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Artikel von Markus Bauer +
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Ein neuer Jailbreak öffnet offenbar einen deutlich größeren Teil der PS5-Hardware als bisherige Methoden. Der unter dem Namen Relapse veröffentlichte Exploit funktioniert auf PS5-Systemsoftware von Version 7.00 bis einschließlich 13.60. Damit sind selbst Konsolen betroffen, die noch im Sommer 2026 aktuelle Firmware installiert hatten. Erst Sonys am 16. September veröffentlichtes Update auf Version 14.00 schließt die verwendete Exploit-Kette.

Bekannt wurde die Veröffentlichung unter anderem durch Modder und Spiele-Hacker Lance McDonald via X.com. Gegenüber früheren PS5-Jailbreaks ist vor allem die Aktualität bemerkenswert. Wie Kotaku berichtet, können dadurch grundsätzlich auch jüngere Konsolen und PS5-Pro-Modelle betroffen sein, sofern sie noch nicht auf Firmware 14.00 aktualisiert wurden.

Der Jailbreak selbst wurde am 29. September öffentlich verfügbar. Nutzer aus der PS5-Homebrew-Szene berichten inzwischen, dass „Relapse“ auf mehreren älteren Firmware-Versionen funktioniert. Die Implementierung ist allerdings noch jung und Berichte über Abstürze sowie sogenannte „Kernel Panics“ zeigen, dass von einer vollkommen stabilen Lösung keine Rede sein kann.

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Warum dieser PS5-Jailbreak für Sony problematischer ist

Das eigentliche Problem ist der ungewöhnlich aktuelle Firmware-Stand. Ältere Jailbreaks waren häufig nur für Konsolen interessant, die über lange Zeit bewusst nicht aktualisiert wurden. Version 13.60 erschien erst Ende Juli 2026. Dadurch dürfte die potenziell betroffene Hardwarebasis wesentlich größer sein.

Hinzu kommt die Software-Kompatibilität. Spiele verlangen häufig eine bestimmte Mindestversion der PS5-Systemsoftware. Da Relapse bis 13.60 funktioniert, könnten laut aktuellen Berichten sogar sehr neue Veröffentlichungen auf entsprechend modifizierten Systemen gestartet werden. Kotaku nennt unter anderem Marvel’s Wolverine und berichtet aus der Community auch über das frisch erschienene The Witcher 3: Wild Hunt Remastered. Diese Angaben stammen allerdings aus der Jailbreak-Szene und sind keine offiziellen Aussagen der jeweiligen Entwickler.

Genau deshalb dürfte Sony die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Ein Jailbreak ist nicht automatisch mit Piraterie gleichzusetzen. Homebrew, Emulatoren, Modifikationen und Spiele-Erhaltung gehören ebenfalls zu den wichtigsten Gründen, warum solche Sicherheitslücken untersucht werden.

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Firmware 14.00 macht hier den entscheidenden Unterschied

Für reguläre PS5-Spieler ändert sich praktisch nichts. Sony empfiehlt selbst, die PS5-Systemsoftware immer auf dem aktuellen Stand zu halten und weist darauf hin, dass Updates auch sicherheitsrelevante Änderungen enthalten.

Für die Homebrew-Szene ist die Veröffentlichung trotzdem ein großer Schritt. Ein öffentlich zugänglicher Jailbreak für eine erst wenige Monate alte PS5-Firmware ist etwas völlig anderes als ein Exploit für jahrelang nicht aktualisierte Konsolen. Wie weit sich daraus tatsächlich neue Homebrew-Möglichkeiten ergeben, wird sich erst zeigen.

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