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Artikel von Markus Bauer +
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Wer in Japan derzeit eine PS5 Pro direkt bei Sony kaufen möchte, braucht zumal mehr als 137.980 Yen (umgerechnet 771,82 Euro) auf dem Konto. Außerdem verlangt Sony mindestens 60 nachweisbare Spielstunden auf PS4 oder PS5, bevor du dich überhaupt für den Kauf anmelden darfst. Sind anschließend mehr Interessenten als Konsolen vorhanden, entscheidet eine Verlosung.

Die ungewöhnliche Bedingung steht direkt auf der offiziellen japanischen PlayStation-Seite. Gezählt werden sämtliche Spielstunden, die mit dem jeweiligen Sony-Konto zwischen dem 27. September 2024 und 27. September 2026 auf PS4 und PS5 gesammelt wurden. Beide Konsolen dürfen dabei kombiniert werden.

Damit reicht es auch nicht, jetzt schnell einen japanischen Account anzulegen und 60 Stunden durchlaufen zu lassen. Der relevante Zeitraum ist bereits beendet. Sony kann also auf vorhandene Nutzungsdaten zurückgreifen und bevorzugt damit ganz automatisch Spielerinnen und Spieler, die bereits vor Beginn der Verkaufsaktion im PlayStation-Ökosystem aktiv waren.

60 Stunden sind nur die erste Hürde

Zusätzlich muss das Sony-Konto in Japan registriert sein und mit einer My Sony ID verbunden werden. Bewerben dürfen sich außerdem nur Personen mit Wohnsitz in Japan. Pro Account kann maximal eine PS5 Pro gekauft werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 07. Oktober 2026 um 23:59 Uhr japanischer Zeit.

Danach wird es interessant: Überschreitet die Zahl der qualifizierten Bewerbungen die von Sony vorgesehene Stückzahl, wird ausgelost. Die ersten Ergebnisse sollen ab dem 26. Oktober per E-Mail verschickt werden. Wer gewinnt, muss seine PS5 Pro anschließend bis zum 2. November über den Sony Store bezahlen. Nicht gekaufte Geräte können später noch einmal unter den zunächst erfolglosen Teilnehmern verlost werden.

Die Enthüllung von Grand Theft Auto VI (GTA 6) sorgte weltweit dafür, dass die Nachfrage von PS5 Pro-Konsolen das Angebot weit überstiegen hat. - Bild: Rockstar Games

Die Enthüllung von Grand Theft Auto VI (GTA 6) sorgte weltweit dafür, dass die Nachfrage von PS5 Pro-Konsolen das Angebot weit überstiegen hat. – Bild: Rockstar Games

Eigentlich ein ziemlich cleverer Schutz gegen Scalper

Offiziell bezeichnet Sony die 60-Stunden-Regel nicht ausdrücklich als Anti-Scalper-Maßnahme. Der Effekt liegt aber auf der Hand. Neue Accounts, Bots und Käufer ohne bisherige PlayStation-Nutzung werden von dieser Verkaufsrunde ausgeschlossen. Gleichzeitig garantiert selbst ein langjähriger PlayStation-Account noch keine Konsole.

Dass Sony überhaupt zu einem solchen Verfahren greift, passt zur aktuellen Verfügbarkeit. Die PS5 Pro ist auch außerhalb Japans teilweise nur schwer zu bekommen. In Österreich und Deutschland haben wir zuletzt bereits massiv gestiegene Preise und lange Lieferzeiten für die PS5 Pro beobachtet. Hierzulande kostet eine PlayStation 5 Pro bei einem österreichischen Online-Händler satte 1638,65 Euro lt. unserer Preisabfrage. Einen satten Cent günstiger als ein deutscher Händler. Am 28. August, also einen Tag nach der Enthüllung von GTA 6, kostete die Pro-Variante der aktuellen PlayStation-Generation noch 899,99 Euro.

In Japan geht Sony nun einen ungewöhnlicheren Weg und entscheidet anhand der bisherigen Spielzeit zumindest darüber, wer überhaupt in den Lostopf darf. Für bestehende PlayStation-Spieler ist das durchaus charmant: Wer die neue PlayStation kaufen möchte, muss Sony zuerst beweisen, dass die alten Konsolen tatsächlich benutzt wurden. Noch immer besser als einen überteuerten Preis zu bezahlen. In Österreich/Deutschland gibt es derzeit im offiziellen PS-Store keine Möglichkeit eine Konsole zu bestellen oder an einer Verlosung teilzunehmen. Die Idee aus Japan gefällt mir aber.

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