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Artikel von Markus Bauer +
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Call of Duty: Modern Warfare 4 wurde während seiner Beta an vielen Stellen umgebaut. Infinity Ward änderte Waffen, Time-to-Kill, Bewegung, Spawns und Aim Assist teilweise innerhalb weniger Tage. Beim Matchmaking sieht die Sache anders aus. Co-Studioleiter Mark Grigsby wurde erneut auf das umstrittene Thema angesprochen. Seine Antwort fällt diesmal deutlich zurückhaltender aus. Neue Informationen zum Matchmaking könne er aktuell nicht teilen, entsprechende Neuigkeiten würden über die offiziellen CoD-Kanäle kommen.

Das fällt auf, weil Grigsby vor der Beta noch eine ziemlich klare Ansage machte. Auf die Frage nach Skill-Based Matchmaking schrieb er Ende Mai auf X.com noch: „Alles wird bald offengelegt und transparent gemacht.“ (via GamesRadar.com)

Doch nicht?

Die Beta sollte eigentlich Antworten liefern

Kurz vor dem Start erklärte Call of Duty ausführlicher, wie das Matchmaking getestet wird. Neben dem neuen System gab es in der Beta auch Open Matchmaking, damit Activision beide Varianten direkt miteinander vergleichen konnte. Skill spielt beim normalen Matchmaking weiterhin eine Rolle. Laut Activision gehören aber auch Verbindung, Standort, Plattform, Crossplay-Einstellungen, Gruppengröße und die verfügbare Spielerzahl zu den Faktoren.

Activision veröffentlichte dazu sogar Zahlen aus Black Ops 7. Demnach hätten Spieler beim neuen System seltener Matches verlassen, die Suchzeiten seien kürzer geworden und der durchschnittliche Ping habe sich verbessert. Die Botschaft dahinter war ziemlich eindeutig: Das Unternehmen sieht seine Daten auf der Seite des neuen Matchmakings.

Warum schweigt man bezüglich Matchmaking bei Call of Duty: Modern Warfare 4? - Bild: Activision

Warum schweigt man bezüglich Matchmaking bei Call of Duty: Modern Warfare 4? – Bild: Activision

Nach der Beta fehlt Matchmaking plötzlich in der Liste

Am 01. September veröffentlichte Infinity Ward seinen großen Abschluss zur Modern Warfare 4-Beta.

Das Studio nennt darin mehrere Bereiche, an denen bis zum Release weitergearbeitet wird:

  • Time-to-Kill und Waffenbalance
  • Perks
  • Aim Assist
  • Movement
  • Spawns
  • Killstreaks

Was fehlt? Matchmaking taucht in dieser Liste nicht auf.  Dabei gehörte genau dieses Thema während beider Beta-Wochenenden zu den lautesten Diskussionen. Call of Duty-Fans kritisierten vor allem, dass sich normale Multiplayer-Runden teilweise wieder sehr stark nach möglichst ausgeglichenen Lobbys anfühlten. Infinity Ward reagierte während der Beta schnell auf andere Beschwerden. Beim SBMM gab es dagegen keine vergleichbar deutliche Kursänderung.

Was ist eigentlich aus Open Matchmaking geworden?

Genau das dürfte viele Spieler interessieren. Black Ops 7 startete ursprünglich mit Open Matchmaking, bei dem das Können nur eine geringe Rolle spielen sollte. Später führte Activision mit „Classic“ wieder ein anderes System ein und verwendete dieses auch als Grundlage für Modern Warfare 4. Entwickler Infinity Ward betonte dabei, dass es keine Rückkehr zum besonders strikten Matchmaking früherer CoD-Spiele sei. Die Verbindung solle weiterhin hohe Priorität besitzen.

Was davon am 23. Oktober 2026 tatsächlich Standard wird, ist aber noch nicht endgültig geklärt. Auch offen ist, ob MW4 dauerhaft eine separate Open-Matchmaking-Playlist bekommt oder ob der Test nach der Beta bereits erledigt ist. Gerade deshalb wirkt Grigsbys aktuelle Zurückhaltung etwas seltsam. Vor der Beta wollte Infinity Ward beim Thema Matchmaking transparenter werden als bei früheren Spielen.

Jetzt warten die Spieler erneut auf genau die Antwort, die Call of Duty seit Jahren regelmäßig beschäftigt.

Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2.

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