Nächster Schlag für PC-Gamer: Nvidia könnte GPU-Produktion wegen RAM-Krise drastisch senken
Die anhaltende RAM-Krise könnte Nvidia zwingen, die Produktion von RTX-Grafikkarten 2026 stark zu senken. Was das für Preise, Verfügbarkeit und PC-Gamer bedeutet.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Plausibel! - Die vorliegenden Hinweise wirken stimmig und nachvollziehbar.
PC-Gaming steckt mitten in einer seiner schwierigsten Phasen seit Jahren und jetzt droht der nächste Rückschlag. Neue Gerüchte deuten darauf hin, dass Nvidia die Produktion seiner RTX-Grafikkarten Anfang 2026 deutlich zurückfahren könnte. Der Grund: die eskalierende RAM-Krise, die bereits jetzt massive Auswirkungen auf Preise und Verfügbarkeit von Hardware hat.
Noch ist nichts offiziell bestätigt, doch die Signale sind alarmierend. Sollte es tatsächlich so kommen, könnten PC-Gamer schon bald vor einem altbekannten Problem stehen: zu wenig GPUs, zu hohe Preise und noch mehr Frust beim Aufrüsten.
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Wie die RAM-Krise alles ins Wanken bringt
Auslöser der aktuellen Situation war ein massiver, branchenweiter DRAM-Auftrag von OpenAI (via „Moore’s Law Is Dead“ auf YouTube). Um die weltweiten KI-Rechenzentren zu versorgen, sicherten sich große Player enorme Mengen an Speicher, mit direkten Folgen für den Consumer-Markt. Hersteller wie Micron zogen sich teilweise aus dem klassischen RAM- und SSD-Geschäft zurück, während Samsung und SK Hynix ihre Preise drastisch anhoben.
Das Ergebnis spüren Gamer längst im Geldbeutel: DDR5-RAM-Kits, die vor wenigen Monaten noch unter 200 Euro lagen, kosten inzwischen teilweise über 500 Euro und mehr. Und genau dieser Speicher ist auch für moderne Grafikkarten unverzichtbar.

Crucial von Micron wird eingestellt. Das Unternehmen widmet sich zukünftig Rechenzentren, statt kleinen Konsumenten wie PC-Gamern. – Bild: Micron – Bildmontage
RTX-GPUs könnten das nächste Opfer sein
Laut Berichten aus dem chinesischen Board Channels Forum (via Overclock3D.net) erwägt Nvidia, die Produktion von Gaming-GPUs um 30 bis 40 Prozent zu senken, gemessen am Niveau von 2025. Besonders betroffen sein könnten ausgerechnet die Grafikkarten, die für viele Spieler aktuell am attraktivsten sind: RTX 5060 Ti und RTX 5070 Ti.
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Der Grund ist nüchtern und ernüchternd. Diese Modelle nutzen 16 GB GDDR7-Speicher, sind vergleichsweise günstig und bringen Nvidia geringere Margen als teurere High-End-Karten. Wenn Speicher knapp und teuer ist, lohnt es sich für Nvidia wirtschaftlich schlicht mehr, weniger Stückzahlen mit höherem Gewinn zu produzieren. Für PC-Bastler heißt das im Klartext: weniger Mittelklasse-Grafikkarten, weniger Bestände bei den Händlern und steigende Preise. Schon wieder. Als hätte Covid-19 und ein gestrandetes Container-Schiff nicht schon gereicht, sorgt jetzt der KI-Boom für eine massive Preiserhöhung.
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Nicht nur PC-Gaming, auch PlayStation, Xbox, Switch & Co betroffen!
Die Auswirkungen könnten weit über den PC-Markt hinausgehen. Nvidias Tegra-T239-Chip treibt die Nintendo Switch 2 an, eine der erfolgreichsten Plattformen des Jahres 2025. Schon jetzt wird über mögliche Preissteigerungen der Konsole diskutiert. Sollten Speicherengpässe und Produktionskürzungen anhalten, könnte auch Nintendo 2026 unter Druck geraten. Microsoft hat bereits seine Preise erhöht. Sony setzt auf Verkaufszahlen und hat derzeit noch viele PS5-Angebote laufen. Aber 2026 wird die Sache anders aussehen.
Aktuell sind Karten wie die RTX 5070 Ti noch regulär bei großen Händlern erhältlich. Zum Beispiel bekommst du eine ASUS GeForce RTX 5070 Ti für rund 800 Euro (lt. Preisabfrage von heute bei Geizhals.at). Doch wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, könnte sich das Fenster schneller schließen, als vielen lieb ist. PC-Gamer stehen erneut vor einer unbequemen Entscheidung: jetzt zuschlagen oder riskieren, später deutlich mehr zu zahlen. Die bisherigen Preiserhöhungen bei SSD und DDR5-Arbeitsspeicher tun ihr übriges.
Eines ist klar: Die RAM-Krise ist längst kein abstraktes Industrieproblem mehr. Sie trifft das Herz aller Gamer und Nvidia könnte gezwungen sein, Entscheidungen zu treffen, die wir erneut teuer zu stehen bekommen. Derzeit noch ein Gerücht, aber vielleicht bald bittere Realität.
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