◷ 3 Min.
Artikel von Manuel +
★DailyGame bei Google merken

Werbung

Eine große Neuerung, welche die Nintendo Switch 2 brachte, war der GameChat. Dieser ist nun die zentrale Kommunikationsfunktion der Konsole geworden, welche nicht mehr wegzudenken ist. Bemerkenswert ist dabei, dass die Entwicklung bereits im Jahr 2020 begonnen hatte. Noch lange bevor die Form der nächsten Nintendo-Konsole feststand.

Was war die Grundidee dahinter?

Die Grundidee war, dass die Kommunikation enger mit dem eigentlichen Spielen verbunden werden sollte. Dafür experimentierte Nintendo zunächst auf PCs mit Sprach- und Videochats. Bei den Experimenten stellte sich heraus, dass vor allem das Teilen des eigenen Videospielbildschirms einen besonderen Mehrwert bot.

Wie wusste man, dass dies auf einer Konsole funktioniert?

Da sich das Gefühl auf einem PC nicht vollständig auf eine Konsole übertragen lässt, entwickelte Nintendo schließlich einen eigenen Prototypen mit einer Switch 1. Auf diesem sollten die verschiedenen Funktionen getestet werden.

Technisch noch nicht möglich

Technisch war die Umsetzung zum Testen allerdings eine große Herausforderung, da die Switch 1 ursprünglich nicht dafür ausgelegt war, ein Videospiel, Sprachchat, Videochat und noch die eigene und fremde Bildschirmübertragung gleichzeitig auszuführen. So musste Nintendo mit verschiedenen Techniker-Teams, welche für unterschiedliche Bereiche, wie Firmware, Server und Kamera zuständig waren. Auch beim Prototypen mussten die Systemressourcen aufgestockt werden. Erst so konnte Nintendo tatsächlich testen, ob die gewünschte Erfahrung mit den verschiedenen Funktionen tatsächlich funktionieren würde.

Erfolgreiches Experiment

Die Experimente mit dem Prototypen waren so erfolgreich, dass Nintendo vollends überzeugt war. Die Entwickler schafften es, dass man zwischen Videospiel- und Chatfunktionen wechseln konnte, ohne, dass das Spielgeschehen auf der jeweiligen Konsole unterbrochen werden musste. Dabei wurde die Idee weitergesponnen und man stellt sich einen virtuellen Clubraum vor, in dem sich Freunde treffen und gemeinsam Zeit verbringen können, ohne das selbe Spiel spielen zu müssen.

Noch mehr Entwicklungsarbeit

Um dies umsetzen zu können, mussten ab dann mehr als 100 Entwickler unterschiedliche Technologien miteinander integrieren. Denn die Ziele waren vielfältig: Mikrofonverarbeitung, Netzwerkkommunikation, Videokompression und Rauschunterdrückung mussten während des Spielens zuverlässig miteinander funktionieren. Dabei entstanden auch interessante zusätzliche Funktionen. So kann beispielsweise Gesprochenes in Text umgewandelt werden. Dieser Prozess dauerte mehr als 2 Jahre.

Der GameChat war geboren

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: mit GameChat ist es auf der Switch 2 nun möglich, Sprach- und Videochats zu führen sowie gemeinsam Spielbildschirme zu übertragen. Insgesamt können bis zu 12 Personen an einem Chat teilnehmen. Bildschirme können aber maximal 4 Personen gleichzeitig teilen. Nintendo versteht GameChat deshalb nicht nur als klassischen Voice-Chat, sondern als soziale Erweiterung des Spielerlebnisses.

Die Entwicklung von GameChat gewährt uns einen Einblick, wie Nintendo dessen Ideen zu Hardwarefunktionen entwickelt. Dabei geht es offenbar weniger um die technischen Möglichkeiten selbst, sondern vielmehr um die Frage, welche neue Spielerfahrung dadurch entstehen kann. Um den GameChat nutzen zu können wird ein Nintendo Switch Online Abo benötigt. Wer sich selber auch im Bild sehen möchte, benötigt noch eine kompatible Webcam.

Quelle: nintendo.co.jp

Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !

Kategorie(n)

Mehr entdecken

Weiterlesen