aktuelle Angebote ist viel flüssiger als vorher.

Eine späte, aber wichtige Verbesserung

Natürlich kommt dieses Update spät. Die ursprüngliche Switch erschien 2017. Viele Spieler haben sich jahrelang über den langsamen Store beschwert. Dass Nintendo die Verbesserung ausgerechnet rund ein Jahr nach dem Start der Switch 2 bringt, wirkt fast ironisch.

Trotzdem ist das Update sinnvoll. Millionen Spieler nutzen weiterhin eine normale Switch oder Switch Lite. Außerdem bleiben viele ältere Spiele auch auf der neuen Plattform relevant. Ein schnellerer eShop hilft also nicht nur Käufern, sondern auch Entwicklern, deren Spiele leichter gefunden werden.

Der schnellere Store löst aber nicht jedes Problem. Die Geschwindigkeit ist besser, aber die Auffindbarkeit guter Spiele bleibt eine eigene Baustelle. Außerdem befindet sich im eShop noch sehr viel Müll. Billige Nachahmer-Titel, die irgendwo in der Suche „aufpoppen“.  Trotzdem war der Schritt wichtig. Der alte Switch eShop fühlt sich nach Jahren endlich weniger wie ein Bremsklotz an.

Es bleibt nur eine Frage: Warum hat das so lange gedauert?

Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !

Kategorie(n)

Mehr entdecken

Weiterlesen