Nintendo warnt: RAM-Situation und US-Zölle könnten „Switch 2“-Preis bald beeinflussen
Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa äußert sich zu steigenden RAM-Preisen, US-Zöllen und möglichem Preisdruck bei der Switch 2.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Switch 2 startete am 05. Juni 2025 weltweit und verkauft sich schneller als jede andere Nintendo-Konsole bisher, auch wenn es im Weihnachtsgeschäft einen leichten Dämpfer gab. Dieser „Dämpfer“ könnte anhalten. Firmenpräsident Shuntaro Furukawa hat in einem Interview mit Kyoto Shimbun (via VideoGamesChronicle.com) offen eingeräumt, dass steigende RAM-Preise und internationale Zölle zu den größten wirtschaftlichen Unsicherheiten rund um die neue Konsole zählen. Konkrete Preissteigerungen wollte er zwar nicht bestätigen, doch die Richtung ist klar: Nintendo beobachtet die Situation sehr genau.
Ein zentrales Thema ist der weltweite Anstieg der Speicherpreise. Hintergrund ist der enorme Bedarf großer KI-Rechenzentren, die aktuell riesige Mengen an RAM aufkaufen. Dadurch wird Speicher knapper und teurer. Für ein Hardwaregeschäft wie das von Nintendo ist das besonders heikel, denn Komponentenpreise haben direkten Einfluss auf die Gewinnspanne der Switch 2. Furukawa betont, dass es derzeit keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Erträge gebe. Gleichzeitig macht er aber deutlich: Der Markt sei extrem volatil, langfristige Planung dadurch schwieriger denn je. Nintendo versucht, dieses Risiko durch frühzeitige und langfristige Beschaffung abzufedern. Ein klassischer Nintendo-Ansatz, der jedoch nicht alle externen Faktoren kontrollieren kann.
US-Zölle als Kostenfaktor für Nintendo Switch 2
Neben RAM sind auch US-Zölle auf japanische Produkte ein ernstzunehmender Kostenpunkt. Nintendo rechnete bereits zu Beginn des Geschäftsjahres mit einer Belastung in Höhe von mehreren Zehn Milliarden Yen (ca. 54 Millionen Euro). Eine Prognose, die sich laut Furukawa in der ersten Jahreshälfte bereits bestätigt hat.
Besonders brisant: Nintendo betrachtet Zölle grundsätzlich als Kosten, die langfristig an Verbraucher weitergegeben werden könnten, nicht nur in den USA wo sie entstehen, sondern weltweit. Gleichzeitig steht das Unternehmen vor einem strategischen Spagat: Einerseits sollen Kosten abgefedert werden, andererseits darf der Einstieg in die neue Hardware-Generation nicht durch hohe Preise ausgebremst werden.

Nintendo Switch 2 erschien weltweit am 05. Juli 2025. Laut aktuellen Schätzungen verkaufte sie sich bisher 12,49 Millionen Mal. – Bild: Nintendo – Montage
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„Switch 2“-Preis bleibt vorerst auf Launch-Niveau, aber mit Vorbehalt
Aus genau diesem Grund hielt Nintendo die Preise für die Switch 2 in den USA zunächst bewusst zurück. Zwar blieb der Konsolenpreis stabil, doch Zubehör wurde bereits teurer. Dass dies kein Einzelfall war, zeigte sich im August, als Nintendo auch die Preise der ursprünglichen Switch-Modelle anhob, offiziell wegen „Marktbedingungen“. Diese Entwicklung dient vielen Fans nun als Warnsignal: Auch wenn Furukawa Preiserhöhungen aktuell als „hypothetisch“ bezeichnet, schließt Nintendo sie langfristig nicht aus.
2026 ist für Nintendo ein Schlüsseljahr. Die Switch 2 soll sich schnell am Markt etablieren, während externe Faktoren wie Speicherpreise, Wechselkurse und Handelspolitik zunehmend Druck ausüben. Furukawas Aussagen klingen ruhig, doch zwischen den Zeilen wird klar: Nintendo bewegt sich auf schmalem Grat.
Für dich bedeutet das vorerst Entwarnung, aber keine Garantie. Der Preis für eine Switch 2 könnte Ende 2026 anders aussehen als heute.
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