Der Mann hinter PS4 und PS5 denkt ans Aufhören, die PS6 könnte seine letzte PlayStation werden
Mark Cerny nähert sich nach rund 45 Jahren dem Karriereende. Fertig ist der PlayStation-Architekt aber noch nicht.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Mark Cerny gehört seit mehr als einem Jahrzehnt zu den wichtigsten Köpfen hinter der PlayStation-Hardware. PS4, PS5 und PS5 Pro tragen seine technische Handschrift. Mit 62 Jahren denkt der Systemarchitekt nun erstmals öffentlich über das Ende seiner Karriere nach.
Gegenüber Game File formuliert Cerny es ziemlich eindeutig: „I’m nearing the end of my career.“
Aufhören will er aber noch nicht. Cerny ergänzt ausdrücklich, dass er noch nicht fertig sei. Stattdessen beschäftige ihn zunehmend die Frage, wie er seine Erfahrung an die nächste Generation von Spieleentwicklern weitergeben kann.
Die PlayStation 6 könnte Cernys letzte große PlayStation werden
Einen Termin für seinen Rückzug nennt Cerny nicht. Deshalb wäre es auch falsch, bereits von einem angekündigten Ruhestand zu sprechen. Technisch steckt er weiterhin tief in der Zukunft von PlayStation. Gemeinsam mit AMD arbeitet Sony im Rahmen von Project Amethyst an neuen Verfahren für Machine Learning, Upscaling, Raytracing und weitere Grafiktechnologien. Cerny erklärte bereits, dass seine Arbeit dabei auf die nächste Konsolengeneration ausgerichtet ist und über mehrere Jahre läuft.
Damit dürfte er auch bei der Entwicklung der kommenden PlayStation 6 noch eine wichtige Rolle spielen. Ob die PS6 tatsächlich seine letzte PlayStation-Konsole wird, hat er nicht gesagt. Nach seiner neuen Aussage liegt dieser Gedanke allerdings näher als bisher. Bis 75 wird er wahrscheinlich nicht dabeibleiben.
Cerny steckt Millionen in junge Spieleentwickler
Der Anlass für seine Aussage ist die neue Nova Games Foundation, die Cerny gemeinsam mit „The Game Awards“-Produzent Geoff Keighley gegründet hat. Die Stiftung soll jedes Jahr 20 junge Game Designer mit jeweils 100.000 US-Dollar unterstützen. Besonders vielversprechende Projekte können später zusätzliche Förderungen von bis zu 500.000 Dollar erhalten.
Cerny und Keighley haben laut Game File jeweils bereits mehrere Millionen Dollar eigenes Geld in die Stiftung gesteckt.
Interessant für die Entwickler: Nova verlangt keine Unternehmensanteile und keine Beteiligung an späteren Einnahmen. Die Geförderten behalten die Rechte an ihren Spielen und dürfen selbst entscheiden, mit welchen Publishern oder Plattformen sie später zusammenarbeiten. Bewerbungen starten im Dezember 2026. Zum Auftakt nehmen Absolventen aus 13 Studienprogrammen in acht Ländern teil, darunter auch die TH Köln.
Seit mehr als 40 Jahren entwickelt Cerny Spiele und Hardware
Cernys Karriere begann Anfang der 1980er bei Atari, wo er unter anderem Marble Madness entwickelte. Später wechselte er zu SEGA, half beim Aufbau des Sega Technical Institute und spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sonic the Hedgehog 2.
In den 1990er-Jahren arbeitete er eng mit Studios wie Naughty Dog und Insomniac zusammen und war an Reihen wie Crash Bandicoot, Spyro the Dragon und später Jak and Daxter beteiligt. Für Sony wurde Cerny schließlich zum Gesicht der PlayStation-Technik. Besonders seine ausführlichen Präsentationen zu PS4, PS5 und PS5 Pro dürften vielen PlayStation-Spielern bekannt sein.
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Ganz verabschiedet er sich noch nicht. Während Cerny jetzt Geld und Erfahrung in junge Entwickler investiert, arbeitet er gleichzeitig weiter an jener Hardware, die PlayStation nach der PS5-Generation antreiben soll. Vielleicht erleben wir mit der PlayStation 6 tatsächlich seine letzte große Konsolenentwicklung.
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