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Legales Cannabis: Die Identitätskrise des CBDs

Artikel von
CBD - via Pixabay

Das Jahr 2019 war ein Wendepunkt für den Cannabiskonsum. In diesem Jahr hat nämlich die Kommission der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) auf Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Cannabis aus der Liste der gefährlichsten Drogen gestrichen. Darauffolgend wurden einige Erzeugnisse und Verwendungen dieser Pflanze erlaubt und einige andere als „Novel Food“ eingestuft.

Beim Kauf ist es wichtig, sich an vertrauenswürdige Läden oder online Shops zu wenden. Falls Sie an legalen Hanfprodukten Interesse haben, finden Sie einen Online-Produktkatalog auf der Justbob-Website, eine der beste CBD Shop, die sie heutzutage finden können.

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Viele Verbraucher freuen sich natürlich über die Auflockerung der Cannabissituation. Viele fühlen sich dabei jedoch unsicher und haben Zweifel darüber, was die Bezeichnung Novel Food bedeutet und welche Folgen die Entscheidungen der großen internationalen Organisationen haben.

In diesem Artikel wird versucht, ein bisschen Klarheit darüber zu verschaffen.

Die Entscheidung der ONU

Die ONU ist eine der wichtigsten übernationalen Organisationen, die seit 1945 u.a. versucht, den Weltfrieden und die Sicherheit aller Menschen weltweit zu sichern und die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Um all diese sehr ambitionierten Ziele zu erreichen, arbeitet die ONU mit einem fleckendeckenden Netz von untergeordneten Organen, die sich mit den verschiedensten Themen von öffentlichem Interesse befassen.

Eine der Aufgaben dieser Organisationen ist, Menschen vor gefährlichen Produkten und Substanzen wie Drogen zu schützen. Um einen einheitlichen Überblick zu garantieren, führt die ONU eine Art „schwarze Liste“, auf der alle Stoffe enthalten sind, die als sehr gefährlich gelten. Bis 2019 war Cannabis auch in dieser Liste. Es wurde allerdings in diesem Jahr auf Empfehlung der WHO entfernt.

Grund dafür war, dass einer der Hauptstoffe, die in Cannabis enthalten ist, nicht nur nicht gefährlich, sondern sogar vielversprechend für die Anwendung in der Medizin ist. Der Stoff heißt CBD (Cannabidiol) und im Gegenteil zu seinem berühmten Kumpel THC ist nicht psychoaktiv, macht also nicht high.

CBD hat sich als nützliche Entspannungshilfe und Stressbekämpfungsmittel ohne Nebenwirkung erwiesen, weswegen sich in den letzten Jahren die Kontroverse ausgelöst hat, um es für den alltäglichen Verbrauch zugänglich zu machen. Obwohl es kaum Zweifel um die positiven Effekte von CBD gibt, herrscht noch viel Verwirrung auf gesetzlicher Ebene und es ist oft eine Frage der Definition.

CBD als Novel Food

Wie es oft in der Bürokratie unvermeidlich ist, arbeitet man per Definitionen und Kategorisierungen. Da Cannabis nicht mehr auf der Liste ist und somit nicht mehr als gefährliches Betäubungsmittel gilt, ist nun die Frage: Was ist CBD? Und wie soll Cannabis eingestuft werden?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn die Cannabispflanze unglaublich viele Verwendungen in mehreren Industrien findet und je nach Verfahren können daraus die verschiedensten Erzeugnisse gewonnen werden. Nicht zuletzt ist Hanf auch in der Lebensmittelbranche in einigen Ländern präsent.

Beim Thema Essen wird die Lage noch komplizierter, denn in der Europäischen Union müssen alle Lebensmittel von der European Food Safety Authority zugelassen werden. Neben einer Liste von zugelassenen und nicht zugelassenen Produkten existiert außerdem eine Liste mit Novel Food, d.h., neuartigen Lebensmitteln.

CBD wurde nach der Entscheidung der ONU in diese Liste eingeführt. Neuartige Lebensmittel sind grundsätzlich Lebensmittel, die im europäischen Raum erst nach 1997 verbreitet worden sind und deswegen kann es nicht 100% sicher davon ausgegangen werden, dass ihren Konsum als Lebensmittel vollkommen unbedenklich ist. Ihre Erzeugnisse dürfen daher nur durch ein längeres Verfahren durch die EU in Einzelfällen zugelassen werden.

Aber ist das bei CBD der Fall? Der Streitpunkt ist, dass die Pflanze aus der CBD gewonnen ist – Cannabis Sativa – eigentlich schon längst als Samen, Öl und anderen Ernährungsformen in Europa konsumiert wird. Darüber hinaus wurde CBD auch in der Antike schon als Nahrungsergänzungsmittel aufgrund seiner positiven Effekte verwendet.

Der ewige Streit

Falls Sie nach dem Lesen schon Kopfschmerzen bekommen haben, keine Sorgen, Sie sind nicht der oder die Einzige. Auch die europäischen und nationalen Gesetzgeber scheinen noch Schwierigkeit zu haben, die Lage wirklich zu verstehen.

Als Fazit gilt grundsätzlich eines: Die Einstufung von CBD Produkte kommt auf die einzelnen Erzeugnisse an. Es hängt unter anderem davon ab, wie und warum das Produkt konsumiert wird und wie das Extraktionsverfahren abläuft.

Es wurde noch nicht definitiv beschlossen, wie CBD auf europäischer Ebene eingestuft werden soll. Untersuchungen seitens der Europäischen Kommission laufen noch und in der Zwischenzeit werden viele Entscheidungen auch auf nationaler Ebene getroffen. In Österreich gelten CBD Produkte mit weniger als 0,3% THC-Gehalt als legal und dürfen in Form von Nahrungsergänzungsmittel verkauft und gekauft werden. Der Verkauft als Lebensmittel ist dagegen noch verboten, um nicht gegen die Novel Food Verordnung zu verstoßen.

Vorausgesetzt, dass man der maximal erlaubten THC-Gehalt nicht überschreitet, kann man also als Konsument CBD Produkte in Form von Öl, Blüten und Hasch kaufen. Um sicherzugehen, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und, dass man Produkte guter Qualität erwirbt, muss man sich nur an die legalen Handelswege halten und bei zuverlässigen Anbietern kaufen oder online bestellen.

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