Nintendo kauft „Splatoon-Mitentwickler“ Bandai Namco Singapore – Ein strategischer Schritt für Switch 2?
Was die Übernahme wirklich bedeutet und warum sie Nintendo langfristig stärkt.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Nintendo überrascht die Gaming-Welt mit einer seiner wichtigsten Studio-Übernahmen der letzten Jahre: Der Konzern kauft Bandai Namco Singapore (u.a. Splatoon 3) vollständig auf, ein Entwicklerteam, das hinter einigen der erfolgreichsten Nintendo-Projekte der jüngeren Vergangenheit steht. Der Deal soll bis Frühjahr 2026 abgeschlossen sein und könnte bedeutende Auswirkungen auf die Zukunft der aktuellen Switch 2-Konsole haben.
Die Übernahme kommt nicht plötzlich. Nintendo und Bandai Namco arbeiten seit Langem eng zusammen, und das Singapurer Studio hat über Jahre hinweg gezeigt, dass es die hohen Qualitätsstandards des japanischen Herstellers nicht nur versteht, sondern selbst mitprägt. Doch dass Nintendo jetzt alle Anteile übernimmt und das Studio in Nintendo Studios Singapore umbenennt, zeigt vor allem eines: Das Unternehmen baut gezielt seine Entwicklungsbasis aus, so umfassend wie seit Jahren nicht mehr.
Ein Studio mit beeindruckender Nintendo-Historie
Bandai Namco Singapore wurde 2013 gegründet und ist spätestens seit Splatoon 3 ein entscheidender Faktor im Nintendo-Portfolio. Das Studio arbeitete eng mit Nintendo EPD zusammen und trug maßgeblich zum bislang erfolgreichsten Splatoon-Teil bei. Darüber hinaus sammelte das Team wichtige Erfahrung in internationalen Produktionen wie:
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- Soul Calibur 6
- Ace Combat 7: Skies Unknown
- Taiko no Tatsujin: VR Festival
Der Mix aus Nintendo-Know-how und technischer Expertise macht das Studio zu einem idealen Baustein für kommende Projekte.
Warum Nintendo dieses Studio unbedingt wollte
Nach Jahren mit verhältnismäßig wenigen Übernahmen zeigt Nintendo nun neue Ambitionen. Gründe für den Kauf gibt es genug. So könnte Nintendo die Marke Splatoon ausbauen. Regelmäßige Updates für Splatoon 3 wurden eingestellt, vielleicht erscheint bald ein neues Spiel für die Switch 2 aus dem Franchise. Andererseits könnte das Nintendo Studios Singapore-Team zukünftig auch für anspruchsvolle Projekte innerhalb der Nintendo-Entwickler zugewiesen werden.
Nintendo arbeitet traditionell vorsichtig mit externen Firmen. Wenn ein Partner so wichtig wird, wie Bandai Namco Singapore es für Splatoon wurde, ist eine Übernahme logisch. Aus der Vergangenheit hat man anscheinend auch gelernt: Der Verlust von Rare an Microsoft im Jahr 2002 war für Nintendo ein Einschnitt. Seitdem achtet das Unternehmen stärker darauf, talentierte Partner langfristig an sich zu binden.
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Wie sich die Übernahme in die Nintendo-Strategie einfügt
Während Sony und Microsoft aggressiv Studios einkaufen, agierte Nintendo bisher eher zurückhaltend. Doch in den letzten Jahren ist ein Wandel erkennbar:
- Kauf von Next Level Games (Luigi’s Mansion 3)
- Vollständige Übernahme von Monolith Soft
- Erwerb von SRD (Arbeit seit NES-Tagen)
- Kauf des Animationsstudios Dynamo Pictures (jetzt: Nintendo Pictures)
- Übernahme von Shiver Entertainment (Experten für große Ports)
Mit Nintendo Studios Singapore entsteht nun ein weiterer First-Party-Pfeiler, diesmal nicht in Japan, sondern in Südostasien. Das eröffnet Nintendo neue Kapazitäten und strategische Flexibilität.
Kommt Splatoon 4?
Mit der Übernahme von Bandai Namco Singapore rückt eine Frage besonders in den Vordergrund: Steht Splatoon 4 bereits in den Startlöchern? Das Studio war maßgeblich an Splatoon 3 beteiligt und verfügt über das nötige Know-how, um die Reihe technisch wie kreativ weiterzuentwickeln. Mit der neuen Switch 2-Hardware könnte ein vierter Teil nicht nur größer, sondern auch technisch ambitionierter ausfallen. Etwa mit dynamischeren Arenen, flüssigeren Matches, erweiterten Koop-Optionen oder einer noch stärker vernetzten Multiplayer-Struktur.
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Gleichzeitig eröffnet die Übernahme Nintendo die Möglichkeit, langfristig mehr Kapazitäten für große Projekte zu schaffen. Während Splatoon klar im Mittelpunkt steht, kann das Team auch neue Marken entwickeln und das internationale Nintendo-Netzwerk entlasten, sodass mehrere Großproduktionen parallel entstehen können.
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Nintendo betont zwar, dass der Deal kurzfristig kaum finanzielle Auswirkungen hat, strategisch ist er jedoch ein starkes Zeichen. Nintendo Studios Singapore könnte sich zu einem der wichtigsten internationalen Standbeine des Konzerns entwickeln, gerade jetzt, da sich der weltweite Spielemarkt rasant verändert. Für die Switch 2 schafft Nintendo damit die perfekte Grundlage, um stärker, globaler und unabhängiger zu werden.
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